Frankfurt (vwd) - Der Neue Markt präsentiert sich am Mittwoch sehr
schwach. Bis 13.04 Uhr gibt der Nemax-50 4,1 Prozent oder 53,72 auf 1.248,20
Stellen nach. Der Nemax-All-Share verringert sich um 3,8 Prozent bzw 46,76
auf 1.182,70 Punkte. Nach einer schwachen Eröffnung nach den Vorgaben aus
den USA, gewann das Abwärtsmomentum bei eher dünnen Umsätzen am frühen
Nachmittag an Kraft. Laut einem Händler haben verstärkt Gewinnmitnahmen
eingesetzt. "Die Anleger gehen auf Nummer sicher und schließen ihre
Positionen." Die Gewinner von gestern seien die Verlierer von heute. So
müssten etwa T-Online oder IDS Scheer entsprechende Abgaben hinnehmen.
Außerdem hätten sich die Short-Seller in der Zwischenzeit größtenteils
eingedeckt, was einer der Hauptgründe für die starken Kursgewinne gewesen
sei. Allerdings sei eine Konsolidierung nach den starken Kursgewinnen der
jüngsten Vergangenheit durchaus wünschenswert und stelle den generellen
Aufwärtstrend noch nicht in Frage. Sollte die Marke von 1.254 Punkten im
Nemax-50 nicht halten, gibt es laut Charttechnikern Rückschlagpotenzial bis
1.200 Zähler.
Umweltkontor verlieren nach der Veröffentlichung der Neunmonatszahlen
10,5 Prozent auf 10,69 EUR. Die Zahlen haben die Prognosen der Analysten der
Ersten Bank nicht erfüllt. Sowohl das EBIT als auch das Nettoergebnis seien
deutlich verfehlt worden, heißt es. Umweltkontor sei der einzige
Windparkbetreiber mit negativen Zahlen. Das bisherige Rating "Neutral" wie
auch die Prognosen würden überarbeitet. Andere Analysten sprechen zudem von
einer verdeckten Gewinnwarnung.
Laut einem Händler hält sich die Enttäuschung über Mobilcom in Grenzen.
Laut einem Bericht von "Focus Money" hat das Unternehmen seinen Business
Plan für UMTS überarbeitet und die Erwartungen um die Hälfte nach unten
korrigiert. Mobilcom hat in der Zwischenzeit dem Bericht widersprochen.
Marktteilnehmer hingegen zeigen sich nicht überrascht. Niemand habe nach der
Euphoriephase noch die ursprünglichen Hoffnungen an UMTS gehabt. Das sei
einer der Hauptgründe für den Absturz der Aktie gewesen. Daher fielen die
aktuellen Verluste eher moderat aus. Das Papier verbilligt sich um 5,2
Prozent auf 24,99 EUR.
Bei Senator gibt es seit mehreren Tagen einen größeren ausländischen
Abgeber. Die Nachricht aus dem Nachrichtenmagazin "Focus Money" sei hingegen
nicht neu, so ein Marktteilnehmer. Es sei dennoch nicht ausgeschlossen, dass
der Druck, der am Mittwoch auf der Aktie lastet, hierdurch verstärkt werde.
Der Titel büßt 15,1 Prozent auf 3,83 EUR ein.
Bipop Carire leiden unter Gewinnmitnahmen. Händler sehen die Aktie in
einer schlechten Verfassung und halten allenfalls eine
spekulationsgetriebene Erholung für möglich. "Die Leute haben auf eine
schnelle Lösung der Bipop-Probleme gewettet, aber jetzt wird es eine
Seifenoper und den Leuten werden die Tränen kommen", sagt ein Händler.
Ungeachtet einer für den späteren Tagesverlauf anberaumten AR-Sitzung, auf
der es Personalwechsel geben soll, wird der Kurs weiter unter Druck gesehen.
Der Titel verliert 5,3 Prozent auf 1,96 EUR.
Consors profitieren von Shorteindeckungen. Die Bewegung sei also nicht
überzubewerten, so ein Händler. Die volatile Aktie komme schon wieder
zurück. Das Papier steigt gegen den Trend um 6,2 Prozent auf 10,13 EUR. +++
Manuel Priego Thimmel
vwd/28.11.2001/mpt/reh
schwach. Bis 13.04 Uhr gibt der Nemax-50 4,1 Prozent oder 53,72 auf 1.248,20
Stellen nach. Der Nemax-All-Share verringert sich um 3,8 Prozent bzw 46,76
auf 1.182,70 Punkte. Nach einer schwachen Eröffnung nach den Vorgaben aus
den USA, gewann das Abwärtsmomentum bei eher dünnen Umsätzen am frühen
Nachmittag an Kraft. Laut einem Händler haben verstärkt Gewinnmitnahmen
eingesetzt. "Die Anleger gehen auf Nummer sicher und schließen ihre
Positionen." Die Gewinner von gestern seien die Verlierer von heute. So
müssten etwa T-Online oder IDS Scheer entsprechende Abgaben hinnehmen.
Außerdem hätten sich die Short-Seller in der Zwischenzeit größtenteils
eingedeckt, was einer der Hauptgründe für die starken Kursgewinne gewesen
sei. Allerdings sei eine Konsolidierung nach den starken Kursgewinnen der
jüngsten Vergangenheit durchaus wünschenswert und stelle den generellen
Aufwärtstrend noch nicht in Frage. Sollte die Marke von 1.254 Punkten im
Nemax-50 nicht halten, gibt es laut Charttechnikern Rückschlagpotenzial bis
1.200 Zähler.
Umweltkontor verlieren nach der Veröffentlichung der Neunmonatszahlen
10,5 Prozent auf 10,69 EUR. Die Zahlen haben die Prognosen der Analysten der
Ersten Bank nicht erfüllt. Sowohl das EBIT als auch das Nettoergebnis seien
deutlich verfehlt worden, heißt es. Umweltkontor sei der einzige
Windparkbetreiber mit negativen Zahlen. Das bisherige Rating "Neutral" wie
auch die Prognosen würden überarbeitet. Andere Analysten sprechen zudem von
einer verdeckten Gewinnwarnung.
Laut einem Händler hält sich die Enttäuschung über Mobilcom in Grenzen.
Laut einem Bericht von "Focus Money" hat das Unternehmen seinen Business
Plan für UMTS überarbeitet und die Erwartungen um die Hälfte nach unten
korrigiert. Mobilcom hat in der Zwischenzeit dem Bericht widersprochen.
Marktteilnehmer hingegen zeigen sich nicht überrascht. Niemand habe nach der
Euphoriephase noch die ursprünglichen Hoffnungen an UMTS gehabt. Das sei
einer der Hauptgründe für den Absturz der Aktie gewesen. Daher fielen die
aktuellen Verluste eher moderat aus. Das Papier verbilligt sich um 5,2
Prozent auf 24,99 EUR.
Bei Senator gibt es seit mehreren Tagen einen größeren ausländischen
Abgeber. Die Nachricht aus dem Nachrichtenmagazin "Focus Money" sei hingegen
nicht neu, so ein Marktteilnehmer. Es sei dennoch nicht ausgeschlossen, dass
der Druck, der am Mittwoch auf der Aktie lastet, hierdurch verstärkt werde.
Der Titel büßt 15,1 Prozent auf 3,83 EUR ein.
Bipop Carire leiden unter Gewinnmitnahmen. Händler sehen die Aktie in
einer schlechten Verfassung und halten allenfalls eine
spekulationsgetriebene Erholung für möglich. "Die Leute haben auf eine
schnelle Lösung der Bipop-Probleme gewettet, aber jetzt wird es eine
Seifenoper und den Leuten werden die Tränen kommen", sagt ein Händler.
Ungeachtet einer für den späteren Tagesverlauf anberaumten AR-Sitzung, auf
der es Personalwechsel geben soll, wird der Kurs weiter unter Druck gesehen.
Der Titel verliert 5,3 Prozent auf 1,96 EUR.
Consors profitieren von Shorteindeckungen. Die Bewegung sei also nicht
überzubewerten, so ein Händler. Die volatile Aktie komme schon wieder
zurück. Das Papier steigt gegen den Trend um 6,2 Prozent auf 10,13 EUR. +++
Manuel Priego Thimmel
vwd/28.11.2001/mpt/reh
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