Handeln wie die Chinesen
Durch die hohen Leistungsbilanzdefizite der USA entstehen jetzt täglich Rekordsummen an Dollars, die von Ausländern gehalten werden müssen. So, wie es gegenwärtig aussieht, sind die Privaten dazu immer weniger bereit. Die Privaten versuchen sich also, diesen Dollarvermögen zu entledigen. In einem geschlossenen System ist so etwas jedoch nicht möglich. Jeder einzelne Dollar-Besitzer kann seine Dollar loswerden und sie gegen andere Währung eintauschen, die Gesamtheit kann dies jedoch nicht. Die Gesamtheit muss zu jedem Zeitpunkt die gesamte Dollar-Menge in ihrem Besitz halten. Aus diesem Grunde fällt der Dollarkurs derzeit so dramatisch in die Tiefe.
Nun ist das Devisensystem jedoch kein geschlossenes System, denn es gibt Zentralbanken, die einzelne Währungen aus dem Markt nehmen können. Gegenwärtig wird dies in großem Stile gerade von den fernöstlichen Zentralbanken getan. Dies kann man, muss man aber nicht als Warnzeichen interpretieren.
Es gibt in den USA das geflügelte Sprichwort "Don´t fight the Fed", also "Stelle dich nicht gegen die Notenbank". Bezieht man diesen Spruch nun einmal auf die ganze Welt, dann sollte man sehr gut überlegen, ob man beispielsweise gegen die Notenbank der neuen wirtschaftlichen Zukunftsmacht China handeln sollte. Hier werden täglich ungeheure Dollarpositionen herein genommen. Natürlich geschieht dies, um die eigene Währung gegen den Dollar-Verfall zu schützen. Doch würden die Chinesen diese ganzen Dollars tatsächlich nehmen, wenn sie hier nicht auch Chancen sähen?
Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie im Crash 1998 die Zentralbank von Hongkong in großem Stile heimische Aktien gekauft hat. Natürlich war das eine Stabilisierungsaktion – doch letztlich hat sie die Aktien mit großem Profit wieder abgegeben. Will sagen: Zentralbanken handeln dann, wenn die Märkte verrückt spielen. Sie stellen sich dann gegen die Markt-Verrücktheiten. Und da sie – im Gegensatz zu den normalen Spekulanten – keinen Zins auf ihren Einsatz zahlen müssen, können sie die von ihnen eingegangenen Positionen prinzipiell unendlich lange durchhalten. Und wer unendlich lange durchhalten kann, muss fast zwangsweise Gewinne machen.
Gegenwärtig kaufen die großen Notenbanken der Welt Dollar und verkaufen Gold. Ich denke, das sollten auch die Anleger beherzigen. Vielleicht noch nicht heute, aber auf jeden Fall morgen. Ich sage daher: Don´t fight the central banks! Take your time, look and join them!
Instock.de
Durch die hohen Leistungsbilanzdefizite der USA entstehen jetzt täglich Rekordsummen an Dollars, die von Ausländern gehalten werden müssen. So, wie es gegenwärtig aussieht, sind die Privaten dazu immer weniger bereit. Die Privaten versuchen sich also, diesen Dollarvermögen zu entledigen. In einem geschlossenen System ist so etwas jedoch nicht möglich. Jeder einzelne Dollar-Besitzer kann seine Dollar loswerden und sie gegen andere Währung eintauschen, die Gesamtheit kann dies jedoch nicht. Die Gesamtheit muss zu jedem Zeitpunkt die gesamte Dollar-Menge in ihrem Besitz halten. Aus diesem Grunde fällt der Dollarkurs derzeit so dramatisch in die Tiefe.
Nun ist das Devisensystem jedoch kein geschlossenes System, denn es gibt Zentralbanken, die einzelne Währungen aus dem Markt nehmen können. Gegenwärtig wird dies in großem Stile gerade von den fernöstlichen Zentralbanken getan. Dies kann man, muss man aber nicht als Warnzeichen interpretieren.
Es gibt in den USA das geflügelte Sprichwort "Don´t fight the Fed", also "Stelle dich nicht gegen die Notenbank". Bezieht man diesen Spruch nun einmal auf die ganze Welt, dann sollte man sehr gut überlegen, ob man beispielsweise gegen die Notenbank der neuen wirtschaftlichen Zukunftsmacht China handeln sollte. Hier werden täglich ungeheure Dollarpositionen herein genommen. Natürlich geschieht dies, um die eigene Währung gegen den Dollar-Verfall zu schützen. Doch würden die Chinesen diese ganzen Dollars tatsächlich nehmen, wenn sie hier nicht auch Chancen sähen?
Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie im Crash 1998 die Zentralbank von Hongkong in großem Stile heimische Aktien gekauft hat. Natürlich war das eine Stabilisierungsaktion – doch letztlich hat sie die Aktien mit großem Profit wieder abgegeben. Will sagen: Zentralbanken handeln dann, wenn die Märkte verrückt spielen. Sie stellen sich dann gegen die Markt-Verrücktheiten. Und da sie – im Gegensatz zu den normalen Spekulanten – keinen Zins auf ihren Einsatz zahlen müssen, können sie die von ihnen eingegangenen Positionen prinzipiell unendlich lange durchhalten. Und wer unendlich lange durchhalten kann, muss fast zwangsweise Gewinne machen.
Gegenwärtig kaufen die großen Notenbanken der Welt Dollar und verkaufen Gold. Ich denke, das sollten auch die Anleger beherzigen. Vielleicht noch nicht heute, aber auf jeden Fall morgen. Ich sage daher: Don´t fight the central banks! Take your time, look and join them!
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