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Millionenstrafe
Microsoft wegen Patentverletzung verurteilt
Nach Ansicht eines US-Gerichts hat der weltgrößte Softwarehersteller Microsoft bei der Entwicklung des Internet-Explorer das geistige Eigentum eines Wettbewerbers genutzt haben. Dafür soll der Konzern nun 520,6 Millionen Dollar zahlen.
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Eolas mit Sitz im Bundesstaat Illinois wurde 1994 von dem kalifornischen Universitäts-Professor Michael Doyle gegründet. In der 1999 eingereichten Klage erklärte die Firma, ihre Technologie für Plug-Ins und Applets habe es dem IE ermöglicht, gegen den Browser Netscape Navigator zu konkurrieren. Microsoft hat dagegen erklärt, die Technologie sei von ihren eigenen Mitarbeitern auf der Grundlage der eigenen Software entwickelt worden. Der IE hat den Navigator inzwischen als meistverwendeten Browser abgelöst, Microsoft kontrolliert damit 96 Prozent des Weltmarktes. Netscape ist heute ein Teil von AOL Tim Warner.
"Wir sehen das Urteil als Bestätigung, dass Microsoft in großem Umfang Eolas' Technologie verwendet hat, um seinen Internet Explorer zum besten Browser seiner Art zu machen", sagte ein Anwalt für Eolas und der Universität von Kalifornien Dagegen kündigte ein Microsoft-Sprecher Einspruch vor einem Bundesberufungsgericht an. "Wir sind zuversichtlich, dass die Fakten unsere Position unterstützen werden", sagte er.
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