Napster geht wieder online


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Napster geht wieder online

 
10.01.02 21:37
Napster geht wieder online

Internet-Musiktauschbörse beginnt mit Test. Offizieller Start noch im ersten Quartal 2002

Von Dirk Nolde

Redwood City - Die Internet-Musiktauschbörse Napster ist wieder online. Das Unternehmen hat am Donnerstag mit einem Technologie-Test begonnen, an dem 20 000 Internet-Nutzer teilnehmen. Noch im ersten Quartal 2002 soll Napster dann allen Interessierten zur Verfügung stehen, sagte Napster-Chef Konrad Hilbers am Mittwochabend vor Journalisten. Spätestens im März soll der Dienst erst in den USA eingeführt werden, anschließend in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Die monatlichen Gebühren werden laut Hilbers zwischen fünf und zehn Dollar für 50 Musikstücke betragen. Der Dienst können in zwei bis drei Jahren profitabel werden, sagte Hilbers, auch wenn die Zahl der Nutzer deutlich geringer sein werde als zuvor. Bis 2003, so hatte Hilbers bei anderer Gelegenheit erklärt, könne der kostenpflichtige Napster-Service auf ein bis zwei Mio. Nutzer kommen.

Napster hatte zu seinen Hochzeiten bis zu 60 Mio. Nutzer, die mit einer speziellen Software vor allem Raubkopien von urheberrechtlich geschützter Musik im MP3-Format aus den Internet bezogen - kostenlos. Die Zahl der Napster-Nutzer nahm massiv ab, nachdem Musikkonzerne eine Reihe von Prozessen gegen das Unternehmen angestrengt hatten und das Musikangebot daraufhin drastisch reduziert wurde. Im Juli 2001 wurde der Musiktausch via Napster ganz eingestellt. Zuvor engagierte sich der deutsche Medienkonzern Bertelsmann bei Napster. Napster erhielt ein Darlehen von rund 60 Mio. Dollar. Außerdem kam Bertelsmann auch für Prozesskosten auf und übernahm weitere Aufwendungen. Nach Schätzungen hat Bertelsmann bislang mehr als 100 Mio. Dollar für Napster ausgegeben. Bertelsmann hat außerdem den Online-Musivertrieb Musicnet mitgegründet, potenzielle Konkurrenz für Napster. Auch bieten AOL, Yahoo und MSN bereits Musik-Abonnements an.

20 000 Test-Teilnehmer, ausgewählt aus zwei Millionen Bewerbern, werden nun sechs Wochen lang den neuen Napster- Service prüfen. Sie haben dabei Zugriff auf 110.000 Musiktitel, zumeist von Künstlern, die bei unabhängigen Musikunternehmen unter Vertrag sind. Mit den fünf großen Musikkonzernen der Welt - Sony Music, Warner Music, Bertelsmann Music Group (BMG), Emi und Universal - gibt es bislang keine Vereinbarung. Hilbers, der früher bei BMG war, sagte, er hoffe, dass entsprechende Verträge noch diese Woche geschlossen werden könnten.

Denn Napster wird nicht von den Internet-Diensten der Musikindustrie beliefert. Im vergangenen Herbst hatte Napster einen Vertrag mit Musicnet geschlossen. Hinter Musicnet stehen BMG, Warner, Emi und das Softwareunternehmen Real Networks. Die Übereinkunft hätte Napster allerdings dabei behindert, auch mit dem Musicnet-Konkurrenten Pressplay - gegründet von Sony und Universal - Vereinbarungen zu treffen. Hilbers will darum mit jedem einzelnen der großen Musikunternehmen Lizenzabkommen erreichen.

Napster wird Musik weiterhin auf Basis der Peer-to-peer- Technologie (P2P) vertreiben. Dies bedeutet, dass Kunden des Dienstes Musikstücke nicht nur von einem zentralen Computer (Server) aus erhalten, sondern auch auf die Computer anderer Napster-Nutzer zurückgreifen und sich von dort aus Titel herunter laden können. Hierdurch will Hilbers das alte Gemeinschaftsgefühl der Napster-Anhänger reaktivieren.

Um sicherzustellen, dass Napster nicht mehr zum Tausch von digitalen Musik-Raubkopien genutzt wird, hat das Unternehmen das .nap-Dateiformat entwickelt. Stücke im .nap-Format können nicht auf CDs gebrannt oder auf portable MP3-Abspielgeräte übertragen werden. Die Musikstücke werden an den jeweiligen PC gebunden sein, auf dem sie beim Herunterladen aus dem Netz gespeichert wurden. Die Titel können zwar weiter gegeben werden. Wer aber ein Stück abspielen will, muss Mitglied bei Napster sein, ansonsten wird die Musik blockiert.

Fragt sich nur wie lange es dauert,bis Napster wieder offline geht!

Gruß Kostolmoney


Jemand bereit,für Musik aus den Internet zu zahlen?
Antworten
9745400lopi:

uups!Aus" dem"Internet natürlich!:-)) o.T.

 
10.01.02 21:42
Antworten
Spiro:

Napster ist tot!!!

 
10.01.02 21:43
Kaum jemand wird für Musik im Internet zahlen.
Audiogalaxy zum Beispiel ist umsonst und wirds auch voraussichtlich bleiben. Für was also Geldbezahlen, wenn ichs auch umsonst bekomme?
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