Kursfeststellungen am Neuen Markt werden reformier


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Kursfeststellungen am Neuen Markt werden reformier

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12.08.00 10:42
aus der Welt:
             Vergabe der Skontroführung soll geändert werden

             Frankfurt/Main - Die Deutsche Börse arbeitet
             daran, die Regeln für die Skontrovergabe am Neuen
             Markt zu ändern. Denn es verdichten sich
             Gerüchte, dass die Vergabe der Skontroführungen
             mit zweifelhaften Praktiken erfolgt. Angeblich sollen
             Freimakler mit teuren Zuwendungen an neue
             Emittenten - die Rede ist von Autos, Reisen oder die
             Bevorzugung von Aktienemissionen - versuchen,
             die lukrative Skontroführung zu ergattern.
             Freimakler, die das Skontro führen, sammeln die
             Aufträge zum Kauf oder Verkauf der jeweiligen
             Aktie und stellen aus der Orderlage den Kurs fest.
             Ein lohnendes Geschäft: Allein während der ersten
             drei Tagen nach einer Neuemmission, in denen der
             Handel meist sehr lebhaft verläuft, können
             Millionenbeträge zusammenkommen, schätzen
             Experten.

             Zurzeit wetteifern rund 15 Maklerfirmen um die
             Skontroführungen am Neuen Markt. Allerdings gibt
             es Makler, bei denen sich die Aufträge zur
             Skontroführung offensichtlich häufen. Aber Namen
             werden nicht genannt. Bisher wurde die Vergabe so
             gehandhabt, dass der Emittent meist in Absprache
             mit seiner Konsortialbank einen Skontroführer
             vorschlug, der dann ohne weitere Nachfrage von
             den Gremien der Börse akzeptiert wurde.

             Selbst wenn es bei der Vergabe zu Mauscheleien
             gekommen sein sollte, wäre dies juristisch nicht
             relevant. Anlegern entstehen daraus keine
             finanziellen Nachteile. Allenfalls ließe sich mit mit
             unzureichender Information zum Anlegerschutz
             argumentieren. Denn im Prospekt der
             Neuemissionen findet sich kein Hinweis darauf, wer
             die Skontroführung übernehmen wird. Ziel einer
             neuen Regelung ist nun, dass Emittenten und
             Banken ihren Einfluß verlieren. Denkbar sind
             unterschiedliche Modelle, von der alphabetischen
             Vergabe nach der Maklerliste bis zu Verfahren,
             dass die Skontroführer wechseln. "Gespräche mit
             Maklern, Emittenten und Marktteilnehmern werden
             derzeit geführt", sagt Frank Hartmann, ein Sprecher
             der Deutsche Börse AG. Go.
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Allenstein:

Eine Wissensfrage: Wer überwacht eigentlich...

 
12.08.00 11:20
den Kursmakler.

Der Kursmakler gewährt ja keinen Einblick in sein Orderbuch, wie bei Xetra.

Unabhängig davon, daß der Kursmakler besonders bei rege gehandelten Werten durch seine Provision immer der Gewinner ist, egal wie es läuft, könnte er doch auch durch die genaue Kenntnis von z.B. Stop-Loss-Aufträgen, Stop-Buy-Aufträgen und Zwischenschaltung eines eigenen "Auftrages" zusätzlich erheblich Gewinne erzielen. Darf der Kursmakler überhaupt Aktien auf eigene oder "fremde", d.h. auf Strohmanns-Rechnung nehmen. Wäre das "Insiderhandel"?

Mit diesem Thema habe ich mich noch nie genau beschäftigt, bin aber durch obigen Artikel aufmerksam geworden.

Kennt sich jemand aus?

Gruss, Allenstein
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