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Fusa Capital:
Exklusivinterview mit Onlinepionier
(Teil 1)
Das amerikanische Internetunternehmen FUSA Capital (WKN:
A0F5X0) erhält derzeit in den USA viel Aufmerksamkeit von Seiten der Medien. Die Videosuchmaschine
www.searchforvideo.com wird oft in einem Atemzug mit anderen Internet-Highflyern genannt. Für Vorstandschefin Jenifer Osterwalder und Technologiechef Tom St. John eine tolle Sache. Im Gespräch mit unserer Redaktion wird deutlich, dass das Medieninteresse nicht von ungefähr kommt. Die Story hinter FUSA ist hoch interessant. Die Zukunftsaussichten sind mehr als beeindruckend. Das noch junge Unternehmen startet in diesem Jahr voll durch.
Trading INSIDER präsentiert Ihnen das Exklusivinterview mit FUSA Capital in 2 Teilen. Teil 1 finden Sie nachfolgend, Teil 2 folgt am Montag nächster Woche.
Redaktion: Viele kennen Ihr Unternehmen und Ihre Seite
www.searchforvideo.com bereits. Einigen ist sie noch unbekannt. Können Sie daher kurz ihr Unternehmen vorstellen?
FUSA Capital: Wir haben auf unserer Seite eine Videosuchmaschine und unterscheiden uns in einer Reihe von Punkten von Unternehmen wie Youtube. Wir hosten oder streamen keine Videos. Wir geben nur einen Link an. Mit einem Klick sind die User auf den Seiten unserer Partner und können sich dort deren Inhalte ansehen. Das verringert natürlich unsere Kosten.
Seitdem wir mit der Seite angefangen haben, wollten wir gute Beziehungen zu den großen Content Video Providern aufbauen. So haben wir in den vergangenen 12 Monaten mehr als 100 Partnerschaften mit zum Teil sehr großen Namen aufgebaut. Dazu gehören BBC, HBO, Discovery Channel, Wall Street Journal, Dow Jones und noch mehr als 90 weitere Partner. Wir haben mehr als 4 Millionen Seitenbesucher pro Monat. Damit liegen wir deutlich über den Plänen. In den kommenden 12 Monaten werden wir unseren Plan fortsetzen, wir wollen mehr Content auf die Seite bekommen von weiteren Partnern und wir wollen noch mehr User erreichen.
Auch bei den Umsätzen haben wir sehr genaue Vorstellungen. Unsere Seite basiert auf Werbung. Wir erhalten Geld von Unternehmen, die sich und ihre Videos bei uns an prominenter Stelle positionieren und sich so promoten wollen.
Auf der technischen Seite gibt es bei uns dauernd Bewegung. So wollen wir bald eine neue Internetseite starten. Vom Modell her ist sie ähnlich aufgebaut wie searchforvideo. Sie geht aber in eine breitere Richtung, was den Bereich Multimedia angeht. Da kommen auf der Seite Audio, Bilder, Video und Text zusammen. Wir haben in den vergangenen Monaten gezeigt, was wir können, und zwar mit einem niedrigen Marketingbudget. Wir wissen, wie das Geschäft läuft, wie man gute Deals abschließt. Wir wissen, wie man Geld verdienen kann. Jetzt wollen wir das Modell vergrößern und in den kommenden Monaten auf eine neue Seite ausdehnen. Später soll es dann eine Art Netzwerk geben, da wir vier oder fünf Seiten aufmachen wollen. Da liegt der Zeitrahmen bei zwei bis drei Jahren. Die entsprechenden Erfahrungen haben wir schließlich schon!
Redaktion: Sie haben schon mehr als 100 Partner auf der ganzen Welt, kommen da bald einige weitere, große Namen hinzu?
FUSA Capital: Vor kurzem sind Wall Street Journal und Dow Jones hinzugekommen. Wir haben jetzt einen guten Kontakt zu einer Firma, die kürzlich von Sony aufgekauft wurde. So haben wir Zugriff auf exklusives Musik- und Videomaterial von Sony. Das geht wohl in den kommenden zwei Wochen online.
Und das geht immer so weiter. Drei bis vier große Deals werden jeden Monat abgeschlossen. Mit Movielink haben wir kürzlich einen Vertrag abgeschlossen. Das ist ein US-Unternehmen, das in Besitz von Paramount, 20th Century Fox und drei anderen Studios ist. Durch diese Partnerschaft kommen wir an komplette Filme heran, die herunter geladen werden können. Das Unternehmen wird sich in unserem Filmkanal präsentieren.
Dies ist dann eine neue Art eines Contentangebotes, das wir immer stärker auf searchforvideo.com mit einbinden wollen. Bei uns gibt es nicht nur freie Videoclips. Man kann sich über uns Filme aus dem Internet herunterladen, entweder zum Mieten oder zum Kaufen. Ein sehr interessantes Modell! Unsere User sind immer stärker daran interessiert, auch solche Quellen zu finden. In den USA ist Movielink der größte Anbieter für diese Dienste.
Redaktion: Ist unser Eindruck richtig, dass die meisten Ihrer Partner und User aus den USA und Kanada kommen?
FUSA Capital: Fast die Hälfte der User kommt aus den USA und Kanada, die andere Hälfte kommt aus der übrigen Welt. Hier gibt es einen Schwerpunkt auf Europa: Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien. Searchforvideo zieht also ein sehr internationales Publikum an. Wir haben einige interessante Möglichkeiten, um festzustellen, wer aus welchem Land kommt und wer welche Inhalte sucht. So wissen wir, was internationale User suchen, ob sie an englischsprachigen Inhalten interessiert sind. Wir haben ein kleines Angebot auf Spanisch und auf Deutsch auf unserer Seite. Noch gibt es aber nicht so viele Angebote in anderen Sprachen, es gibt einfach mehr Videos auf Englisch als in anderen Sprachen. Der Trend wird aber immer stärker auch auf die internationalen User ausgerichtet werden. Das wird in diesem Jahr sehr deutlich spürbar sein.
Redaktion: Es gibt es 4 Millionen User, die monatlich ihre Seite nutzen. Wie sieht es mit den Page Impressions aus? Und wie wichtig sind diese für Sie?
FUSA Capital: Wir sind eine Suchmaschinenseite. Wenn man selber Inhalte besitzt oder produziert, ist es toll, wenn man viele Page Impressions hat. Aber bei Suchmaschinenseiten zählen die Klicks nicht so viel. Ein User macht pro Besuch oft nur zwei bis vier Klicks, es werden nur eine oder zwei Seiten besucht. Die Verweildauer liegt zwischen drei und fünf Minuten. Wir wollen die User an die gewünschten Inhalte heranführen, und zwar mit so wenigen Klicks wie nötig. Es ist für uns nicht so wichtig, dass es viele Page Impressions gibt. Dadurch verdienen wir kein Geld, hier machen wir keine Werbung. Unsere Umsätze kommen durch die Weiterleitungen, das soll so schnell und häufig wie möglich geschehen.
Redaktion: Können Sie das ein wenig näher erklären. Wie erzielt man dabei Umsätze?
FUSA Capital: Wenn man auf der Seite ist und dort herumsurft, gibt es verschiedene Sparten. Es gibt verschiedene Kanäle, wo Logos von Partnern promotet werden. Dort klickt man drauf und kommt auf eine Seite, auf der nur Videos von diesem einen Partner aufgelistet werden. Firmen bezahlen uns für dieses Privileg, ihr Logo auf der Seite zu haben, um von dort auf eine weitere Seite verlinkt zu werden. Dann gibt es das „featured clip“ Modell. Auf besonders gut besuchten Seiten haben Unternehmen die Gelegenheit, einzelne Videos an den besten Stellen zu platzieren. Dafür bezahlen sie uns. Die dritte Möglichkeit ist, dass bei einer Suche einige Suchergebnisse prominenter platziert werden als andere. Man findet bestimmte Videos bei einer Suchanfrage also besser, weil sie weiter oben auf der Liste stehen. Wenn dann der User auf genau diese Videos klickt, können wir das nachvollziehen und dem Geschäftspartner später in Rechnung stellen. Denn durch unsere Hilfe hat er Traffic auf seine Seite bekommen.
Redaktion: Sie erwarten also keine Umsätze aus normaler Bannerwerbung?
FUSA Capital: Wir haben dieses System bisher nicht auf der Seite eingeführt. Natürlich überlegen wir, ob wir es machen sollen. Dazu brauchen wir jedoch auch entsprechende Agenturen, die uns dabei unterstützen. Eigentlich wollen wir am liebsten mit unseren Partnern zusammenarbeiten, dass diese Bannerwerbung machen. Statt irgendwelcher Werbebanner, ist es besser, mit den rund 100 Partnern entsprechend zu kooperieren. Zu viel Werbung soll es aber auf jeden Fall nicht geben, denn wir möchten unsere User nicht verärgern.
Redaktion: Können Sie sagen, wie hoch derzeit die Umsätze sind und welche Erwartungen Sie für 2007 haben?
FUSA Capital: Der Umsatz soll sich in den kommenden sechs Monaten verdoppeln und in den kommenden zwölf Monaten soll er sich verdreifachen. Bis zum Jahresende erwarten wir einen Umsatz von 1 Million Dollar. Für jeden Publisher auf der Seite werden wir in den kommenden 12 Monaten sicherlich vier Mal so viel Geld bekommen wie bisher.
Redaktion: Glauben sie denn, dass sie bis zum Jahresende den Break Even Point erreichen werden oder wo liegen da ihre Ziele?
FUSA Capital: Im ersten Jahr wollten wir die Seite entwickeln, wir wollten User bekommen und wir wollten viele Partner gewinnen. All das wollten wir zusammenbringen und verlinken. Das ist uns gelungen. Jetzt konkretisieren wir all dies. Unser Ziel war es dabei immer, am Ende des zweiten Jahres einen positiven Cashflow zu haben. Bis Ende Dezember wollen wir das erreichen. Wenn es so weiter geht wie bisher und wenn sich unser Traffic wie bisher alle zwei Monate verdoppelt, dann sollte dieses Ziel absolut möglich und erreichbar sein.
Redaktion: Bedeutet dies auch, dass es schon jetzt genug Umsätze gibt, um die täglichen Ausgaben zu decken?
FUSA Capital: Bei anderen Suchmaschinen gibt es unzählig viele Server, die benötigt werden, um diese Dienste anzubieten. Es gibt keine Möglichkeit für uns, da mitzuhalten, wir haben einfach nicht das Kapital, um so viele Server aufzubauen und zu betreuen. Das ist aber auch bei unserer Technologie nicht nötig. Wir können mit einem sehr niedrigen monatlichen Budget auskommen. Dabei sind die Dienstleistungen vergleichbar mit den Großen der Welt.
Im zweiten Teil des Exklusivinterviews am Montag nächster Woche erfahren Sie mehr über die Zukunftspläne und Übernahmespekulationen bei FUSA Capital. Seien Sie also gespannt!
Ihre Trading INSIDER Redaktion
FUSA Capital
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