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„Wie gewonnen, so zerronnen“
Dax dürfte Konsolidierung fortsetzenFast scheint es, als hätte der Himmelfahrtstag wieder alle ermutigenden Signale am Aktienmarkt zunichte gemacht: Der Dax wieder unter 5.000 Punkten, und noch schlimmer, der Nasdaq Composite wieder unter der Zone zwischen 1.655 und 1.672 Zählern. Was die Chancen auf ein Ende der Konsolidierung wieder deutlich eintrübt. Das aktuelle Konsolidierungspotenzial des Dax beziffert Chartexperte Wieland Staud unverändert auf 4.870 Punkte. Beim Maklerhaus Lang & Schwarz wird der vorbörsliche Dax um 8.23 Uhr auf 4.953 Zähler taxiert.
Von vwd befragte Händler erwarten den Dax zum Wochenausklang allerdings gut behautet. Ihren Angaben zufolge steht der Dax um 20.00 Uhr bei 4.985 Punkten nach 4.966 Zählern zum Handelsschluss am Donnerstag. Die Umsätze dürften heute weiter gering bleiben. Von Unternehmensseite sind nur wenige Impulse zu erwarten. Neben Comdirect legt United Internet Quartalszahlen vor. Das operative Ergebnis liegt nach einer ersten Einschätzung über den Erwartungen.
Bund-Future tendiert im Plus
Bis 8.09 Uhr gewinnt der Bund-Future neun Ticks auf 105,60 Prozent. Kaum scheint es mit der Aktienherrlichkeit vorbei, wittert der Bund-Future wieder Morgenluft. Zumal die Unterstützung bei 105,50 Prozent gehalten hat. Die nächsten Widerstände liegen nach Auskunft von Händlern bei 105,60 sowie bei 105,74 Prozent. Die nächsten Unterstützungen sehen sie bei 105,40 und 105,13 Prozent. Am Donnerstag verlor der Juni-Kontrakt 25 Ticks auf 105,51 Prozent.
Euro etwas fester
Etwas fester zeigt sich der Euro am Freitagmorgen. Um 8.25 Uhr notiert die europäische Einheitswährung mit 0,9127 Dollar nach 0,9092 Dollar am Donnerstag im späten US-Handel. Der US-Dollar notiert zum Yen mit 128,56 Yen nach 128,33 Yen in New York. Die am Donnerstag vorgelegten Konjunkturdaten aus den USA wirkten sich kaum auf den Devisenmarkt aus, meinten Händler. Der Yen stand unterdessen wegen Spekulationen, Moody's könnte heute die Kreditwürdigkeit Japans herunterstufen, unter Druck. Moody's hatte Mitte Februar mitgeteilt, die Einstufung japanischer Staatsanleihen innerhalb von drei Monaten zu überprüfen. Da die Frist am Montag ausläuft, rechnen Händler jederzeit mit einer Stellungnahme der Ratingagentur.
Aktien Tokio schwächer
Leichter zeigt sich die Tokioter Aktienbörse am Freitag. Der Nikkei-225-Index verlor 0,9 Prozent auf 11.531,11 Yen, während der Topix um 0,5 Prozent auf 1.085,96 Zähler abgab. Die schwachen US-Börsen vom Vortag stimulierten nach Angabe von Händlern zu Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende. Telekom-Aktien standen unter Druck, nachdem Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit des US-Telekommunikationskonzerns WorldCom am Donnerstag herabgestuft hatten. Der Nikkei sei allerdings im Bereich von 11.500 Punkten gut gestützt. In der nächsten Woche sehen Teilnehmer den Index zwischen 11.200 und 11.800 Punkten.
Aktien Hongkong am Mittag etwas leichter
Etwas leichter tendieren die Aktienkurse am Freitagmittag (Ortszeit) in Hongkong. Der Hang-Seng-Index (HSI) verliert 0,4 Prozent auf 11.651,43 Zähler. Die Konsolidierung halte an, sagen Händler, doch dürfte bei 11.500 Punkten eine gute Unterstützung liegen. Die Verkäufe konzentrieren sich auf Telekommunikation und Banken, die sich am Vortag fest präsentiert hatten. Dagegen beobachten Teilnehmer bei Immobilienwerten einige Gelegenheitskäufe. Die Titel dieses Sektors hatten nach der Emission einer Wandelanleihe durch Sino Land am Vortag Abschläge verbucht.
Nach US-Börsenschluss insgesamt leicht erholte Kurse
Nach der Schlussglocke erholten sich die Kurse etwas. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator gewann 0,1 Prozent auf 1.241,85 Punkte. Die Index-Futures blieben kaum verändert. Der Videospielproduzent Electronic Arts lag mit seinen Quartalszahlen über den Analystenerwartungen, was der Aktie einen Aufschlag von 1,75 Dollar auf 60,70 Dollar bescherte. Western Wireless verloren 16 Prozent auf 4,75 Dollar, nachdem der Mobilfunkdienstleister einen mehr als vervierfachten Quartalsverlust gemeldet hattte. Auch der Lernsoftwarehersteller Plato Learning enttäuschte mit seinem Quartalsergebnis. Die Aktie büßte zehn Prozent auf 11,82 Dollar ein.
Konjunktursorgen und Gewinnmitnahmen drücken US-Börsen
Die jüngsten Umsatzzahlen großer US-Einzelhändler wie Wal-Mart haben an den New Yorker Aktienmärkten am Donnerstag erneute Sorgen um die Entwicklung der US-Konjunktur aufkeimen lassen und die Kurse deutlich gedrückt. Belastet hätten außerdem Berichte über Funde von Milzbrand-Sporen in der Post für die US-Notenbank (Fed) sowie die jüngsten Nachrichten aus Nahost, die Gewinnmitnahmen ausgelöst hätten, sagten Händler. Der Dow Jones gab um 1,03 Prozent auf 10.037,42 Punkte nach. Der Nasdaq Composite verlor 2,70 Prozent auf 1.650,48 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index büßte 1,45 Prozent auf 1.073,01 Punkte ein.
Am Vortag hatte die Bilanz des US-Netzwerkausrüsters Cisco Systems eine Kursrally an den US-Börsen ausgelöst. „Der Markt hat aus einem Rülpser einen Vulkanausbruch gemacht", kommentierte ein Marktteilnehmer. Der Nasdaq-Index hatte am Mittwoch zum Handelsschluss den achtgrößten prozentualen Tagesgewinn seit seinem Bestehen verbucht. Der Aktienkurs von Cisco, der am Vortag noch rund 25 Prozent zugelegt hatte, gab am Donnerstag um rund 3,2 Prozent auf 15,75 Dollar nach.
Die am Donnerstag vorgelegten Umsatzzahlen einiger US-Einzelhandelskonzerne hätten die Investoren verunsichert, sagten Händler. Der größte Einzelhandelskonzern der Welt, Wal-Mart Stores, hatte mitgeteilt, der Umsatz der Geschäfte, die mindestens ein Jahr geöffnet waren, sei im April um 3,3 Prozent gewachsen. Analysten hatten jedoch mit einem Plus von 3,9 Prozent gerechnet. Der Aktienkurs des Konzerns fiel um rund 2,5 Prozent auf 54,99 Dollar und belastete damit nach Händlerangaben die Standardwerte.
Die Einzelhandelsgruppe Target Corp lag mit einem Umsatzwachstum von 0,4 Prozent deutlich unter den Erwartungen der Analysten, die mit einem Plus von drei Prozent gerechnet hatten. Die Aktie verlor rund 5,2 Prozent auf 42,03 Dollar. Auch der Umsatz des Einzelhändlers Federated Department Stores ging im April zurück, der Konzern hob jedoch gleichzeitig seine Gewinnprognose je Aktie für das erste Quartal deutlich an. Die Titel des Konzerns stiegen gegen den Trend um rund 4,5 Prozent auf 41,39 Dollar.
„Die Wirtschaft könnte erneut in eine Rezession abgleiten, die Unternehmensgewinne könnten stagnieren, und die USA sind auch noch im Krieg. Daran hat sich nichts geändert", sagte Matthew Johnson, Director of Trading bei Lehman Brothers.
US-Anleihen schließen fester - Anleger suchen sicheren Hafen
Die Kurse der US-Anleihen haben sich am Donnerstag im späten New Yorker Handel fester gezeigt. Zehnjährige Titel mit einer Zinsausstattung von 4,87 Prozent gewannen 9/32 auf 97-23/32 und rentierten mit 5,17 Prozent, nach 5,21 Prozent am Mittwoch. Der Longbond mit einem Kupon von 5,37 Prozent stieg um 12/32 auf 96-9/32. Die Rendite sank von 5,66 auf 5,64 Prozent. Tagesgeld ging zu 1-3/4 Prozent um. Die Titel hätten infolge der sinkenden Aktien an Wall Street einen Schub erfahren, sagte ein Beobachter.
Ein weiterer Grund für die steigenden Notierungen bei den Anleihen war, dass einige Händler sich mit Shortpositionen eindeckten und somit in so genannte sichere Häfen steuerten, sagte ein Marktteilnehmer. Im Handelsverlauf wurden zudem die Daten zu den Erstanträgen auf Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung bekannt gegeben. Diese ist in der Woche zum 4. Mai saisonbereinigt um 11.000 auf 411.000 gefallen. Dies ist der niedrigste Stand seit dem 16. März. Volkswirte hatten im Durchschnitt ihrer Prognosen einen Rückgang um 15.000 erwartet.
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
Medienschau
UnternehmensnachrichtenUnited Internet steigert operatives Ergebnis im ersten Quartal
Die Beteiligungsgesellschaft United Internet hat im ersten Quartal 2002 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert und beim operativen Ergebnis die Erwartungen von Analysten übertroffen. Der konsolidierte Umsatz sei um rund 16 Prozent auf 70,9 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Freitag in einer Pflichtveröffentlichung mit. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) mit Sondereffekten sei auf 18,4 Millionen Euro nach 2,5 Millionen Euro im Vorjahr gestiegen. Das bereinigte Ebitda liege bei 13,1 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Ebitda ohne Sondereffekte von 8,51 Millionen Euro gerechnet. (Reuters)
Ision Internet stellt Insolvenzantrag
Der Internet-Dienstleister Ision Internet AG hat für seine operativ tätigen Gesellschaften Insolvenz beantragt. Das Unternehmen begründete den Schritt am Donnerstag in einer Pflichtveröffentlichung damit, dass der britische Mehrheitsaktionär Energis entgegen seiner Zusagen vom 3. April beschlossen habe, die Finanzierung von Ision mit sofortiger Wirkung einzustellen. Eine Begründung für die Energis-Entscheidung wurde nicht genannt. Energis hatte am 3. April eine bereits damals drohende Insolvenz von Ision durch eine verbindliche Finanzierungszusage abgewendet. (Reuters)
Immunogen weitet Verlust aus - Aktienkurs fällt
Das auf Krebstherapien spezialisierte US-Biotechnologieunternehmen Immunogen hat im dritten Geschäftsquartal zum 31. März seinen Verlust ausgeweitet. Als Ursache nannte das Unternehmen am Donnerstag gestiegene Entwicklungskosten und Änderungen in der Rechnungslegung. Im Anschluss an die Bekanntgabe der Zahlen nach US-Börsenschluss fiel der Immunogen-Aktienkurs weiter. Immunogen bezifferte den Quartalsverlust auf 6,9 Millionen Dollar oder 17 Cent je Aktie, verglichen mit einem Verlust von knapp zwei Millionen Dollar oder fünf Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sei im abgeschlossenen Quartal auf 1,2 Millionen Dollar von einer Millionen Dollar im Vorjahr gestiegen. Analysten hatten lediglich mit einem Quartalsverlust von acht Cent je Aktie gerechnet. (Reuters)
EU-Kommission: Post soll bis zu 300 Millionen Euro zurückzahlen
Die Europäische Kommission will von der Deutschen Post AG möglicherweise Staatsbeihilfen im Volumen von bis zu 300 Millionen Euro zurückfordern. Schwerpunkt der Untersuchung der Brüsseler Wettbewerbsbehörde sei die Frage, ob die Post ihr Wettbewerbsgeschäft in beihilferechtlich relevanter Weise quersubventioniert habe, berichtete die „Börsen-Zeitung“ am Donnerstag vorab. Ein Sprecher von Wettbewerbskommissar Mario Monti habe der Zeitung erklärt, dass eine Entscheidung in dem Verfahren wegen möglicher Staatsbeihilfen noch nicht getroffen worden sei. Monti wolle den Vorgang aber noch vor der Sommerpause abschließen. Ein Sprecher der Post nannte der Zeitung zufolge Berichte über Rückzahlungen von Beihilfen „kompletten Unsinn". Es gebe weder Gespräche noch Vorentscheidungen oder Androhungen in dieser Richtung. Die Post habe niemals öffentliche Beihilfen in Anspruch genommen. (Börsen-Zeitung S. 1).
Zeitung: EU plant strenge Auflagen gegen Microsoft
EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti bereitet nach einem Zeitungsbericht strenge Auflagen gegen die Microsoft Corp, Redmond, vor. Der US-Softwarekonzern soll laut informierten Kreisen gezwungen werden, den Media Player vom Betriebssystem Windows zu lösen, schreibt die „Financial Times Deutschland“ . Der Media Player dient zum Abspielen von Musik, Videos oder Computerspielen und wird fest auf Rechnern installiert, die mit dem Betriebssystem Windows ausgestattet sind. Die Forderungen Montis gehen weit über den Kompromiss hinaus, der sich im ähnlich gelagerten US-Kartellverfahren abzeichnet. (FTD, S. 1)
Ratingagenturen stufen WorldCom-Kreditwürdigkeit herab
Die Ratingagenturen Moody's Investors Service und Fitch haben die Kreditwürdigkeit des US-Telekommunikationskonzerns WorldCom Inc auf Junk-Status herabgestuft. Moody's begründete die Abstufung am Donnerstag in New York mit der sich verschlechternden Entwicklung des operativen Geschäfts, hohen Schulden des Konzerns und der Erwartung einer weiteren Abschwächung. Fitch rechnet für das laufende Jahr und 2003 mit geringeren Umsätzen und Gewinnen bei WorldCom. (Reuters)
Spekulationen um Stinnes
Der Logistikkonzern Stinnes ist derzeit zum Objekt von Übernahmespekulationen geworden. Bislang hält Eon eine Beteiligung von mehr als 65 Prozent. Der Versorger würde sich allerdings wohl gern von Stinnes trennen, wenn der Aktienkurs deutlich höher stünde, heißt es gerüchteweise am Aktienmarkt. Als Käufer der Eon-Anteile kämen nicht nur Konkurrenten wie Kühne & Nagel oder die UPS in Frage. Auch ein Finanzinvestor vom Kaliber eines Guy Wyser-Pratte wäre auf dem Parkett als Interessent denkbar. (Die Welt, S. 17)
Billigflug-Konzentration beeinflusst auch Flugzeughersteller
Kaum eine Woche nach der Übernahme des britischen Konkurrenten GO greift EasyJet nach der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft, der Deutschen BA. Die Fusionswelle bei den Billigfliegern dürfte auch Folgen für die großen Flugzeughersteller Boeing und Airbus haben. EasyJet und Go fliegen bisher Boeing. Airbus hatte sich noch vor einer Woche in Berlin zuversichtlich geäußert, dass beide nun je rund 75 Airbus-Flugzeuge ordern. Boeing will das verhindern. (FTD, S. 1)
WirtschaftsnachrichtenAußenhandel schrumpft - Überschuss in Leistungsbilanz
Der Handel deutscher Unternehmen mit dem Ausland hat sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres verringert. Dabei sind die Einfuhren im Jahresvergleich erheblich schneller gesunken als die Ausfuhren. In der Leistungsbilanz, die unter anderem Vermögensübertragungen und Dienstleistungen berücksichtigt, steht ein kräftiger Überschuss zu Buche. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete, haben die Ausfuhren im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Prozent auf 156,4 Milliarden Euro abgenommen. Die Einfuhren sanken sogar um 10,0 Prozent auf 123,8 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich ein Außenhandelsüberschuss für die ersten drei Monate von 32,5 Milliarden Euro nach 22,1 Milliarden im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In der Leistungsbilanz hat sich das Defizit von 1,0 Milliarden Euro aus dem Vorjahr in einen Überschuss von 11,0 Milliarden Euro in diesem Jahr verwandelt. (dpa)
FOMC-Protokoll: Zinsanhebung erst bei Sicherheit über Erholung
Der Offenmarktausschuss (FOMC) der US-Notenbank hat sich bereits während seiner Sitzung am 19. März besorgt über die Nachhaltigkeit der seit Anfang des Jahres zu beobachtenden Erholung der US-Konjunktur geäußert. Zwar scheine die Wirtschaft momentan kräftig zu expandieren, allerdings reflektiere die Erholung maßgeblich eine Veränderung bei den Lagerbeständen, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll (Minutes) des Treffens. Darüber hinaus finde die zu beobachtende Aufwärtsbewegung in einem wohl auch für die kommenden Quartale von Unsicherheiten bezüglich der Endnachfrage geprägten Umfeld statt. (vwd)
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