Micron schlägt Prognosen: Warum die Aktie trotzdem kaum zulegt
Ferdinand Hammer
Ferdinand Hammer
Ferdinand Hammer ist seit 2017 als Finanzjournalist tätig. Vor seinem Wechsel in den Börsenjournalismus arbeitete er unter anderem für das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seine Themenschwerpunkte sind ESG-Investments, US-Technologiewerte und E-Autoaktien.
Micron übertrifft mit Quartalszahlen und Ausblick die Erwartungen. Die Aktie bewegt sich nachbörslich dennoch kaum. Nach rund 500 Prozent Kursplus binnen eines Jahres hatte der Markt bereits viel vorweggenommen.
Für dich zusammengefasst:
Micron erzielte einen Umsatz von 54,23 Milliarden US-Dollar.
Der bereinigte Gewinn betrug 33,42 US-Dollar je Aktie.
Der Nettogewinn stieg von 3,2 auf 37,7 Milliarden US-Dollar.
Der KI-Boom beschert Micron kräftige Zuwächse. Im vierten Geschäftsquartal lagen der Umsatz und der bereinigte Gewinn je Aktie über den Erwartungen. An der Nasdaq gewann die Aktie nach Börsenschluss dennoch nur 0,37 Prozent auf 1.069,00 US-Dollar dazu. Binnen eines Jahres war der Kurs bereits um rund 500 Prozent gestiegen, entsprechend viel hatte der Markt also bereits vorweggenommen.
Micron setzte 54,23 Milliarden US-Dollar um, nach 11,32 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Die von LSEG erfassten Analysten hatten mit 51,07 Milliarden US-Dollar gerechnet. Bereinigt verdiente der Konzern 33,42 US-Dollar je Aktie und übertraf damit die Schätzung von 31,61 US-Dollar. Der Nettogewinn erhöhte sich von 3,2 auf 37,7 Milliarden US-Dollar.
Auch für das erste Geschäftsquartal liegen die Ziele über den Markterwartungen. Micron erwartet einen Umsatz von 61,5 Milliarden US-Dollar sowie einen bereinigten Gewinn von 38,15 US-Dollar je Aktie. Analysten rechneten hingegen mit 57 Milliarden US-Dollar bzw. 35,40 US-Dollar.
KI-Anwendungen benötigen so viel Speicher, dass die Hersteller die weltweite Nachfrage nicht bedienen können. Das knappe Angebot lässt die Preise steigen und verteuert auch Endgeräte wie Apples iPads und MacBooks.
Bei HBM (High Bandwidth Memory) ist Micron der einzige US-amerikanische Hersteller. Dieser Speicher mit hoher Bandbreite besteht aus gestapelten DRAM-Chips und wird von Nvidia und AMD für KI-Prozessoren verwendet. Im DRAM-Segment stiegen die Erlöse um 343 Prozent auf 39,8 Milliarden US-Dollar. Das waren 73 Prozent des Konzernumsatzes.
Gemeinsam mit Nvidia entwickelt Micron eine kundenspezifische HBM-Lösung. Zudem fließen 25 Milliarden US-Dollar in den Bau zweier neuer Produktionsstandorte. Als erster neuer Standort soll die Fabrik in Boise im Jahr 2027 die Produktion aufnehmen.
Hendi Susanto von Gabelli Funds erkennt bislang keine negativen Signale, die auf ein nahes Ende des Speicheraufschwungs hindeuten. Für Aktionäre bleibt entscheidend, wie lange Micron diese Wachstumsdynamik aufrechterhalten kann.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
DE000NB7E7A9 ,
DE000NB7QC15 ,
DE000NB7QSE6 ,
DE000NB6RTH7 ,
DE000NB63CJ1 ,
DE000NB63CG7 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
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