Deka-Gruppe: Nettomittelzufluss bei Publikumfonds geht drastisch zurück
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deka-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2001 mit 1,9 Mrd. Euro einen weitaus geringeren Nettomittelzufluss bei den Publikumfonds verzeichnet als im Vorjahr mit 10,9 Mrd. Euro. Neben diesem eigenen Neugeschäft erzielte die Deka-Gruppe nach eigener Auskunft durch Umsetzung ihrer internationalen Kooperationen einen zusätzlichen Nettoabsatz von 1,5 Mrd. Euro. Ziel der Kooperationsen mit Partnern wie J.P. Morgan, Lombard Odier oder Swissca sei die Erweiterung der Produktpalette, sagte Manfred Zaß, Vorsitzender des Vorstandes der DGZ DekaBank, am Mittwoch in Frankfurt.
Das in den Publikumfonds der Deka-Gruppe verwaltete Vermögen belief sich Ende Juni den Angaben zufolge auf 83,5 Mrd. Euro (Jahresultimo: 86,6 Mrd. Euro), davon entfielen 44,8 Mrd. Euro auf Aktienfonds. "Die hohe Aktienquote von 62 Prozent der Wertpapier-Publikumfonds hat unsere Volumenentwicklung in schwachen Börsenphasen naturgemäß besonders beeinträchtigt", sagte Zaß.
POPULARITÄT DER GELDMARKTFONDS SCHLÄGT NUR UNTERDURCHSCHNITTLICH ZU BUCHE
Hinzu komme, dass die aktuelle Popularität der Geldmarktfonds nur unterdurchschnittlich zu Buche schlage, da die Kunden der Deka-Gruppe ihr Geld traditionell stärker in Einlagenprodukte der Sparkassen investierten, erläuterte der Vorstandschef. "Ich will das nicht kritisieren. Wir sind kein Konzern, sondern ein Verbund - und das ist auch gut so", fügte er hinzu. Weiterer Hauptabsatzträger waren die Dachfonds mit einem Nettomittelaufkommen von 1,6 Mrd. Euro.
AUF DEN HARTEN BODEN DER REALITÄT ZURÜCKGEKEHRT
Die Absatzentwicklung des Gesamtmarktes in absoluten Zahlen zeige deutlich, dass die Börsen, Anleger und damit auch die erfolgsverwöhnte Investmentbranche wieder auf den harten Boden der Realität zurückgekehrt seien. "Ich halte es auch für vermessen zu glauben, mit einem Aufschwung der Märkte wäre die außergewöhnliche Erfolgsstory der vergangenen beiden Jahre nahtlos fortzuschreiben", sagte Zaß.
AUSBLICK FÜR ZWEITES HALBJAHR 2001 - AUFSCHWUNG AN DEN BÖRSEN AB HERBST DENKBAR
Im zweiten Halbjahr 2001 werde der Nettomittelzufluss bei den Publikumfonds im schlimmsten Fall auf dem jetzigen Niveau verharren, sagte Osvin Nöller, Leiter Marketing und Vertrieb.
Horst Zirener, Vorstandsvorsitzender der Deka Kapitalanlage, rechnet damit, dass es frühestens im Herbst dieses Jahres an den Börsen wieder aufwärts geht. "Wir hoffen, dass die Maßnahmen der US-Notenbank in einer Zeitspanne von sechs bis neun Monaten greifen werden, sagte Zirener. "Bisher war das in acht von zehn Fällen so gewesen." Hinzu komme, dass die US-Regierung die Steuern gesenkt habe, so dass insgesamt eine gute fundamentale Grundlage für einen Aufschwung gegeben sei. Auch aus Sicht der Chartanalyse sei eine Belebung der Aktienmärkte ab Herbst denkbar./ms/hi
18.07. - 14:10 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deka-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2001 mit 1,9 Mrd. Euro einen weitaus geringeren Nettomittelzufluss bei den Publikumfonds verzeichnet als im Vorjahr mit 10,9 Mrd. Euro. Neben diesem eigenen Neugeschäft erzielte die Deka-Gruppe nach eigener Auskunft durch Umsetzung ihrer internationalen Kooperationen einen zusätzlichen Nettoabsatz von 1,5 Mrd. Euro. Ziel der Kooperationsen mit Partnern wie J.P. Morgan, Lombard Odier oder Swissca sei die Erweiterung der Produktpalette, sagte Manfred Zaß, Vorsitzender des Vorstandes der DGZ DekaBank, am Mittwoch in Frankfurt.
Das in den Publikumfonds der Deka-Gruppe verwaltete Vermögen belief sich Ende Juni den Angaben zufolge auf 83,5 Mrd. Euro (Jahresultimo: 86,6 Mrd. Euro), davon entfielen 44,8 Mrd. Euro auf Aktienfonds. "Die hohe Aktienquote von 62 Prozent der Wertpapier-Publikumfonds hat unsere Volumenentwicklung in schwachen Börsenphasen naturgemäß besonders beeinträchtigt", sagte Zaß.
POPULARITÄT DER GELDMARKTFONDS SCHLÄGT NUR UNTERDURCHSCHNITTLICH ZU BUCHE
Hinzu komme, dass die aktuelle Popularität der Geldmarktfonds nur unterdurchschnittlich zu Buche schlage, da die Kunden der Deka-Gruppe ihr Geld traditionell stärker in Einlagenprodukte der Sparkassen investierten, erläuterte der Vorstandschef. "Ich will das nicht kritisieren. Wir sind kein Konzern, sondern ein Verbund - und das ist auch gut so", fügte er hinzu. Weiterer Hauptabsatzträger waren die Dachfonds mit einem Nettomittelaufkommen von 1,6 Mrd. Euro.
AUF DEN HARTEN BODEN DER REALITÄT ZURÜCKGEKEHRT
Die Absatzentwicklung des Gesamtmarktes in absoluten Zahlen zeige deutlich, dass die Börsen, Anleger und damit auch die erfolgsverwöhnte Investmentbranche wieder auf den harten Boden der Realität zurückgekehrt seien. "Ich halte es auch für vermessen zu glauben, mit einem Aufschwung der Märkte wäre die außergewöhnliche Erfolgsstory der vergangenen beiden Jahre nahtlos fortzuschreiben", sagte Zaß.
AUSBLICK FÜR ZWEITES HALBJAHR 2001 - AUFSCHWUNG AN DEN BÖRSEN AB HERBST DENKBAR
Im zweiten Halbjahr 2001 werde der Nettomittelzufluss bei den Publikumfonds im schlimmsten Fall auf dem jetzigen Niveau verharren, sagte Osvin Nöller, Leiter Marketing und Vertrieb.
Horst Zirener, Vorstandsvorsitzender der Deka Kapitalanlage, rechnet damit, dass es frühestens im Herbst dieses Jahres an den Börsen wieder aufwärts geht. "Wir hoffen, dass die Maßnahmen der US-Notenbank in einer Zeitspanne von sechs bis neun Monaten greifen werden, sagte Zirener. "Bisher war das in acht von zehn Fällen so gewesen." Hinzu komme, dass die US-Regierung die Steuern gesenkt habe, so dass insgesamt eine gute fundamentale Grundlage für einen Aufschwung gegeben sei. Auch aus Sicht der Chartanalyse sei eine Belebung der Aktienmärkte ab Herbst denkbar./ms/hi
18.07. - 14:10 Uhr