Microsofts Kopierschutz-System ist geknackt
Das Digital Rights Management (DRM) von Microsoft ist nicht mehr länger ein sicherer Kopierschutz. Ein Hacker hat unter seinem Pseudonym "Beale Screamer" einen Quellcode veröffentlicht, der das System ausschaltet. Mit dem DRM konnte eine digitalen Video- oder Audiodatei mit einem Schutz versehen werden, der die Zahl der möglichen Kopien einschränkte. Dieser Algorithmus wird durch das Programm des Hackers entfernt.
Microsoft hat Kontakt zur Musikindustrie aufgenommen und bemüht sich um Schadensbegrenzung. DRM-Produktmanager Jonathan Usher bezeichnete Beale Screamers Programm als unwichtig. In das System seien Erweiterungsmöglichkeiten integriert, mit denen ein wirksamer Schutz schnell wieder hergestellt werden könne. Einige Titel auf dem Markt könnten so die Kopierbeschränkung zwar verlieren, für die Zukunft sei das DRM jedoch sicher, so Usher. "Wir haben immer offen gesagt, dass keine Technologie und kein DRM zu 100 Prozent sicher ist. Solche Hacks haben wir erwartet und ein erneuerbares System entwickelt," so Usher weiter.
Der Hack von "Beale Screamers" könnte jedoch zu einem Rückschlag in der Vermarktung des neuen Windows Media Formates (WMF) führen. Das DRM wurde als Kernstück des Formates angepriesen. Es ist Microsofts erklärtes Ziel, WMF zu einer ernsthaften Konkurrenz der verbreiteten MP3-Komprimierung für Audio-Daten aufzubauen. (ck)
[Mon, 22.10.2001] - © 2001 de.internet.com
Das Digital Rights Management (DRM) von Microsoft ist nicht mehr länger ein sicherer Kopierschutz. Ein Hacker hat unter seinem Pseudonym "Beale Screamer" einen Quellcode veröffentlicht, der das System ausschaltet. Mit dem DRM konnte eine digitalen Video- oder Audiodatei mit einem Schutz versehen werden, der die Zahl der möglichen Kopien einschränkte. Dieser Algorithmus wird durch das Programm des Hackers entfernt.
Microsoft hat Kontakt zur Musikindustrie aufgenommen und bemüht sich um Schadensbegrenzung. DRM-Produktmanager Jonathan Usher bezeichnete Beale Screamers Programm als unwichtig. In das System seien Erweiterungsmöglichkeiten integriert, mit denen ein wirksamer Schutz schnell wieder hergestellt werden könne. Einige Titel auf dem Markt könnten so die Kopierbeschränkung zwar verlieren, für die Zukunft sei das DRM jedoch sicher, so Usher. "Wir haben immer offen gesagt, dass keine Technologie und kein DRM zu 100 Prozent sicher ist. Solche Hacks haben wir erwartet und ein erneuerbares System entwickelt," so Usher weiter.
Der Hack von "Beale Screamers" könnte jedoch zu einem Rückschlag in der Vermarktung des neuen Windows Media Formates (WMF) führen. Das DRM wurde als Kernstück des Formates angepriesen. Es ist Microsofts erklärtes Ziel, WMF zu einer ernsthaften Konkurrenz der verbreiteten MP3-Komprimierung für Audio-Daten aufzubauen. (ck)
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