aus der Welt:
Vergabe der Skontroführung soll geändert werden
Frankfurt/Main - Die Deutsche Börse arbeitet
daran, die Regeln für die Skontrovergabe am Neuen
Markt zu ändern. Denn es verdichten sich
Gerüchte, dass die Vergabe der Skontroführungen
mit zweifelhaften Praktiken erfolgt. Angeblich sollen
Freimakler mit teuren Zuwendungen an neue
Emittenten - die Rede ist von Autos, Reisen oder die
Bevorzugung von Aktienemissionen - versuchen,
die lukrative Skontroführung zu ergattern.
Freimakler, die das Skontro führen, sammeln die
Aufträge zum Kauf oder Verkauf der jeweiligen
Aktie und stellen aus der Orderlage den Kurs fest.
Ein lohnendes Geschäft: Allein während der ersten
drei Tagen nach einer Neuemmission, in denen der
Handel meist sehr lebhaft verläuft, können
Millionenbeträge zusammenkommen, schätzen
Experten.
Zurzeit wetteifern rund 15 Maklerfirmen um die
Skontroführungen am Neuen Markt. Allerdings gibt
es Makler, bei denen sich die Aufträge zur
Skontroführung offensichtlich häufen. Aber Namen
werden nicht genannt. Bisher wurde die Vergabe so
gehandhabt, dass der Emittent meist in Absprache
mit seiner Konsortialbank einen Skontroführer
vorschlug, der dann ohne weitere Nachfrage von
den Gremien der Börse akzeptiert wurde.
Selbst wenn es bei der Vergabe zu Mauscheleien
gekommen sein sollte, wäre dies juristisch nicht
relevant. Anlegern entstehen daraus keine
finanziellen Nachteile. Allenfalls ließe sich mit mit
unzureichender Information zum Anlegerschutz
argumentieren. Denn im Prospekt der
Neuemissionen findet sich kein Hinweis darauf, wer
die Skontroführung übernehmen wird. Ziel einer
neuen Regelung ist nun, dass Emittenten und
Banken ihren Einfluß verlieren. Denkbar sind
unterschiedliche Modelle, von der alphabetischen
Vergabe nach der Maklerliste bis zu Verfahren,
dass die Skontroführer wechseln. "Gespräche mit
Maklern, Emittenten und Marktteilnehmern werden
derzeit geführt", sagt Frank Hartmann, ein Sprecher
der Deutsche Börse AG. Go.
Vergabe der Skontroführung soll geändert werden
Frankfurt/Main - Die Deutsche Börse arbeitet
daran, die Regeln für die Skontrovergabe am Neuen
Markt zu ändern. Denn es verdichten sich
Gerüchte, dass die Vergabe der Skontroführungen
mit zweifelhaften Praktiken erfolgt. Angeblich sollen
Freimakler mit teuren Zuwendungen an neue
Emittenten - die Rede ist von Autos, Reisen oder die
Bevorzugung von Aktienemissionen - versuchen,
die lukrative Skontroführung zu ergattern.
Freimakler, die das Skontro führen, sammeln die
Aufträge zum Kauf oder Verkauf der jeweiligen
Aktie und stellen aus der Orderlage den Kurs fest.
Ein lohnendes Geschäft: Allein während der ersten
drei Tagen nach einer Neuemmission, in denen der
Handel meist sehr lebhaft verläuft, können
Millionenbeträge zusammenkommen, schätzen
Experten.
Zurzeit wetteifern rund 15 Maklerfirmen um die
Skontroführungen am Neuen Markt. Allerdings gibt
es Makler, bei denen sich die Aufträge zur
Skontroführung offensichtlich häufen. Aber Namen
werden nicht genannt. Bisher wurde die Vergabe so
gehandhabt, dass der Emittent meist in Absprache
mit seiner Konsortialbank einen Skontroführer
vorschlug, der dann ohne weitere Nachfrage von
den Gremien der Börse akzeptiert wurde.
Selbst wenn es bei der Vergabe zu Mauscheleien
gekommen sein sollte, wäre dies juristisch nicht
relevant. Anlegern entstehen daraus keine
finanziellen Nachteile. Allenfalls ließe sich mit mit
unzureichender Information zum Anlegerschutz
argumentieren. Denn im Prospekt der
Neuemissionen findet sich kein Hinweis darauf, wer
die Skontroführung übernehmen wird. Ziel einer
neuen Regelung ist nun, dass Emittenten und
Banken ihren Einfluß verlieren. Denkbar sind
unterschiedliche Modelle, von der alphabetischen
Vergabe nach der Maklerliste bis zu Verfahren,
dass die Skontroführer wechseln. "Gespräche mit
Maklern, Emittenten und Marktteilnehmern werden
derzeit geführt", sagt Frank Hartmann, ein Sprecher
der Deutsche Börse AG. Go.