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NEL, der Wasserstoffplayer aus Norwegen


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na_sowas:

NEL, der Wasserstoffplayer aus Norwegen

103
01.05.19 10:58
Die Vision:
Generationen mit sauberer Energie für immer zu stärken, ist die Vision von Nel. Unsere Technologie ermöglicht Menschen und Unternehmen die tägliche Nutzung von Wasserstoff, dem am häufigsten vorkommenden Element des Universums.

Das Geschäft:
Nel ist ein globales, engagiertes Wasserstoffunternehmen, das optimale Lösungen für die Herstellung, Speicherung und Verteilung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien liefert. Wir bedienen Industrie-, Energie- und Gasunternehmen mit führender Wasserstofftechnologie. Seit der Gründung im Jahr 1927 hat Nel eine stolze Geschichte in der Entwicklung und kontinuierlichen Verbesserung von Wasserstoffanlagen. Unsere Wasserstofflösungen decken die gesamte Wertschöpfungskette von der Wasserstofferzeugungstechnologie bis zur Herstellung von Wasserstofftankstellen ab und bieten allen Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen die gleiche schnelle Kraftstoffversorgung und Reichweite wie herkömmliche Fahrzeuge.

Warum wir glauben, dass erneuerbarer Wasserstoff in Zukunft die Nummer 1 sein wird:

- Die Welt braucht einen neuen Energieträger, um Öl und Gas zu ersetzen
- Wasserstoff ist das Element mit der höchsten Energiedichte
- Durch Elektrolyse kann Wasserstoff aus Wasser und erneuerbarer Energie erzeugt werden
- Der Zugang zu erneuerbaren Energien ist praktisch unbegrenzt
- Die Stromnetze sind nicht in der Lage, den gesamten zukünftigen Energiebedarf alleine zu decken
- Die Nachfrage nach stabiler Energieversorgung weicht generell von der schwankenden Erzeugung erneuerbarer Energien ab
- Die Einführung erneuerbarer Energien in großem Maßstab ist von Energiespeicherlösungen abhängig.


Auf eine sachliche Diskussion rund um NEL,  Nikola und Wasserstoff, gepaart mit reichlich wertvollen Infos.  
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Berliner_:

DerCEO

 
12.08.26 16:40
Also das Ganze erinnert nur noch an die Steinhoff-Abzocke und wenn ich Lichts Posts lese, muss ich an dool und sein YT Geschrei denken: "wir werden kämpfen und die Shorties fertig machen"
Antworten
Berliner_:

ach wie schön

 
12.08.26 16:41
hatte dein Post #57546 nicht gelesen aber die gleichen Gedanken gehabt!  
Antworten
Investor Global:

NEL

 
12.08.26 17:01
Was hier aber noch fehlt, ist ein "Dirty Jack", der die vor den Augen der Aktionäre, versteckten Gelder aufspürt.

Erst dann ist NEL komplett und die Rakete kann starten.  :-)
Antworten
Berliner_:

IG

 
12.08.26 17:16

Der Fall nel wäre für DJ viel zu simpel! Steinhoff war im Vergleich zu nel mega kompliziert. Hier ist es eigentlich ganz einfach, nel bekommt kaum Aufträge, vermutlich auch, weil man preislich gegen die internationale Konkurrenz zunehmend schlecht aussieht. Konkurrenz gibt es inzwischen mehr als genug, und Wasserstoff ist aufgrund seiner Eigenschaften nun mal kein völlig unproblematischer Energieträger.

Dazu kommt, nel ist ein kleines kaum bekanntes regionales norwegisches Unternehmen, das international gegen ganz andere Kaliber antreten muss. Selbst der eigene CEO hat nel inzwischen freiwillig verlassen, nach Jahren, in denen das Unternehmen immer wieder auf das Kapital seiner Investoren und Kapitalerhöhungen  angewiesen war.

Und dann sind da noch die chinesischen Hersteller, technologisch längst sehr weit, enorme Produktionskapazitäten, aggressivere Preise und sehr kundenfreundlich und  kundenorientiert. Gegen solche Konkurrenz muss nel erst einmal bestehen.

Für mich sieht das weiterhin alles andere als gut aus...

Antworten
RichiRich1:

Es

 
12.08.26 17:28
DerCEO
Also das Ganze erinnert nur noch an die Steinhoff-Abzocke und wenn ich Lichts Posts lese, muss ich an dool und sein YT Geschrei denken: "wir werden kämpfen und die Shorties fertig machen"
Berliner_, 12.08.26 16:40
Wäre köstlich wenn sich DOOL auch zu Nel äußern würde...
Antworten
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#57552

51Mio:

Nö Herr Licht

 
12.08.26 18:57
Bei Longsktionären geht es um größere Gier und mehr Geld. Meinst du ich bin doof und kann nicht rechnen. EK unter 20cent, raus bei über 30 Cent, macht mindestens 50%. Bin Long weil ich mehr will. Nenne es Gier nach mehr Geld.
Antworten
Investor Global:

CEO - NEL

 
12.08.26 19:55
Ja die Gier bei NEL ist sehr schlimm.

Da übersieht man das Geld verdienen, selbst wenn es einem auf dem Silbertablett, präsentiert wird, sehr schnell.
Aber so ist es wenn man nur NEL im Kopf hat.

Wir erinnern uns ? Zwei Werte nur für Schulungszwecke eingestellt von mir.

"Astronics"  gekauft 10.08.   21:32 Uhr. Verkauft gerade eben mit 13,73 % Gewinn.

Nix für NEL Aktionäre. EK Aktie liegt ja auch bei 335,95 NEL Aktien.

Ich finde es angebracht in NEL Währung zu rechnen. CEO, war eine gute Idee von dir. :-)



Antworten
Licht313:

NEL-Kursbewegung Top.

 
01:09
NEL-Kurs Bewegung Top.
Aus meiner Sicht sehen die Kursbewegungen für uns Long-Aktionäre bei NEL-ASA Fantastisch aus. Shortis sind zu schwach, um gegen den positiven Trend der Long-Aktionäre, gegen zu halten, um unseren NEL-Kurs zu senken. Den Shortis fehlen die 8% bis 9% Positionierte Leih-Aktien, die die Großbanken von den NEL-Börsenplätze abgezogen haben. --Weil die Banken kein Geld mehr bei NEL verdienen können. -- Bloß die Restgruppe an Shortis, die hier seit Jahren in unser Forum agieren und die bei Steinhoff und Wirecard, schon Geld verloren haben, werden nicht schlau. Durch den täglichen Kauf von NEL-Aktien durch Long-Aktionäre und Neueinsteiger, steigt und stabilisiert sich unsere NEL-ASA Aktie im Kurs und der Countdown zur Rally läuft sehr gut.
Licht313
Antworten
Grish:

@51Mio

 
08:58
Du bist ja auch kein lichtscher Nel-Aktionär. Der lichtsche Nel-Aktionär kauft Aktien, um damit seinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Gewissermaßen der Ablasshandel der modernen Zeit. Wenn du Nel-Aktien hast macht auch die Fernreise wieder unbeschwert Spaß ;-) Außer natürlich man ist mit seinen Nel Aktien in den Miesen (also fast immer). Dann greift Panik um sich und sobald die Aktie kurz grün wird, steigt der lichtsche Nel-Aktionär aus, weil er Angst hat, dass er doch irgendwann der Frau beichten muss, dass er an der Börse Haus und Hof verzockt hat ;-)

Ich glaube übrigens inzwischen, dass die Leuchte seine Beiträge selber meldet, um sich wichtiger zu fühlen. Ausschließen kann man bei ihm jedenfalls nichts, egal wie durchgedreht es klingt ;-)
Antworten
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#57557

51Mio:

Umweltschutz

2
09:59
Das ist Privatsache, da braucht es keine Aktienkäufe bei einer bestehenden börsennotierten Firma.

@Investor Global: Nee, Nel ist nicht der einzige Wert im Depot. Meine Gewinne und evtl. Verluste sind Privatsache.
Bei Nel sehe ich das Potential für die alte Stärke. Es ist eine Geduldssache, laut Bericht (Quelle Quartalsberichte) sind sie in Feed Status bei Projekten mit mehr als 500MW Kapazität, plus Projekte an den Saipem und die Samsungs beteiligt sind. Lass davon 200 MW wahr werden. Dann spricht keiner mehr von 20 Cent.

Antworten
DerCEO:

@51mio

 
10:17
Da gebe ich dir zu 100% recht.
Wenn man bedenkt, dass nel mit ihren tollen Aufträgen regelmäßig Verluste einfahren, dann würde bei genügend Aufträgen und Umsatz tatsächlich keiner mehr von 20 Cent sprechen.
Dann wären wir ganz schnell im Bereich von 10 Cent.
Antworten
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#57560

DerCEO:

Keine Chance für wasserstoffautos

 
14:24
Wer nel heute noch mit der großen Zukunft des Wasserstoffautos begründet, sollte sich die Entwicklung der letzten zehn Jahre ansehen. Für mich ist dieses Rennen im Pkw Bereich praktisch entschieden. Nicht weil Brennstoffzellen technisch nicht funktionieren, sondern weil die Alternative längst wirtschaftlich und infrastrukturell davongezogen ist.
2025 wurden weltweit mehr als 20 Millionen Elektroautos verkauft. Damit war bereits rund jedes vierte verkaufte Auto elektrisch. Die IEA beschreibt inzwischen einen globalen Massenmarkt für batterieelektrische Fahrzeuge. Wasserstoff Pkw spielen dagegen selbst in den Statistiken kaum noch eine wahrnehmbare Rolle.
Besonders deutlich wird das in Europa. Allein in der EU wurden 2025 rund 1,88 Millionen reine Batterieautos neu zugelassen. Marktanteil 17,4 Prozent. Gleichzeitig stellt die Gemeinsame Forschungsstelle der EU fest, dass das Wachstum der Brennstoffzellen Pkw in Europa praktisch zum Stillstand gekommen ist. Nach starkem Wachstum in früheren Jahren waren die Zulassungen 2023 nahezu unverändert und legten 2024 nur noch rund 7 Prozent zu.

Das Grundproblem lässt sich auch nicht einfach mit mehr Förderung lösen. Für ein Batterieauto wird Strom geladen und anschließend im Elektromotor genutzt. Beim Wasserstoffauto muss Strom zunächst zur Herstellung von Wasserstoff eingesetzt werden. Danach muss dieser Wasserstoff aufbereitet, komprimiert, transportiert und gespeichert werden. Im Fahrzeug wird daraus über eine Brennstoffzelle wieder Strom erzeugt. Man baut also eine zusätzliche Energieumwandlung und eine komplett neue Versorgungsinfrastruktur zwischen Kraftwerk und Elektromotor ein. Genau diese zusätzliche Komplexität muss am Ende jemand bezahlen.

Und während beim Elektroauto inzwischen praktisch überall Ladeinfrastruktur aufgebaut wird, passiert beim Wasserstoff Pkw teilweise das Gegenteil. H2 Mobility kündigte in Deutschland die Stilllegung älterer 700 bar Tankstellen an, die ursprünglich speziell für Pkw errichtet worden waren. Der Betreiber richtet seine Investitionen zunehmend auf Nutzfahrzeuge aus. Anfang 2026 gab es in Deutschland nur noch rund 50 öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen, gegenüber mehr als 80 zwei Jahre zuvor.

Noch deutlicher war die Entwicklung in Kalifornien, einem der wichtigsten Versuchsmärkte für Wasserstoffautos. Shell zog sich aus dem Tankstellengeschäft für leichte Brennstoffzellenfahrzeuge zurück und schloss seine entsprechenden Stationen. Kalifornien hatte jahrelang enorme politische und finanzielle Unterstützung in diese Technologie gesteckt. Trotzdem waren 2024 dort nur rund 16.900 Wasserstofffahrzeuge registriert, gegenüber mehr als 1,5 Millionen batterieelektrischen Fahrzeugen.
Das vielleicht Interessanteste für Nel Aktionäre wird dabei gerne vergessen. Nel selbst hat sein Tankstellengeschäft bereits 2024 abgespalten. Die frühere Fueling Sparte wurde als Cavendish Hydrogen separat an die Börse gebracht. Nel bezeichnet sich seitdem ausdrücklich als reines Elektrolyseunternehmen. Wer also heute Wasserstoffautos als Argument für den Kauf von Nel Aktien verwendet, argumentiert mit einem Geschäftsfeld, das überhaupt nicht mehr zu Nel gehört.

Natürlich könnte nel theoretisch davon profitieren, wenn irgendwann große Mengen grünen Wasserstoffs für den Verkehrssektor produziert werden. Aber selbst dort verschiebt sich die Hoffnung zunehmend weg vom normalen Pkw und hin zu Lkw, Bussen und anderen Anwendungen. Und selbst bei schweren Nutzfahrzeugen ist keineswegs entschieden, dass Wasserstoff gegen Batterieantriebe gewinnen wird.

Das eigentliche nel Problem ist deshalb viel größer als die Frage nach Wasserstoffautos. Der Konzern muss beweisen, dass mit Elektrolyseuren dauerhaft Geld verdient werden kann. Die aktuellen Zahlen liefern dafür weiterhin keinen Beweis. Im zweiten Quartal 2026 sank der Umsatz aus Kundenverträgen gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 153 Millionen NOK. Das EBITDA lag bei minus 155 Millionen NOK und der Nettoverlust bei 189 Millionen NOK. Der Auftragsbestand lag mit 1,213 Milliarden NOK trotz der jüngsten Verbesserung noch 3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Bargeldbestand sank innerhalb eines Jahres von 1,928 Milliarden auf 1,328 Milliarden NOK.

Das ist für mich der entscheidende Punkt. Seit Jahren hört man vom kommenden wasserstoffhochlauf. Währenddessen wurden Batterieautos zum Massenprodukt, Ladeinfrastruktur wird weltweit aufgebaut und selbst Betreiber von wasserstofftankstellen ziehen sich aus dem Pkw Markt zurück oder konzentrieren sich auf Nutzfahrzeuge.

wasserstoff wird deshalb nicht verschwinden. Für Raffinerien, Chemie, Stahl, Ammoniak und möglicherweise bestimmte Bereiche des Schwerverkehrs kann er vielleicht wichtig werden. Aber daraus abzuleiten, dass irgendwann Millionen wasserstoffautos herumfahren und nel automatisch zu den großen Gewinnern gehört, halte ich inzwischen für eine Geschichte aus einer anderen Zeit.

Beim Pkw hat die Batterie einen Vorsprung aufgebaut, den wasserstoff meiner Ansicht nach nicht mehr einholen wird. Und für nel bedeutet das, dass eine der früher häufig genannten großen wasserstoffvisionen als Investmentargument praktisch gestrichen werden kann.

Quellen

IEA Global EV Outlook 2026
www.iea.org/reports/...v-outlook-2026/trends-in-electric-cars

ACEA Neuzulassungen 2025
www.acea.auto/pc-registrations/...electric-17-4-market-share/

EU Joint Research Centre zur Brennstoffzellentechnologie
publications.jrc.ec.europa.eu/repository/.../JRC144322_01.pdf

US Department of Energy Alternative Fuels Data Center
afdc.energy.gov/states/CA

H2 Mobility zur Stilllegung von Pkw Tankstellen
h2.live/en/news/3680/

Nel zur Abspaltung der Fueling Sparte
nelhydrogen.com/press-release/...icated-electrolyser-company/

Nel Q2 2026
nelhydrogen.com/press-release/...rter-2026-financial-results/

IEA Global EV Data Explorer
www.iea.org/data-and-statistics/...ls/global-ev-data-explorer
Antworten
chrischek:

DerCEO #57561 - Korrekte Analyse

 
15:26
Mittlerweile scheint es für H2 nur noch wenige Anwendungsfelder zu geben.
- Speichermedium für Strom, der von Sonne und Wind produziert, aber nicht abgenommen wurde
- Schiffsmobilität
- Schwerlastverkehr (sofern eine zukünftige Batterietechnologie nicht wirtschaftlicher ist)
- Düngemittel
- chemische Industrie

Daraus resultiert ein wesentlich kleinerer Markt mit wesentlich weniger Nachfrage, resp. Umsatz.
Die von anderen Nutzern, richtigerweise aufgeführte Konkurrenz aus Asien stellt für Nel eine zusätzliche Herausforderung dar.
Antworten
DerCEO:

Tja...

 
15:42
...wasserstoff war einfach eine lustige Modeerscheinung.
In Österreich hat ja auch unser Kanzler davon geschwärmt, dass Österreich jetzt zur wasserstoffnation wird.
Natürlich aus reiner Überzeugung, und nicht weil ihn irgendwelche großen Firmen in diese Richtung beeinflusst haben...
Die hatten halt Panik, dass sie ihre Tankstellen und Pipelines verschrotten können, und haben deshalb die Uralttechnik "wasserstoff" als Alternative zum ÖL entdeckt.
Blöd halt nur, dass Elon MUSK mit dem Thema Schlitten gefahren ist, und wir heute zum GLÜCK EAutos und Batterien haben.
Und nein, Österreich wurde natürlich NICHT zur wasserstoff Nation, ganz im Gegenteil. Alle Projekte wurden eingestampft, und es sind auch keine neuen geplant.

Und zurück blieben die cats und lichts, die auf den Schwachsinn reingefallen sind, und jetzt auf den großen Geldregen warten, der ihnen seit mittlerweile fast einem Jahrzehnt versprochen wird.  
Antworten
Gelöschter Beitrag. Einblenden »
#57564

Gelöschter Beitrag. Einblenden »
#57565

DerCEO:

Es gibts übrigens...

 
16:42
...eine Faustregel an der Börse: Wenn der Kurs deines "Investements" auf die dritte Kommastelle berechnet wird, dann ist es kein Investment, sondern ein wertloser Zock, der vermutlich im Totalverlust endet.
Antworten
RichiRich1:

CEO

 
18:34
Keine Chance für wasserstoffautos
Wer nel heute noch mit der großen Zukunft des Wasserstoffautos begründet, sollte sich die Entwicklung der letzten zehn Jahre ansehen. Für mich ist dieses Rennen im Pkw Bereich praktisch entschieden. Nicht weil Brennstoffzellen technisch nicht funktionieren, sondern weil die Alternative längst wirtschaftlich und infrastrukturell davongezogen ist.
2025 wurden weltweit mehr als 20 Millionen Elektroautos verkauft. Damit war bereits rund jedes vierte verkaufte Auto elektrisch. Die IEA beschreibt inzwischen einen globalen Massenmarkt für batterieelektrische Fahrzeuge. Wasserstoff Pkw spielen dagegen selbst in den Statistiken kaum noch eine wahrnehmbare Rolle.
Besonders deutlich wird das in Europa. Allein in der EU wurden 2025 rund 1,88 Millionen reine Batterieautos neu zugelassen. Marktanteil 17,4 Prozent. Gleichzeitig stellt die Gemeinsame Forschungsstelle der EU fest, dass das Wachstum der Brennstoffzellen Pkw in Europa praktisch zum Stillstand gekommen ist. Nach starkem Wachstum in früheren Jahren waren die Zulassungen 2023 nahezu unverändert und legten 2024 nur noch rund 7 Prozent zu.

Das Grundproblem lässt sich auch nicht einfach mit mehr Förderung lösen. Für ein Batterieauto wird Strom geladen und anschließend im Elektromotor genutzt. Beim Wasserstoffauto muss Strom zunächst zur Herstellung von Wasserstoff eingesetzt werden. Danach muss dieser Wasserstoff aufbereitet, komprimiert, transportiert und gespeichert werden. Im Fahrzeug wird daraus über eine Brennstoffzelle wieder Strom erzeugt. Man baut also eine zusätzliche Energieumwandlung und eine komplett neue Versorgungsinfrastruktur zwischen Kraftwerk und Elektromotor ein. Genau diese zusätzliche Komplexität muss am Ende jemand bezahlen.
Und während beim Elektroauto inzwischen praktisch überall Ladeinfrastruktur aufgebaut wird, passiert beim Wasserstoff Pkw teilweise das Gegenteil. H2 Mobility kündigte in Deutschland die Stilllegung älterer 700 bar Tankstellen an, die ursprünglich speziell für Pkw errichtet worden waren. Der Betreiber richtet seine Investitionen zunehmend auf Nutzfahrzeuge aus. Anfang 2026 gab es in Deutschland nur noch rund 50 öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen, gegenüber mehr als 80 zwei Jahre zuvor.

Noch deutlicher war die Entwicklung in Kalifornien, einem der wichtigsten Versuchsmärkte für Wasserstoffautos. Shell zog sich aus dem Tankstellengeschäft für leichte Brennstoffzellenfahrzeuge zurück und schloss seine entsprechenden Stationen. Kalifornien hatte jahrelang enorme politische und finanzielle Unterstützung in diese Technologie gesteckt. Trotzdem waren 2024 dort nur rund 16.900 Wasserstofffahrzeuge registriert, gegenüber mehr als 1,5 Millionen batterieelektrischen Fahrzeugen.
Das vielleicht Interessanteste für Nel Aktionäre wird dabei gerne vergessen. Nel selbst hat sein Tankstellengeschäft bereits 2024 abgespalten. Die frühere Fueling Sparte wurde als Cavendish Hydrogen separat an die Börse gebracht. Nel bezeichnet sich seitdem ausdrücklich als reines Elektrolyseunternehmen. Wer also heute Wasserstoffautos als Argument für den Kauf von Nel Aktien verwendet, argumentiert mit einem Geschäftsfeld, das überhaupt nicht mehr zu Nel gehört.

Natürlich könnte nel theoretisch davon profitieren, wenn irgendwann große Mengen grünen Wasserstoffs für den Verkehrssektor produziert werden. Aber selbst dort verschiebt sich die Hoffnung zunehmend weg vom normalen Pkw und hin zu Lkw, Bussen und anderen Anwendungen. Und selbst bei schweren Nutzfahrzeugen ist keineswegs entschieden, dass Wasserstoff gegen Batterieantriebe gewinnen wird.

Das eigentliche nel Problem ist deshalb viel größer als die Frage nach Wasserstoffautos. Der Konzern muss beweisen, dass mit Elektrolyseuren dauerhaft Geld verdient werden kann. Die aktuellen Zahlen liefern dafür weiterhin keinen Beweis. Im zweiten Quartal 2026 sank der Umsatz aus Kundenverträgen gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 153 Millionen NOK. Das EBITDA lag bei minus 155 Millionen NOK und der Nettoverlust bei 189 Millionen NOK. Der Auftragsbestand lag mit 1,213 Milliarden NOK trotz der jüngsten Verbesserung noch 3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Bargeldbestand sank innerhalb eines Jahres von 1,928 Milliarden auf 1,328 Milliarden NOK.

Das ist für mich der entscheidende Punkt. Seit Jahren hört man vom kommenden wasserstoffhochlauf. Währenddessen wurden Batterieautos zum Massenprodukt, Ladeinfrastruktur wird weltweit aufgebaut und selbst Betreiber von wasserstofftankstellen ziehen sich aus dem Pkw Markt zurück oder konzentrieren sich auf Nutzfahrzeuge.

wasserstoff wird deshalb nicht verschwinden. Für Raffinerien, Chemie, Stahl, Ammoniak und möglicherweise bestimmte Bereiche des Schwerverkehrs kann er vielleicht wichtig werden. Aber daraus abzuleiten, dass irgendwann Millionen wasserstoffautos herumfahren und nel automatisch zu den großen Gewinnern gehört, halte ich inzwischen für eine Geschichte aus einer anderen Zeit.

Beim Pkw hat die Batterie einen Vorsprung aufgebaut, den wasserstoff meiner Ansicht nach nicht mehr einholen wird. Und für nel bedeutet das, dass eine der früher häufig genannten großen wasserstoffvisionen als Investmentargument praktisch gestrichen werden kann.

Quellen

IEA Global EV Outlook 2026
https://www.iea.org/reports/...v-outlook-2026/trends-in-electric-cars

ACEA Neuzulassungen 2025
https://www.acea.auto/pc-registrations/...electric-17-4-market-share/

EU Joint Research Centre zur Brennstoffzellentechnologie
https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/.../JRC144322_01.pdf

US Department of Energy Alternative Fuels Data Center
https://afdc.energy.gov/states/CA

H2 Mobility zur Stilllegung von Pkw Tankstellen
https://h2.live/en/news/3680/

Nel zur Abspaltung der Fueling Sparte
https://nelhydrogen.com/press-release/...icated-electrolyser-company/

Nel Q2 2026
https://nelhydrogen.com/press-release/...rter-2026-financial-results/

IEA Global EV Data Explorer
https://www.iea.org/data-and-statistics/...ls/global-ev-data-explorer
DerCEO, heute 14:24
Sehe ich genauso. Kein Mensch braucht Wasserstoff.
Deshalb droht hier der Totalverlust.

Ende der Durchsage!!!
Antworten
RichiRich1:

R.I.P

 
18:35
Nel - Die Wasserstoffleiche
Antworten
TheCat:

Nerv getroffen :-)

 
18:55
Nur zur Info, wer Beiträge von bestimmten Usern nicht mehr Angezeigt haben möchte, kann diese unter EInstellungen sperren! :- )
Antworten
Investor Global:

NEL

 
22:22
Wenn die Katze mal was konstruktives zu NEL beisteuern würde, aber dazu wohl nicht in der Lage ist, spammt sie nur das Forum zu.

Da fehlt das fachliche Wissen. Unverkennbar.
Antworten
Investor Global:

NEL

 
22:28
The Cat and the Monkey, the Dream Team by Nel Wasserstoff
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