Miese Zahlen und noch miesere Stimmung


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Nassie:

Miese Zahlen und noch miesere Stimmung

 
28.03.03 10:38

Die Bundesregierung wird ihre Wachstumsprognose für 2003 im April kürzen, berichtet die Financial Times Deutschland am Freitag. Die Schätzung von 1,0 Prozent Wirtschaftswachstum sei nicht mehr haltbar, heiße es im Finanzministerium. Finanzminister Hans Eichel hatte vor wenigen Wochen bei der Haushaltsplanung trotzdem 1,0 Prozent als Grundlage genommen. Ist der Ruf erst ruiniert...

Uneinigkeit soll in der SPD-Regierung über die neue offizielle Schätzung herrschen. Eichel soll einen niedrigen und somit realistischen Wert von 0,5 oder sogar 0,25 Prozent favorisieren. Damit würde der Finanzminister sogar viele Forschungsinstitute unterbieten. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement ist aus "psychologischen Gründen" (schreibt die Financial Times) für einen optimistischeren Wert.

Die Befürchtung Clements, zu negative Zahlen könnten Schäden bei der Befindlichkeit der Bürger anrichten, kommt nicht von ungefähr. Bei einer aktuellen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) wurden schon Konjunkturentwicklung und zukünftige Einkommenssituation ungünstiger eingeschätzt als in den Monaten zuvor. Der von der GfK für April berechnete Konsumklima-Indikator für Deutschland blieb mit 3,7 Zählern auf Vormonatsniveau - noch. Denn die Umfrage wurde vor Kriegsbeginn abgeschlossen.

Im Falle eines anhaltenden Konflikts ist nach Meinung der Forschungsgruppe mit einem Rückgang bei der Kauflaune zu rechnen.

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