Neues Investmentangebot soll die Japaner für Aktie


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Neues Investmentangebot soll die Japaner für Aktie

 
14.07.01 14:11
Neues Investmentangebot soll die Japaner für Aktien begeistern

Börsengehandelte Fonds senken die Einstiegshürden - Nippons Privatanleger reagieren vorerst aber noch mit Zurückhaltung

Tokio - Nicht zuletzt wegen der hohen Stückpreise vieler japanischer Aktien und großer Mindest-Ordermengen hält sich die Mehrheit der Japaner noch immer vom Aktienmarkt fern. Doch nun sind fünf neue börsennotierte Fonds aufgelegt worden, die den Aktienmarkt für Privatanleger attraktiver machen sollen. Die Vermögensverwalter Nomura, Daiwa und Nikko haben von Unternehmen und Banken Aktien im Wert von 172,9 Mrd. Yen (3,2 Mrd. DM) übernommen und damit die so genannten Exchange-Traded-Funds (ETF) unterlegt. Diese ermöglichen es auch Investoren mit schmalerem Portemonnaie, an der Börse zu investieren.

Die Regierung hatte im April die ETF genehmigt, um japanische Spargelder an den flauen Aktienmarkt zu locken. Die japanischen Privathaushalte verfügen über 11 Billionen Dollar auf Sichtkonten oder in Sparbüchern.


Zehn Anteile des Nikkei-225-Index-Fonds von Nomura kosten rund 1000 Dollar, während die gängige Handelseinheit von 1000 Aktien von Honda Motors beispielsweise mit 42 000 Dollar zu Buche schlagen würde. Bisher haben die Anleger jedoch eher kühl auf das neue Investmentprodukt reagiert, auch deshalb, weil der Nikkei in der Nähe eines 16-Jahres-Tiefs vor sich hin dümpelt. Fumiyasu Sato von CDC Ixis Asset Management ist jedoch überzeugt, dass nicht zuletzt die relativ geringen Handelsgebühren die noch zurückhaltenden Japaner längerfristig überzeugen werden.


Die neuen Fonds ähneln Indexfonds, indem sie den Investoren Eigentum an einem Aktienkorb bieten. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Indexfonds werden ETF jedoch wie Aktien laufend gehandelt. Drei der neuen Fonds werden an der Börse Tokio notiert, zwei in Osaka.


Neben der Stärkung der Aktienkultur unter den Privatanlegern sollen die neuen Fonds aber auch noch einen zweiten Zweck erfüllen: Die ETF sollen den Unternehmen dabei helfen, ihre Überkreuzbeteiligungen zu entflechten, indem sie Aktien verkaufen. Die Gesellschaften können die Fondsanteile, die sie als Ausgleich für ihre Aktien erhalten, an private Investoren verkaufen. Mit dem Erlös können die Unternehmen dann Investitionen tätigen und Banken neue Kredite herausgeben. "Wir hoffen, dass die börsennotierten Fonds als Katalysator wirken, um individuelle Investoren für den Markt zu interessieren", so Shinichiro Takaya, Verkaufsleiter bei Mizuho Investors Securities in Tokio. Ein ähnliches Angebot wurde bisher lediglich mit dem 1995 aufgelegten Nikkei-300-Stock-Index-Listed-Fund an der Börse gehandelt. Dieser hat jedoch ein wesentlich geringeres Volumen als die fünf neu aufgelegten Fonds, weil der Emittent Nomura ihn mit Bargeld statt mit Aktien unterlegen musste.


Die japanische Regierung plant nun, auch einen eigenen Fonds aufzulegen, der von den Banken Aktien aufkaufen und dann an der Börse gehandelt werden soll. Eine Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen. Beobachter gehen davon aus, dass er auf jeden Fall erst nächstes Jahr an den Start gehen wird. Bloomberg
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