McKinsey-Boss träumt von Radikalkur
Der Deutschland-Chef der Unternehmensberatung empfiehlt einen Personalabbau von mehr als 50 Prozent bei der Bundesanstalt für Arbeit. Dies würde die Freisetzung von mindestens 45 000 Menschen bedeuten, für die „individuelle Lösungen“ gefunden werden müssten, sagte Jürgen Kluge am Sonnteg dem Nachrichtensender „n-tv“. Entscheidend sei, dass die Bundesanstalt sich künftig auf die Vermittlung von Arbeitsplätzen konzentriere.
Kluge fügte hinzu, eine Reform der Nürnberger Bundesanstalt werde die Massenarbeitslosigkeit in Deutschland nicht lösen. Da die unteren Einkommensgruppen aus sozialen Gründen bei den Tarifabschlüssen etwas mehr erhalten hätten, sei „über die Jahre die einfache Arbeit immer teurer geworden.“ Dies sei ein Hauptgrund dafür, dass schlecht ausgebildete Kräfte keine Arbeit mehr fänden.
Der Unternehmensberater sagte, diejenigen, die nicht arbeiten, würden vom Staat finanziell zu gut bedacht. So entspreche die Sozialhilfegrenze ungefähr einem Stundenlohn von zehn Euro. „Da müssen wir ran, ansonsten wird Arbeit für viele nicht attraktiv“, sagte Kluge. Auch müssten bei Niedriglohnjobs Soziallasten und Lohnnebenkosten radikal heruntergenommen werden. Von der Konjunktur sei kein Rückenwind für den Arbeitsmarkt zu erwarten. Hierzu seien mindestens drei Prozent Wirtschaftswachstum nötig, sagte der Unternehmensberater.
24.02.02, 11:36 Uhr
www.focus.de/G/GN/gn.htm?snr=101868&streamsnr=7
Der Deutschland-Chef der Unternehmensberatung empfiehlt einen Personalabbau von mehr als 50 Prozent bei der Bundesanstalt für Arbeit. Dies würde die Freisetzung von mindestens 45 000 Menschen bedeuten, für die „individuelle Lösungen“ gefunden werden müssten, sagte Jürgen Kluge am Sonnteg dem Nachrichtensender „n-tv“. Entscheidend sei, dass die Bundesanstalt sich künftig auf die Vermittlung von Arbeitsplätzen konzentriere.
Kluge fügte hinzu, eine Reform der Nürnberger Bundesanstalt werde die Massenarbeitslosigkeit in Deutschland nicht lösen. Da die unteren Einkommensgruppen aus sozialen Gründen bei den Tarifabschlüssen etwas mehr erhalten hätten, sei „über die Jahre die einfache Arbeit immer teurer geworden.“ Dies sei ein Hauptgrund dafür, dass schlecht ausgebildete Kräfte keine Arbeit mehr fänden.
Der Unternehmensberater sagte, diejenigen, die nicht arbeiten, würden vom Staat finanziell zu gut bedacht. So entspreche die Sozialhilfegrenze ungefähr einem Stundenlohn von zehn Euro. „Da müssen wir ran, ansonsten wird Arbeit für viele nicht attraktiv“, sagte Kluge. Auch müssten bei Niedriglohnjobs Soziallasten und Lohnnebenkosten radikal heruntergenommen werden. Von der Konjunktur sei kein Rückenwind für den Arbeitsmarkt zu erwarten. Hierzu seien mindestens drei Prozent Wirtschaftswachstum nötig, sagte der Unternehmensberater.
24.02.02, 11:36 Uhr
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