Mautsystem
Rückschlag für Daimler und Telekom
Dem Joint-Venture, mit dem DaimlerChrysler und die Telekom ein System für die Lkw-Maut aufbauen wollen, droht neuer Ärger. Die EU-Kommission hat ernsthafte Bedenken und droht, das Projekt nicht zu genehmigen.
DPA
Lkw auf der A5: Millionen-Investitionen bis Herbst 2003 geplant
Brüssel - Eine "vertiefte Untersuchung" - so heißt das am Montag angekündigte Verfahren im EU-Jargon. Für Daimler und die Telekom bedeutet das: Die Zitterpartie geht weiter - bis zu vier Monate lang. So lange nämlich dauert typischerweise die zweite Phase des EU-Prüfverfahrens.
Die Zeit wird für die Partner des ETC-Konsortiums dabei knapper - denn das elektronische Maut-Erfassungssystem ist für die Einführung der Lkw-Maut ist schon im August 2003 vonnöten. Das Konsortium hofft bis dahin auf Investitionen in Höhe von rund 500 Millionen Euro.
Bisher scheinen die beiden deutschen Konzerne in Brüssel auf wenig Sympathie zu stoßen. Nach einer vorläufigen Überprüfung habe sich gezeigt, dass das System eine "beherrschende Plattform" für die Erfassung von Maut im Transport- und Logistiksektor werden könnte. Daher habe die Kommission ernsthafte Zweifel, ob der Plan in seiner gegenwärtigen Form genehmigt werden kann. Die beiden Unternehmen haben jetzt die Möglichkeit, die Vorbehalte durch Zugeständnisse zu entkräften.
DaimlerChrysler und die Telekom wollen über die Toll Collect GmbH Erfassungssysteme für die manuelle und automatische Mauterhebung im Lkw-Verkehr aufbauen. Zudem sollen weitere telematische Dienste angeboten werden, die etwa die Verkehrsflussanalyse, Wegweisungshilfen oder die Datenübertragung zwischen Spediteur und Lkw-Fahrer ermöglichen.
Toll Collect soll jeweils zu 45 Prozent DaimlerChrysler und Telekom gehören. Der französische Autobahnbetreiber Cofiroute soll die restlichen zehn Prozent halten. Die drei Unternehmen hatten sich im Herbst im Ausschreibungsverfahren der Bundesregierung für ein Lkw-Mautsystem durchgesetzt. Es soll für Transporter über zwölf Tonnen auf deutschen Autobahnen eingeführt werden.
Rückschlag für Daimler und Telekom
Dem Joint-Venture, mit dem DaimlerChrysler und die Telekom ein System für die Lkw-Maut aufbauen wollen, droht neuer Ärger. Die EU-Kommission hat ernsthafte Bedenken und droht, das Projekt nicht zu genehmigen.
DPA
Lkw auf der A5: Millionen-Investitionen bis Herbst 2003 geplant
Brüssel - Eine "vertiefte Untersuchung" - so heißt das am Montag angekündigte Verfahren im EU-Jargon. Für Daimler und die Telekom bedeutet das: Die Zitterpartie geht weiter - bis zu vier Monate lang. So lange nämlich dauert typischerweise die zweite Phase des EU-Prüfverfahrens.
Die Zeit wird für die Partner des ETC-Konsortiums dabei knapper - denn das elektronische Maut-Erfassungssystem ist für die Einführung der Lkw-Maut ist schon im August 2003 vonnöten. Das Konsortium hofft bis dahin auf Investitionen in Höhe von rund 500 Millionen Euro.
Bisher scheinen die beiden deutschen Konzerne in Brüssel auf wenig Sympathie zu stoßen. Nach einer vorläufigen Überprüfung habe sich gezeigt, dass das System eine "beherrschende Plattform" für die Erfassung von Maut im Transport- und Logistiksektor werden könnte. Daher habe die Kommission ernsthafte Zweifel, ob der Plan in seiner gegenwärtigen Form genehmigt werden kann. Die beiden Unternehmen haben jetzt die Möglichkeit, die Vorbehalte durch Zugeständnisse zu entkräften.
DaimlerChrysler und die Telekom wollen über die Toll Collect GmbH Erfassungssysteme für die manuelle und automatische Mauterhebung im Lkw-Verkehr aufbauen. Zudem sollen weitere telematische Dienste angeboten werden, die etwa die Verkehrsflussanalyse, Wegweisungshilfen oder die Datenübertragung zwischen Spediteur und Lkw-Fahrer ermöglichen.
Toll Collect soll jeweils zu 45 Prozent DaimlerChrysler und Telekom gehören. Der französische Autobahnbetreiber Cofiroute soll die restlichen zehn Prozent halten. Die drei Unternehmen hatten sich im Herbst im Ausschreibungsverfahren der Bundesregierung für ein Lkw-Mautsystem durchgesetzt. Es soll für Transporter über zwölf Tonnen auf deutschen Autobahnen eingeführt werden.