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sag das mal den Anleihegläubigern. Der Unternehmenswert ergibt sich nunmal aus Marktwert des Ek und Marktwert des FK. Offensichtlich gehst du davon aus, dass die Anleihe zu 100% zurückbezahlt wird und dafür wärst du bereit nicht mehr Zinsen als die 6,xx zu erwarten, die versprochen werden. So wäre jedenfalls deine Logik. Der Markt geht aber entweder von einer reduzierten Rückzahlung aus, oder will fürs erhöhte Risiko eines Zahlungsausfalles deutlich mehr Rendite. Daher ist der Wert ihrer Anlage so niedrig. Die Banken, die bei einer Mißachtung der vereinbarten Kennzahlen seitens Sw, die Kredite aufkündigen könnten, würden für eine Refinanzierung, falls überhaupt auch nur stark erhöhte Zinsen fordern.
Fazit:
wenn du meinen Ausführungen keinen Glauben schenkst, dann glaubst du Sw ist unterbewertet.
auf gute Geschäfte
...im Gegensatz zum deutschsprachigen Raum wurde die Solarworld-News landesweit in den USA am Wochenende (meist in der von ulm000 am 05.04.2012 eingestellten Langversion) in namhaften Zeitungen veröffentlicht.
Weil es so schön ist einmal eine prägnante Kurzversion!
http://mask-africa.com/2012/04/07/...00-mw-of-pv-projects-in-florida/
nichts für ungut, aber man kann morgen froh sein wenn die Null steht. Amiland lässt grüßen und da wird First Solar gerade mal wieder in den Keller geschickt (20,46$ Realtime; Tagestief 20,05$=neues ATL).
So ein Auftrag für sich ist ein Tropfen auf den heissen Stein. Deswegen kann man maximal mal einen kurzfr. Trade wagen, aber deswegen gleich alles sonnig zu sehen, ist total unangemessen.
SW hat riesen Probleme, nun gibt es ja die Börsenweisheit man solle kaufen wenn die Kanonen donnern. Blind kaufen hilft aber auch nicht. Das kann alles gut gehen, muss es aber nicht und das Risiko ist enorm hoch (dessen sollte man sich bewusst sein).
Gilt auch für dich Privatanleger. Hast du eigentlich den ganzen Tag nichts anderes zu tun als bei Ariva zu posten ???
Ne ulm, das Einzige was an deinem Posting richtig ist, ist der Begriff Enterprise Value, so nennt man diesen Unternehmenswert auf Englisch. Macht dann den Eindruck du wüßtest von was du sprichst. Leider ist dies nicht so. Ich hoffe nicht, dass deine Recherchen genauso sind.
Ich lasse mal Wikipedia sprechen, um diese Fakten der Berechnung kundzutun, die meine Äußerungen bestätigen.
en.wikipedia.org/wiki/Enterprise_value
Und ich will nochmals klar damit sagen, dass dies nicht bedeutet, dass die Aktie unterbewertet sein muss. Es könnten auch nur die Anleihen unterbewertet sein (gg den Bilanzwerten).
Das Sw geliehene Geld ist halt im Moment nicht mehr soviel Wert wie vor der Transaktion, da höhere Renditeforderungen angemeldet werden. Und dies von beiden Eigenkapitalgebern wie Fremdkapitalgebern. Der Enterprise Value ist nicht gleich dem Shareholder Value!
Eigentlich müßtest du dich bedanken ulm für das Belehren ;-)
auf gute Geschäfte
Für diejenigen, die keine Lust haben mein langes Posting zu lesen, dennoch eine Idee haben wollen, was ich hier geschrieben habe, einfach die fett gedruckten Begriffe lesen ;-)
Du hast Recht wenn es um den Nachrang von Aktienkapital geht. Beim Enterprise Value geht es, um den Preis, den ein potentieller Käufer zahlen müßte, um ein Unternehmen zu übernehmen. Dabei wird unterstellt, dass die Marktpreise (in Wahrheit wird ein Aufpreis fällig) dafür entscheidende Relevanz haben. Aktien werden über den Markt aufgekauft, Anleihen ebenfalls. Bankschulden werden nicht gehandelt und müßten durch cash zu 100% (wenn nicht handelbar/kein Marktpreis) beglichen werden oder weitergeführt werden.
Es wird hier nicht! - und da liegt wohl der Denkfehler- von einer Liquidation ausgegangen. D.h. es wird nicht davon ausgegangen, dass -rechtlich zwar richtig- 100% zurückgezahlt werden, sondern der Wert der Rückzahlung aktuell bemessen wird. Im Übrigen ist es doch auch so, dass der Aktienkurs nicht den Buchwert widergibt.
Apropos Buchwert. Natürlich hat ein Buchwert eine Aussagekraft. Hier von Null Aussagekraft zu sprechen, würde eine Bilanz komplett unnötig erscheinen lassen, was sicher nicht sinnvoll ist. Buchwerte sind Buchwerte und keine Marktwerte oder Liquidationswerte und daher nicht als solche zu wandeln.
Marktwerte schwanken teils stark, Buchwerte haben mehr Konstanz und müssen z.B. im Anlagevermögen nicht jeden Tag auf- oder abgewertet werden. Daher auch nur der einmal im Jahr stattfindende Impairment Test von Sw. Außerdem heißt es nicht, dass wenn Sw die Produktionsstätten abgeschrieben hat, es nicht in Zukunft, wenn der Markt es zulässt, wieder in Camarillo etc. produzieren lässt, da sie laut Bericht in Stand gehalten werden und dies nicht ausgeschlossen wird (Stille Reserven). Bekannt sind auf der anderen Seite Risiken weiterer Abschreibungen in schlechtem Marktumfeld(also derzeit höhere Wahrscheinlichkeit).
D.h. Buchwerte sind nicht alles aber eine gewisse stabile Orientierungshilfe. Sw wird ganz sicher nicht jedes Jahr 450 Mio€ abschreiben. Da sind ulms Aussagen leider zu plakativ. Einen Abschlag zu machen von z.B. 30% Wertminderung als Puffer vom bilanziellen Ek bzw. adäquat bei den Vermögenswerten scheint mir da schon eher geeignet. Also wie hoch dieser Abschlag oder gar Aufschlag (z.B. für den ebenfalls nicht in der Bilanz stehenden Markenwert etc. ) ausfallen sollte muss jeder selbst entscheiden.
Auch das von mir früher genannte KUV, isnbesondere den Umsatz als Orientierung, halte ich für die stabilste Größe im gesamten Unternehmen.
Wie stark schwankt denn der Umsatz. Da kann man schon von einer nachvollziehbaren Geschäftsentwicklung reden, da Preisentwicklungen und Absatzentwicklungen einbezogen sind. Zudem können hier kaum künstlich bzw. ausserordentlich übers Jahr bzw. sogar über Jahre gesehen Auswüchse konstatiert werden, die der wirklichen Entwicklung eines Unternehmens entgegenstehen.
Es gibt keine Kennzahl die alles in sich vereint, aber ein KUV ist ganz sicher kein nonsens, auch in der Solarbranche nicht!
Selbst eine theoretisch denkbare Annahme eines steigenden Umsatzes mit steigenden Verlusten, hält meine These in der Regel stand, da eine Unternehmung mind. eine Absatzerhöhung und damit z.B. eine bessere Auslastung oder eine Preiserhöhung und damit eine Angebotsmacht hat und den jeweils negativen anderen Effekten überproportional trotzt. Die dritte Möglichkeit der Absatz- und Preissteigerungen spricht trivialerweise für sich.
Fazit : Als erste Indikation ist ein KUV sowie ein KBV geeignet.
Ein Enterprise Value ist ungeeigneter, da viele Komponenten geschätzt werden müssen und wie bereits erwähnt Marktpreise insbesondere Aktienkurse sehr schwer prognostizierbar sind. Umsätze und Buchwerte dagegen viel viel leichter.
auf gute Geschäfte
Die letzten Tage rückt Solarworld immer näher an die 2€ Marke ran. Der 2€ Marke gebe ich nicht zuviel Gewicht. Ist halt nur eine runde Marke. Eine Unterstützung wäre wieder im Bereich von roundabout 1,65/1,75, d.h. in der Region von Sommer 2004. Hier könnte man dann (gegebenenfalls es geht soweit runter) wieder auf eine technische Gegenreaktion setzen. Momentan ist jedenfalls (noch) keine Bodenbildung erkennbar und das Sentiment für Solarwerte weiter übelst.
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