McChicken-Anbieter wehrt sich gegen das "McJobs"-Image
McDonald's ist nicht nur eine Fastfood-Kette, sondern eine eigene Welt, in der man glaubt, daß jeder, der gut ist, nach oben gelangt.
McDonald's ist berühmt für alle möglichen Dinge, die mit Mc beginnen - und normalerweise auch stolz darauf: Für Nachspeisen wie McFlurry, für Sandwiches wie McCountry und McChicken. Der gelbe Bogen, den das McDonald's-M vor jeder Filiale bildet, ist für die Chefetage der weltweit führenden Fastfood-Kette eine Art Tor zum Paradies. Und auch sonst ist das Selbstbild der Schnellrestaurants anders als das Bild von außen: McDonald's sieht sich als Inbegriff des amerikanischen Traums, in dem aus Tellerwäscher (im konkreten Fall, weil es bei McDonald's keine Teller gibt, Hamburgerbrater) Millionäre werden können.
"Karriere, wenn Sie wollen, Jobs, wenn nicht", steht auch auf einem Plakat in der Personalabteilung in der Zentrale von McDonald's in der Nähe von Chicago. Die Zentrale liegt idyllisch in einem Park, ist eine eigene Welt fernab vom Großstadt-Lärm, das Hauptgebäude ist drei Stock hoch, ein Ziegelbau aus den späten 60er Jahren. Immer wieder stößt man auf bunte McDonald's-Figuren, auf Werbeplakate und auf Auszeichnungen, aber kaum auf Mitarbeiter.
Nur in der Kantine (logischerweise ein Mc Donald's-Restaurant) herrscht viel Betrieb: Zwar sieht es hier aus wie in jeder anderen der 30.000 Filialen, doch manchmal werden hier neue Rezepte getestet oder neue Arbeitsabläufe. So wurde die Hamburger-Zubereitung nun geändert: Jeder Mitarbeiter ist nur mehr für einen Handgriff zuständig: Der eine toastet Brot, der andere belegt es mit den Saucen, der dritte legt Fleisch und Beilagen drauf und verpackt das Ganze, das sei schneller. Manche Revolutionen erkennen Außenstehende nur schwer.
Neben der Zentrale steht die "Hamburger University", dort lernen Mitarbeiter, wie man ein Team leitet, wie man verhandelt oder mit Computern umgeht. 6000 "Studenten" besuchen pro Jahr diese Bildungseinrichtung, erzählt man stolz.
Bekannt ist die Fastfood-Kette aber auch für McJobs, ein Wort, das in der Zwischenzeit als Synonym für die kleine Arbeit zwischendurch gilt, von der man mehr schlecht als recht lebt. Das Wort McJob mag man bei McDonald's nicht. "Es ist einfach unfair", behauptet Don Crosby, als McDonald's-Vizepräsident weltweit für Personalfragen zuständig.
Im vergangenen Jahr erhielten daher McDonald's-Chefs auf der ganzen Welt von Chicago aus den Auftrag, das Image der McDonald's-Mitarbeiter zu verbessern. Einige Länder machten eine Werbekampagne, in denen auf die gute Ausbildung hingewiesen wurde. In Dänemark wurden Crew-Feste gesponsert, in Österreich wurde ein "Leaders Club" gegründet: Mitglieder können die 69 hiesigen Franchisenehmer und die Restaurantleiter werden, die sich zu bestimmten Standards verpflichten: Etwa Feste für die Mitarbeiter zu veranstalten, jedem Mitarbeiter eine bestimmte Anzahl an Uniformen zur Verfügung zu stellen und Fortbildung zu ermöglichen. Bis jetzt zählt der Club 24 Mitglieder.
Diese reisten vor kurzem zur McDonald's-Zentrale nach Chicago, wo sie bei einem Abendessen auch den obersten Chef Jack Greenberg trafen. "Ein Autogramm von Greenberg ist für manche Mitarbeiter wichtiger als mehr Geld in der Tasche", meint Crosby. Manche Motivation verstehen Außenstehende nur schwer.
McDonald's ist nicht nur eine Fastfood-Kette, sondern eine eigene Welt, in der man glaubt, daß jeder, der gut ist, nach oben gelangt.
McDonald's ist berühmt für alle möglichen Dinge, die mit Mc beginnen - und normalerweise auch stolz darauf: Für Nachspeisen wie McFlurry, für Sandwiches wie McCountry und McChicken. Der gelbe Bogen, den das McDonald's-M vor jeder Filiale bildet, ist für die Chefetage der weltweit führenden Fastfood-Kette eine Art Tor zum Paradies. Und auch sonst ist das Selbstbild der Schnellrestaurants anders als das Bild von außen: McDonald's sieht sich als Inbegriff des amerikanischen Traums, in dem aus Tellerwäscher (im konkreten Fall, weil es bei McDonald's keine Teller gibt, Hamburgerbrater) Millionäre werden können.
"Karriere, wenn Sie wollen, Jobs, wenn nicht", steht auch auf einem Plakat in der Personalabteilung in der Zentrale von McDonald's in der Nähe von Chicago. Die Zentrale liegt idyllisch in einem Park, ist eine eigene Welt fernab vom Großstadt-Lärm, das Hauptgebäude ist drei Stock hoch, ein Ziegelbau aus den späten 60er Jahren. Immer wieder stößt man auf bunte McDonald's-Figuren, auf Werbeplakate und auf Auszeichnungen, aber kaum auf Mitarbeiter.
Nur in der Kantine (logischerweise ein Mc Donald's-Restaurant) herrscht viel Betrieb: Zwar sieht es hier aus wie in jeder anderen der 30.000 Filialen, doch manchmal werden hier neue Rezepte getestet oder neue Arbeitsabläufe. So wurde die Hamburger-Zubereitung nun geändert: Jeder Mitarbeiter ist nur mehr für einen Handgriff zuständig: Der eine toastet Brot, der andere belegt es mit den Saucen, der dritte legt Fleisch und Beilagen drauf und verpackt das Ganze, das sei schneller. Manche Revolutionen erkennen Außenstehende nur schwer.
Neben der Zentrale steht die "Hamburger University", dort lernen Mitarbeiter, wie man ein Team leitet, wie man verhandelt oder mit Computern umgeht. 6000 "Studenten" besuchen pro Jahr diese Bildungseinrichtung, erzählt man stolz.
Bekannt ist die Fastfood-Kette aber auch für McJobs, ein Wort, das in der Zwischenzeit als Synonym für die kleine Arbeit zwischendurch gilt, von der man mehr schlecht als recht lebt. Das Wort McJob mag man bei McDonald's nicht. "Es ist einfach unfair", behauptet Don Crosby, als McDonald's-Vizepräsident weltweit für Personalfragen zuständig.
Im vergangenen Jahr erhielten daher McDonald's-Chefs auf der ganzen Welt von Chicago aus den Auftrag, das Image der McDonald's-Mitarbeiter zu verbessern. Einige Länder machten eine Werbekampagne, in denen auf die gute Ausbildung hingewiesen wurde. In Dänemark wurden Crew-Feste gesponsert, in Österreich wurde ein "Leaders Club" gegründet: Mitglieder können die 69 hiesigen Franchisenehmer und die Restaurantleiter werden, die sich zu bestimmten Standards verpflichten: Etwa Feste für die Mitarbeiter zu veranstalten, jedem Mitarbeiter eine bestimmte Anzahl an Uniformen zur Verfügung zu stellen und Fortbildung zu ermöglichen. Bis jetzt zählt der Club 24 Mitglieder.
Diese reisten vor kurzem zur McDonald's-Zentrale nach Chicago, wo sie bei einem Abendessen auch den obersten Chef Jack Greenberg trafen. "Ein Autogramm von Greenberg ist für manche Mitarbeiter wichtiger als mehr Geld in der Tasche", meint Crosby. Manche Motivation verstehen Außenstehende nur schwer.