WOLFRATSHAUSEN (GoingPublic) - Angesichts der inzwischen 16monatigen Baisse an den High Tech-Börsen liegen die Nerven bei den Aktionären blank. Weitere Kursverluste werden allgemein befürchtet.
Wie die ganz überwiegende Zahl der Anleger handelt, ist allgemein bekannt: Prozyklisch. Das heißt, die meisten Aktionäre kaufen bei steigenden Kursen und verkaufen bei fallenden Kursen. Aber daraus ist den Anlegern keinen Vorwurf zu machen, denn die "Experten" - also Analysten und Journalisten - geben wiederum selbst prozyklische Analysen heraus.
So verwundert es kaum, dass bei steigenden Kursen die Masse der Anleger weiter steigende Kurse erwartet, oder wie zur Zeit, bei fallenden Kursen weiter fallende Kurse.
Gerade die Entwicklung am Neuen Markt hält die Gemüter in Atem. Inzwischen machen Horror-Szenarien von einem Nemax-Stand unter 1.000 Punkten an bundesdeutschen Börsen-Stammtischen die Runde. Eine fragwürdige Theorie. dass angesichts eines 86 %igen Verlustes beim Index in nur 16 Monaten die Bullen nicht mehr regieren, ist klar. Jetzt sollen die 1.000 Punkte nach unten fallen. Das würde einem Verlust von weiteren 16 % entsprechen.
Doch meistens kommt es an der Börse anders, als die Mehrheit denkt. Denn wenn alle Anleger von weiteren Verlusten ausgehen, welche "zittrigen Hände" halten dann noch Aktien, die bei 1.000 Punkten auf den Markt geworfen würden? Zudem ist die Zahl 1.000 kein Ergebnis fundamentaler oder charttechnischer Analysen. Sie stellt einfach eine psychologische Marke dar.
Nicht viele Leser dieser Kolumne werden sich an die Reaktion deutscher Aktienmärkte auf die Grenzöffnung im Osten erinnern. Auch damals gab es eine Börsenphase, in der heftigst über das Erreichen einer wichtigen psychologischen Index-Marke diskutiert wurde. Ende 1989 überschritt der Dax erstmals die Marke von 1.600 Punkten, dann die 1.700, die 1.800 und die 1.900. Praktisch die gesamte Financial Community diskutierte nur noch über ein Thema: Wann wird die Marke von 2.000 Punkten fallen? Am 3. April 1990 erreichte der Dax dann sein Zwischenhoch bei 1.968 Zählern. Damit drehte das deutsche Börsenbarometer nur 1,6 % (!!!) vor dem Überschreiten der Marke, von der alle ausgingen. Denn die Anleger kauften bei 1.600 in Erwartung steigender Kurse und auch bei 1.700, bei 1.800 und 1.900. Der Dax konnte die 2.000 nicht mehr überspringen, weil schon alle bullischen Anleger investiert waren.
Bis zum Unterschreiten von 1.000 Punkten beim Nemax sind wir heute noch rund 16 % entfernt, doch die Luft nach unten dürfte dünner werden, da viele "zittrigen Hände" bereits verkauft haben.
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Die GoingPublic-Kolumne ist ein Service des GoingPublic Magazins, Deutschlands führendem Börsenmagazin zu Neuemissionen und Neuer Markt. Bezogen werden kann das Magazin unter www.goingpublic.de. GoingPublic ist allein für die Inhalte der Kolumne verantwortlich. Informationen zu einzelnen Unternehmen stellen keine Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Aktien dar. Die Kolumne erscheint in Zusammenarbeit mit dpa-AFX./bw/
Wie die ganz überwiegende Zahl der Anleger handelt, ist allgemein bekannt: Prozyklisch. Das heißt, die meisten Aktionäre kaufen bei steigenden Kursen und verkaufen bei fallenden Kursen. Aber daraus ist den Anlegern keinen Vorwurf zu machen, denn die "Experten" - also Analysten und Journalisten - geben wiederum selbst prozyklische Analysen heraus.
So verwundert es kaum, dass bei steigenden Kursen die Masse der Anleger weiter steigende Kurse erwartet, oder wie zur Zeit, bei fallenden Kursen weiter fallende Kurse.
Gerade die Entwicklung am Neuen Markt hält die Gemüter in Atem. Inzwischen machen Horror-Szenarien von einem Nemax-Stand unter 1.000 Punkten an bundesdeutschen Börsen-Stammtischen die Runde. Eine fragwürdige Theorie. dass angesichts eines 86 %igen Verlustes beim Index in nur 16 Monaten die Bullen nicht mehr regieren, ist klar. Jetzt sollen die 1.000 Punkte nach unten fallen. Das würde einem Verlust von weiteren 16 % entsprechen.
Doch meistens kommt es an der Börse anders, als die Mehrheit denkt. Denn wenn alle Anleger von weiteren Verlusten ausgehen, welche "zittrigen Hände" halten dann noch Aktien, die bei 1.000 Punkten auf den Markt geworfen würden? Zudem ist die Zahl 1.000 kein Ergebnis fundamentaler oder charttechnischer Analysen. Sie stellt einfach eine psychologische Marke dar.
Nicht viele Leser dieser Kolumne werden sich an die Reaktion deutscher Aktienmärkte auf die Grenzöffnung im Osten erinnern. Auch damals gab es eine Börsenphase, in der heftigst über das Erreichen einer wichtigen psychologischen Index-Marke diskutiert wurde. Ende 1989 überschritt der Dax erstmals die Marke von 1.600 Punkten, dann die 1.700, die 1.800 und die 1.900. Praktisch die gesamte Financial Community diskutierte nur noch über ein Thema: Wann wird die Marke von 2.000 Punkten fallen? Am 3. April 1990 erreichte der Dax dann sein Zwischenhoch bei 1.968 Zählern. Damit drehte das deutsche Börsenbarometer nur 1,6 % (!!!) vor dem Überschreiten der Marke, von der alle ausgingen. Denn die Anleger kauften bei 1.600 in Erwartung steigender Kurse und auch bei 1.700, bei 1.800 und 1.900. Der Dax konnte die 2.000 nicht mehr überspringen, weil schon alle bullischen Anleger investiert waren.
Bis zum Unterschreiten von 1.000 Punkten beim Nemax sind wir heute noch rund 16 % entfernt, doch die Luft nach unten dürfte dünner werden, da viele "zittrigen Hände" bereits verkauft haben.
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