Subj:
My Casino will die Expansion nach Nordeuropa
Date:
Thu, 3 Aug 2000 4:22:33 AM Eastern Daylight Time
From:
mail@wallstreet-online.de
My Casino will die Expansion nach Nordeuropa
My Casino ist wieder in aller Munde. Vorgestern veroffentlichte
w:o den ersten Teil eines Interview mit dem australischen
Unternehmen. ...Historie:
www.wallstreet-online.de/news/tradingnews/ws/news/0.94560.gen. Heute
nun der zweite Teil unseres
Korrespondenten in Kuala Lumpur, Thorsten Hoffmann.
Die Antworten zu
diesem Interview geben Geschäftsführer Gordon McIntosh (Australien),
Aufsichtsratsvorsitzender Andreas
Reitmeier (Wien) und Direktor Klaus Eckhof (Deutschland/Australien).
wallstreet-online: In welche Länder will MyCasino expandieren?
My
Casino: Wir bauen im Moment den Thai-Markt auf. Daneben
streben wir eine regionale Ausweitung nach Nordeuropa an, wo
wir uns ins Wettgeschäft einschalten wollen. Volle Konzentration gilt
im Moment allerdings Japan. Mit den japanischen Vertriebspartnern wollen
wir hier eine online-Verbindung schaffen.
Etwa 30.000 bereits
bestehenden Bildschirm-Plätze für Spieler sollen mit unserem Zentralrechner
verbunden
werden. Wenn dies juristisch, technisch und organisatorisch gelingt, dann
kommt My Casino in sehr kurzer Zeit in völlig
andere Umsatz- und damit auch Ertragskategorien.
wallstreet-online: MyCasino will
neben dem Betrieb von Online Casinos auch Sportwetten und
ähnliches anbieten. Was ist hier konkret geplant und wann
können die Aktionäre mit den ersten Umsätzen in dieser
Sparte rechnen.
My Casino: So wie wir das
Online-Casino vermarkten, werden wir künftig auch unsere Wett-Produkte über
die Junket-Operators platzieren können .
Wir stehen in
Verhandlungen mit Wettbüro-Managern und versuchen, sehr gute Leute unter
Arbeitsvertrag zu nehmen. Wir bevorzugen also den Zukauf von
Management. Firmenübernahmen in diesem Wett-Bereich sind nicht vorgesehen, da
die Großaktionäre von My Casino keine Verwässerung des Kapitals
dulden würden.
Außerdem ist Wachstum über Zukäufe strategisch
nicht notwendig und häufig ein zweifelhafter Sieg. Der gekaufte
Umsatz kann in diesem Geschäft schnell von einem Wettbewerber
weggeschnappt werden.
wallstreet-online: Im Zusammenhang mit der Branche Internet
Gaming werden immer wieder die rechtlichen Probleme vor allem
in den USA erwähnt. Letzte Woche votierte der amerikanische
Senat zwar gegen weitere Einschränkungen in diesem Markt, dennoch
befinden sich einige Internetcasinos in einer legalen Grauzone. Vor
allem in Asien ist die politische Marschrichtung noch unklar.
Könnte dies eine mögliche Bedrohung für MyCasino darstellen?
My Casino: Nein. Rein juristisch ist es so: Da
die Spieler online mit Vanuatu verbunden sind, gelten die
juristischen und lizenzrechtlichen Bestimmungen auf Vanuatu. Das ist nicht
anders, als wenn sie sich in Los Angeles einloggen
und dort eine Software runterladen und mit der Kreditkarte
zahlen. Ihr LA Software-Lieferant führt Lieferung und Inkasso in
LA durch, auch wenn Sie in Düsseldorf Ihren PC
haben. Hier wird es, je nach Land, natürlich Änderungen
geben.
Wir agieren hier sehr pragmatisch. Obwohl die
US-amerikanischen vorerst im Senat blockiert wurden, sperren wir
amerikanischeKreditkarten vollautomatisch von Spielen aus. Speziell im
riesigen asiatischen
Markt sehen wir keine Probleme
wallstreet-online: Vor etwa 15 Monaten
war Starnet als Marktführer im Internet-Gaming eine hoch gehandelte
Aktie. Derzeit notiert der Wert 80 Prozent unter den
Hochständen. Auch die anderen Gaming-Aktien sind weit von den
alten Kursen entfernt. Was kann MyCasino besser machen?
My Casino: Starnet Communication (WKN 910479) verkauft Linux/Unysis-Produkte
für
Windows Anwender (www.starnet.com) und hat mit unserem Geschäft nichts
zu tun. Bei den angesprochenen anderen Aktien geht es
weniger um online-Casino-Betreiber, sondern um EDV Software-Schmieden, die
auch
für den Spielebereich programmieren. Z.B, www.cryptologic.com, die zu den
besten im Markt gehören, aber aufgrund der NASDAQ-Schwäche auch
einen halbierten Aktienkurs verkraften mussten. Das hat mit uns
nichts zu tun.
My Casino unterscheidet sich grundlegend
von typischen online-Casinos. Wir setzen kein Geld für teuere
Marketingaktionen ein. Unsere Vertriebspartner und Spiele-Organisatoren sind
selbstständig. Je
mehr Umsatz sie machen, desto mehr verdienen sie wie
wir. Der zweijährige Aufbau des Marketing-Netzwerks macht sich heute
in rasant steigenden Umsätzen und Erträgen bezahlt .
My Casino selbst hat nur 15 Angestellten und äußerst
geringe Marketingkosten. Während sich die anderen in Konkurrenzkämpfen im
online-Geschäft aufreiben, können wir mit unserem direkten Marktansatz
(Spielevor Ort !) schnell wachsen. Wir machen etwa 95
% des Umsatzes vor Ort bei den Spielern. Nur
5 % der Spieler stoßen über das Internet zu
uns. Noch immer scheint es, dass im direkten online-Geschäft
das Misstrauen der Spieler unüberwindbar hoch ist (Kreditkartensicherheit,
Vertrauen
auf Auszahlung etc.)
wallstreet-online: Wie sehen die Gewinnprognosen für
2000 und 2001 aus?
My Casino: Wir wollen
netto 2 bis 3 % Umsatzrendite erzielen. Die Umsätze
können Sie monatlich mitverfolgen und dann Ihre eigenen Rechnungen
anstellen. Es wäre unsinnig, heute für den Markt Japan
eine konkrete Umsatzzahl anzugeben. Wir wissen, dass 30.000 Terminals
eine Nennkapazität von 20 bis 30 Mio. Dollar Tagesumsatz
bringen.
Aber erst die nächsten Wochen werden entscheiden,
ob wir das technisch und juristisch hinbekommen und dann
wird man sehen, wie viel wir von der theoretischen
Nennkapazität tatsächlich an Umsatz hereinbekommen werden. Noch einmal: wir
berichten hierüber monatlich der Börsenaufsicht. Bis Jahresende 2000 wird
sich ein sehr klares Bild über den Umsatzträger Japan
machen lassen.
Das gleiche gilt für das Wettgeschäft,
das wir von Grund auf ohne Übernahme aufbauen werden.
Zielsetzung sind hier im ersten Volljahr Wettumsätze von einer
viertel Milliarde Dollar (Nettorendite-Ziel: 5 %). Zu Nordeuropa lässt
sich im Moment keine Zahl öffentlich nennen, die Orientierungshilfe
gäbe.
wallstreet-online: Kommentieren Sie bitte das momentane KGV.
My Casino: Da die Bücher erst im dritten Monat
geführt werden, ist ein buchhalterischer Gewinnausweis erst am Jahresende
möglich. Naturgemäß sind bei Internet-Aktien starke Unsicherheiten der
Anlegereingepreist. My Casino braucht noch 3 bis 6 Monate,
um die Gleichmäßigkeit des Geschäftserfolges darstellen zu können. Dann
kann man Gewinne anhand der angestrebten Margen hochrechnen und
KGV´s ermitteln.
Anleger können allerdings schon jetzt eigene
Berechnungen anstellen. Als Divisor sollte mit 200 Mio MYC-Aktien
("undiluted - unverwässert") gerechnet werden. Als Rechenbasis können die
Monatsumsätze und die angestrebten Margen herangezogen werden.
wallstreet-online:
Vielen Dank für dieses Interview
My Casino will die Expansion nach Nordeuropa
Date:
Thu, 3 Aug 2000 4:22:33 AM Eastern Daylight Time
From:
mail@wallstreet-online.de
My Casino will die Expansion nach Nordeuropa
My Casino ist wieder in aller Munde. Vorgestern veroffentlichte
w:o den ersten Teil eines Interview mit dem australischen
Unternehmen. ...Historie:
www.wallstreet-online.de/news/tradingnews/ws/news/0.94560.gen. Heute
nun der zweite Teil unseres
Korrespondenten in Kuala Lumpur, Thorsten Hoffmann.
Die Antworten zu
diesem Interview geben Geschäftsführer Gordon McIntosh (Australien),
Aufsichtsratsvorsitzender Andreas
Reitmeier (Wien) und Direktor Klaus Eckhof (Deutschland/Australien).
wallstreet-online: In welche Länder will MyCasino expandieren?
My
Casino: Wir bauen im Moment den Thai-Markt auf. Daneben
streben wir eine regionale Ausweitung nach Nordeuropa an, wo
wir uns ins Wettgeschäft einschalten wollen. Volle Konzentration gilt
im Moment allerdings Japan. Mit den japanischen Vertriebspartnern wollen
wir hier eine online-Verbindung schaffen.
Etwa 30.000 bereits
bestehenden Bildschirm-Plätze für Spieler sollen mit unserem Zentralrechner
verbunden
werden. Wenn dies juristisch, technisch und organisatorisch gelingt, dann
kommt My Casino in sehr kurzer Zeit in völlig
andere Umsatz- und damit auch Ertragskategorien.
wallstreet-online: MyCasino will
neben dem Betrieb von Online Casinos auch Sportwetten und
ähnliches anbieten. Was ist hier konkret geplant und wann
können die Aktionäre mit den ersten Umsätzen in dieser
Sparte rechnen.
My Casino: So wie wir das
Online-Casino vermarkten, werden wir künftig auch unsere Wett-Produkte über
die Junket-Operators platzieren können .
Wir stehen in
Verhandlungen mit Wettbüro-Managern und versuchen, sehr gute Leute unter
Arbeitsvertrag zu nehmen. Wir bevorzugen also den Zukauf von
Management. Firmenübernahmen in diesem Wett-Bereich sind nicht vorgesehen, da
die Großaktionäre von My Casino keine Verwässerung des Kapitals
dulden würden.
Außerdem ist Wachstum über Zukäufe strategisch
nicht notwendig und häufig ein zweifelhafter Sieg. Der gekaufte
Umsatz kann in diesem Geschäft schnell von einem Wettbewerber
weggeschnappt werden.
wallstreet-online: Im Zusammenhang mit der Branche Internet
Gaming werden immer wieder die rechtlichen Probleme vor allem
in den USA erwähnt. Letzte Woche votierte der amerikanische
Senat zwar gegen weitere Einschränkungen in diesem Markt, dennoch
befinden sich einige Internetcasinos in einer legalen Grauzone. Vor
allem in Asien ist die politische Marschrichtung noch unklar.
Könnte dies eine mögliche Bedrohung für MyCasino darstellen?
My Casino: Nein. Rein juristisch ist es so: Da
die Spieler online mit Vanuatu verbunden sind, gelten die
juristischen und lizenzrechtlichen Bestimmungen auf Vanuatu. Das ist nicht
anders, als wenn sie sich in Los Angeles einloggen
und dort eine Software runterladen und mit der Kreditkarte
zahlen. Ihr LA Software-Lieferant führt Lieferung und Inkasso in
LA durch, auch wenn Sie in Düsseldorf Ihren PC
haben. Hier wird es, je nach Land, natürlich Änderungen
geben.
Wir agieren hier sehr pragmatisch. Obwohl die
US-amerikanischen vorerst im Senat blockiert wurden, sperren wir
amerikanischeKreditkarten vollautomatisch von Spielen aus. Speziell im
riesigen asiatischen
Markt sehen wir keine Probleme
wallstreet-online: Vor etwa 15 Monaten
war Starnet als Marktführer im Internet-Gaming eine hoch gehandelte
Aktie. Derzeit notiert der Wert 80 Prozent unter den
Hochständen. Auch die anderen Gaming-Aktien sind weit von den
alten Kursen entfernt. Was kann MyCasino besser machen?
My Casino: Starnet Communication (WKN 910479) verkauft Linux/Unysis-Produkte
für
Windows Anwender (www.starnet.com) und hat mit unserem Geschäft nichts
zu tun. Bei den angesprochenen anderen Aktien geht es
weniger um online-Casino-Betreiber, sondern um EDV Software-Schmieden, die
auch
für den Spielebereich programmieren. Z.B, www.cryptologic.com, die zu den
besten im Markt gehören, aber aufgrund der NASDAQ-Schwäche auch
einen halbierten Aktienkurs verkraften mussten. Das hat mit uns
nichts zu tun.
My Casino unterscheidet sich grundlegend
von typischen online-Casinos. Wir setzen kein Geld für teuere
Marketingaktionen ein. Unsere Vertriebspartner und Spiele-Organisatoren sind
selbstständig. Je
mehr Umsatz sie machen, desto mehr verdienen sie wie
wir. Der zweijährige Aufbau des Marketing-Netzwerks macht sich heute
in rasant steigenden Umsätzen und Erträgen bezahlt .
My Casino selbst hat nur 15 Angestellten und äußerst
geringe Marketingkosten. Während sich die anderen in Konkurrenzkämpfen im
online-Geschäft aufreiben, können wir mit unserem direkten Marktansatz
(Spielevor Ort !) schnell wachsen. Wir machen etwa 95
% des Umsatzes vor Ort bei den Spielern. Nur
5 % der Spieler stoßen über das Internet zu
uns. Noch immer scheint es, dass im direkten online-Geschäft
das Misstrauen der Spieler unüberwindbar hoch ist (Kreditkartensicherheit,
Vertrauen
auf Auszahlung etc.)
wallstreet-online: Wie sehen die Gewinnprognosen für
2000 und 2001 aus?
My Casino: Wir wollen
netto 2 bis 3 % Umsatzrendite erzielen. Die Umsätze
können Sie monatlich mitverfolgen und dann Ihre eigenen Rechnungen
anstellen. Es wäre unsinnig, heute für den Markt Japan
eine konkrete Umsatzzahl anzugeben. Wir wissen, dass 30.000 Terminals
eine Nennkapazität von 20 bis 30 Mio. Dollar Tagesumsatz
bringen.
Aber erst die nächsten Wochen werden entscheiden,
ob wir das technisch und juristisch hinbekommen und dann
wird man sehen, wie viel wir von der theoretischen
Nennkapazität tatsächlich an Umsatz hereinbekommen werden. Noch einmal: wir
berichten hierüber monatlich der Börsenaufsicht. Bis Jahresende 2000 wird
sich ein sehr klares Bild über den Umsatzträger Japan
machen lassen.
Das gleiche gilt für das Wettgeschäft,
das wir von Grund auf ohne Übernahme aufbauen werden.
Zielsetzung sind hier im ersten Volljahr Wettumsätze von einer
viertel Milliarde Dollar (Nettorendite-Ziel: 5 %). Zu Nordeuropa lässt
sich im Moment keine Zahl öffentlich nennen, die Orientierungshilfe
gäbe.
wallstreet-online: Kommentieren Sie bitte das momentane KGV.
My Casino: Da die Bücher erst im dritten Monat
geführt werden, ist ein buchhalterischer Gewinnausweis erst am Jahresende
möglich. Naturgemäß sind bei Internet-Aktien starke Unsicherheiten der
Anlegereingepreist. My Casino braucht noch 3 bis 6 Monate,
um die Gleichmäßigkeit des Geschäftserfolges darstellen zu können. Dann
kann man Gewinne anhand der angestrebten Margen hochrechnen und
KGV´s ermitteln.
Anleger können allerdings schon jetzt eigene
Berechnungen anstellen. Als Divisor sollte mit 200 Mio MYC-Aktien
("undiluted - unverwässert") gerechnet werden. Als Rechenbasis können die
Monatsumsätze und die angestrebten Margen herangezogen werden.
wallstreet-online:
Vielen Dank für dieses Interview