Leben wie unter Ceausescu bald Realität?


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Schnorrer:

Leben wie unter Ceausescu bald Realität?

 
26.07.02 16:44
Bis zum letzten Öltropfen

von Vlad Georgescu

Kurz nach den 20.00-Uhr-Nachrichten schalten die TV-Sender landesweit ab; draußen, auf den Straßen, brennt kein einziges Licht. Um Energie zu sparen, verhängt die Regierung ein absolutes Autofahrverbot - nur Krankenwagen sind noch vereinzelt unterwegs. Lebensmittel sind wegen der anhaltenden Energieknappheit ohnehin rationiert, die Wohnungen der Menschen im Winter nicht beheizt und bitter kalt.

Experte entwirft Schreckensszenario

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Das Schreckensbild, vor 17 Jahren unter dem Diktator Nicolae Ceausescu in Rumänien Realität, könnte in nicht allzu ferner Zukunft nach Europa zurückkehren. Und dann, da ist sich Energieexperte und Ex-Ölmanager Colin J. Campbell sicher, erfasst die Erdölkrise die gesamte industrialisierte Welt.
Schluß mit lustig für Verbraucher

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Die Botschaft des ehemaligen Fina-Vorstandsmitglieds, der die britische Regierung zum Thema Erdölreserven berät, ist unmissverständlich. Bereits in fünf Jahren werden die Produktionsspitzen der konventionellen Erdölreserven erreicht sein, durch die Ausbeutung noch nicht genutzter Lagerstätten verschiebt sich das Ende der globalen Erdölära noch bis 2010. Danach ist Schluss mit lustig für Industrie und Verbraucher. Erdölknappheit und massive gesellschaftliche Umwälzungen seien zu erwarten, trug Campbell letzten Winter vor erstaunten Geologen im indischen Neu-Delhi vor. Zuvor hatte der anerkannte Wissenschaftler und ehemalige Ölmanager auf dem europäischen Kontinent vor dem britischen Unterhaus und dem dänischen Parlament zum Thema gesprochen.
Einsamer Rufer in der Wüste

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Bislang interessiert sich kaum jemand für seine Informationen, wie der Brite konsterniert feststellt: "Die Warnungen wurden in den Wind geschlagen und als unglaubwürdig abgetan". Dabei gelten seine Berechnungen bei führenden Geologen hier zu Lande als seriös. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover beziffert die weltweiten Erdölreserven auf 200 bis 400 Milliarden Tonnen. Intern legt man sich auf rund 350 Milliarden Tonnen fest - und liegt damit knapp 100 Milliarden oberhalb der von Campbell mit 245 Milliarden angegebenen Menge.
Der Countdown läuft ab

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Doch was ist das schon? Die Frage, die alle beschäftigt, ist nicht die konkrete Menge der Erdölreserven in Tonnen oder Barrel. Es geht darum, wann der letzte Tropfen gefördert wird: In zehn, in 20 oder erst in 42 Jahren, wie einige Forscher meinen?
Während die amerikanische US Geological Survey (USGS) oder die deutsche BGR solche Zeitspannen als realistisch akzeptieren, blicken andere bewusst weg. "Die Industrie zieht es vor, die geschätzten Reserven über die Zeit nach oben zu korrigieren", meint Campbell.
Verschwörung um einen Rohstoff

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Nicht nur die Industrie. Denn glaubt man Campbell, und die Zahlen sprechen dafür, versuchen vor allem die Vereinigten Staaten die Weltölvorkommen schön zu rechnen. Die US-Regierung gaukelt ihrer Bevölkerung mit optimistischen Prognosen vor, das Land sei nicht vom Öl des Mittleren Ostens abhängig. Und die Industrie spiele dieses Spiel bereitwillig, erklärt Campell. Denn ohne Aussichten auf weitere Ölreserven würden viele Investoren abspringen. Auch die Opec korrigiert die Ölreserven nach oben, wenngleich aus anderen Gründen: Ohne Aussicht auf schier endlos sprudelnde Ölquellen würden die vom Opec-Öl abhängigen Staaten die Entwicklung erneuerbarer Energien forcieren. "Wir sind von mehreren Verschwörungen gleichzeitig umgeben", sagt Campbell.
Ölmultis malen rosige Zukunft aus

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Tatsächlich klingen manche Verheißungen der Branche wie Märchen aus vergangenen Zeiten. Der Ölmulti Esso beispielsweise stellte 1999 seine Studie Oeldorado vor. Fazit der PR-Schrift: Die Erdölreserven der Menschheit gehen in 100 Jahren noch nicht zu Ende. Noch rosiger skizziert die Deutsche Avia die Zukunft des Öls: "Das Ende des Ölzeitalters wird weder die heutige Generation, noch ihre Enkel noch deren Enkel erleben". Dabei sind solche Behauptungen nicht nur aus Campbells Sicht reine Volksverdummung. Auch Wissenschaftler der USGS schütteln über derartige Prognosen den Kopf.
Begrenzte Anzahl an Lagerstätten

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Grund für das unabwendbare Ende des Erdölzeitalters ist die begrenzte Anzahl der fossilen Lagerstätten. In den sechziger Jahren erreichte die Entdeckung neuer Erdölvorkommen ihr Maximum. Seitdem wird vorwiegend das gefördert, was vor dreißig oder vierzig Jahren erschlossen wurde. Die Rate der Erschöpfung der Erdölfelder liegt bei zwei Prozent pro Jahr. Statistisch betrachtet fördert die Menschheit damit jedes Jahr 22 Giga-Barrel aus bekannten Lagerstätten, während sie nur sechs Giga-Barrel neu entdeckt.
Um den Schwund zu kaschieren, greifen viele Staaten in die Trickkiste:

- Kuweit erhöhte 1985 die Reserven-Schätzung einfach um 50 Prozent, um seine OPEC-Quoten heraufsetzen zu können, wie Campbell erklärt.

- Venezuela verdoppelte in den achtziger Jahren seine Reserven, indem es längst bekannte Schwerölreserven in die Rechnung mit einbezog

- Rund 70 Länder publizierten 1999 unveränderte Fördermengen, was Campbell zufolge "schlicht unplausibel ist".

Das Ende der konventionellen Erdölreserven indes datiert die BGR ähnlich wie Campbell. Nur noch 23 Jahre: "Bis dahin ist das gesamte verbleibende konventionelle Erdöl verbraucht."




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eurest:

dadurch

 
26.07.02 16:48
repower (617703) der lösung
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Reila:

Leben wie Gott in Frankreich!

 
26.07.02 16:57
Da gibt's noch Atomkraftwerke.

R.
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Schnorrer:

Leben wie ein Schweinepriester !!

 
26.07.02 17:01
Da hat man beides: einen vollen Bauch UND Seelenheil.
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Nassie:

re: Schnorrer

 
26.07.02 17:02
Du hast das gute Bier und den Messwein vergessen.
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Reila:

.

 
26.07.02 17:13
Für Interessierte:

www.hydrogen.org/oelkrise/scheidew.html
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PRAWDA:

Das hat schon einmal die westliche Welt fast lahm-

 
26.07.02 17:14
gelegt:

                      Leben wie unter Ceausescu bald Realität? 734043
                     Die Grenzen des Wachstums
       Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit.
       Rowohlt Verlag
       Reinbek bei Hamburg, 1973  
       Haus der Geschichte, Bonn
       Inv.-Nr.: B 98/712
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PRAWDA:

1970er Jahre - Grenzen des Wachstums - Öl

 
26.07.02 17:18
www.bundestag.de/info/parlhist/g1970_7.html
Antworten
hjw2:

dow 1 jahr auf 4000, dann hat sich das Thema

 
26.07.02 17:23
erledigt
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Elan:

alles Unfug

 
26.07.02 17:28
Leben wie unter Ceausescu bald Realität? 734060

 
 
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PRAWDA:

Elan wie immer, sehr geistreich und begründet o.T.

 
26.07.02 17:31
Antworten
Elan:

prawda, Unfug zu dokumentieren ist

 
26.07.02 17:33
Leben wie unter Ceausescu bald Realität? 734066

 
unsinnig...
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PRAWDA:

Toll, Deine Begründung, ich bin begeistert o.T.

 
26.07.02 17:38
Antworten
wetty:

Mit heutiger Technik ist es moeglich Oel/Benzin

 
26.07.02 17:39

aus Stein u. Braunkohle zu rafinieren. Das kostet ca. das doppelte wie die heutige Erdoelfoerderung.

Die Kohle-Reserven halten bei analoger Berechnung fuer einige hundert Jahre. Das Ende des Erdoels wird also ein Ansteigen der Energiepreise mit sich bringen, aber das wars dann ausch schon.

100% Anstieg gabs schon oefters.



mfg
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Reila:

Elan, echt sachlich argumentiert.

 
26.07.02 17:41
Dazu auch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe:

Zukunftstrends

Das Gesamtpotential an konventionellem Erdöl wird bis zu einem Schwellenpreis von 25 - 30 US$/Faß auf rund 350 Mrd. t geschätzt; davon sind rund 115 Mrd. t gefördert, rund 150 Mrd. t Reserven und rund 85 Mrd. t Ressourcen. Es fällt auf, daß die Ressourcen nur gut halb so groß sind wie die Reserven. Der Grund hierfür liegt in der sehr langen Explorationsgeschichte des Erdöls. Mit einer leicht dynamischen Förderentwicklung von 1 - 2 % pro Jahr werden somit nicht nur zwischen 2010 - 2020 der depletion mid-point für dieses Gesamtpotential, sondern wohl auch die maximale Förderleistung erreicht bzw. erwartet. Da auch über 2020 hinaus eine Zunahme des Erdölverbrauches bzw. -bedarfs angenommen werden muß, wird eine im Vergleich zu heute großangelegte Nutzung der nicht-konventionellen Schweröl-, Schwerstöl- und Ölsandvorkommen imperativ. Dies setzt aus heutiger Sicht aber ein Preisniveau von 20 - 30 US$/Faß oder darüber voraus, zumindest in der Anfangsphase. Das Gesamtpotential dieser drei nicht-konventionellen Erdöllagerstättentypen liegt bei rund 240 Mrd. t (davon: 15 Mrd. t gefördert, 133 Mrd. t Reserven, 92 Mrd. t Ressourcen). Das kombinierte Gesamtpotential von konventionellem und nicht-konventionellem Erdöl (ohne Ölschiefer) beläuft sich somit auf rund 590 Mrd. t. Der depletion mid-point würde - je nachdem ob ± Förderkonstanz oder eine weitere leichte Zunahme unterstellt wird - sich dadurch allerdings nur um ca. 20 - 25 Jahre zeitlich hinausschieben. Diese Betrachtung bzw. Annahme steht aus heutiger fördertechnischer Sicht allerdings auf schwachen Beinen, da der Förderabfall des konventionellen Erdöls durch Produktion aus nicht-konventionellen Vorkommen wohl kaum kompensiert, sondern lediglich abgeschwächt werden kann. Völlig unabhängig davon wird die OECD-Abhängigkeit vom OPEC-(Golf-)Erdöl ebenfalls ab 2010/20 immer größer werden. Die aus Ölschiefern gewinnbaren Mengen blieben bei dieser Betrachtung unberücksichtigt, obwohl sie nach Schätzungen ca. 13 Mrd. t gewinnbares Öl beinhalten. Das derzeitige Preisniveau und besonders Umweltbeeinträchtigungen (u.a. großer Flächenverbrauch) lassen dieses Potential weltweit erst bei neuen Gewinnungstechnologien Bedeutung erlangen.

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Elan:

@wetty, das machte zu Hitlers Zeiten auch schon

 
26.07.02 17:44
Leben wie unter Ceausescu bald Realität? 734085

 
und aus Kohle wurde zudem Magarine gewonnen...

Prawda, wer bist du, dass du urteilen kannst?
Antworten
pusherman:

@Elan

 
26.07.02 17:54
Dein sinnloses Gelaber hier im Board hält echt kein normaler Mensch mehr aus.
Mein Vorschlag:
Leute schaut Euch lieber im ZDF die Schwimm-EM aus Berlin an!

Pusherman
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FunMan2001:

@Elan was bist denn du für einer ?

 
26.07.02 17:58
Machst Werbung für die Telekom und schmierst
Dir Margarine aus Kohle auf Dein Brot  ?!
Kein Wunder, daß Du solche Kommentare ablässt.
Leben wie unter Ceausescu bald Realität? 734098
Antworten
rohrberg:

energiereserven

 
26.07.02 17:59
nachdem die grünen die atomkraftwerke abgeschaltet haben, können wir die a-energie gottseidank dann noch in frankreich kaufen
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Schnorrer:

In den heutigen Prognosen ist noch nicht der WTO-

 
26.07.02 18:06
Beitritt von China berücksichtigt. Man spricht von einer Verdreifachung des weltweiten Bedarfs binnen 5 Jahre. Dann ist bald Schicht im Schacht.

Oder wir zahlen 50 Euro für einen Liter Sprit.
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Reila:

schnorrer, gut daß Du nicht übertreibst. o.T.

 
26.07.02 18:07
Antworten
commo:

@rohrberg

 
26.07.02 18:09
was glaubst du wie lange die menschheit mit kernenergie auskommt.
des sind auch nur höchstens 80 jahre bei gleichbleibenden verbrauch.


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Schnorrer:

Reila: wieso? Kriegen die Schlitzaugen einfach

 
26.07.02 18:10
kein Öl? Müssen die dann in Zukunft so wie heute ihre fettigen Haare auswringen?
Antworten
Reila:

schnorrer, die haben da noch Ordnung.

 
26.07.02 18:18
Wenn die Partei befiehlt 10 Grad in den Wohnungen, dann wird eben nicht geheizt. Da gibt's keine Ölkrise. Und Atomkraftwerke bauen die auch.

commo, Kernspaltung ist nicht das letzte Wort. Schon mal etwas von Fusion gehört?

R.
Antworten
AlanG.:

nur so gets

 
26.07.02 18:48
um Energie zu gewinnen braucht man kein Öl oder Kohle oder Uran oder sonn Scheiss

siehe hier
www.wuerth-ag.com/Navigation.htm
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