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Da lagst Du, lieber ulm000, mit Deinen düsteren Prognosen, dass in 2012 für die Solaris alles noch schwieriger werden wird, vielleicht doch daneben? Zweckpessimus, um positiv überrascht zu werden??
Wenn nun doch nicht alles so schlimm ist, wie bislang an die Wand gemalt: massive Überkapazitäten, ins Bodenlose fallende Wafer-, Zell- und Modulpreise - und überhaupt: keine Zukunftsperspektive für PV, wenn die Förderung zurückgeht bzw. ganz eingestellt wird - und für deutsche Produzenten erst recht überhaupt keine Chance auf dem Weltmarkt - , wenn nun doch nicht alles so schlimm ist und nun ganz andere Töne in die Welt geblasen werden: wie erleben das jetzt die Mitarbeitenden und Aktionäre der Unternehmen wie z.B. Solon, die über diesem Gerede pleite gegangen sind. Man trägt mit seinem Gequatsche eine Verantwortung für die Realwirtschaft. Weil die Börse zu einer Zockerbude verkommen ist, in der manipuliert wird, muss man die Geschäfte, die da getätigt werden, zumindest besteuern - und zwar mit Prozent-Zahlen, die vorm Komma stehen.
Lieber ulm000: es ehrt Dich, dass Du Dir wirklich Mühe mit Deinen Beiträgen machst und fleissig recherchierst! Den Dissens sehe ich zwischen uns darin, dass ich der Meinung bin, dass in allen Industriesparten schnell Überkapazitäten entstehen, nimm nur einmal die Autoindustrie. Würden alle so viel produzieren, wie die bestehenden Fabrikanlagen hergeben, wären die Halden noch voller - vielleicht auf Jahre hin ... Genau das passiert aber nicht: es geschehen Anpassungsprozesse. Diesbezüglich hat SolarWorld schnell und konsequent reagiert, und Philipp Koeke hat im Interview dazu ausgeführt, dass man da weiter lerne. Entscheidend ist doch, dass der Markt riesig ist und auf Jahrzehnte hin mit guten Produkten bedient werden kann. SolarWorld ist bestens aufgestellt, da die gesamte Wertschöpfungskette dargestellt wird, was noch mehr Flexibilität in diesen volatilen Zeiten ermöglicht. Von daher verstehe ich Dich nicht, "short" zu gehen. Ich wiederhole: mein "Kursziel" liegt im zweistelligen Bereich.
Hi, hab mir jetzt nach Monaten des sporadischen Mitlesens auch nen Account erstellt. Erstmal Danke Ulm für die ganzen funierten Infos.
Zum Thema Auslastung möchte ich auch mal was schreiben. Bei mir in der Gegend haben wir ein großes Automobil-Werk. Eine volle Auslastung ist, wenn alle Werke im normalen Schichtbetrieb voll laufen. Man kann aber auch zusätzliche Schichten darüber hinaus fahren. Dann werden Nacht- und Wochenendschichten eingelegt, und mit entsprechenden Zuschlägen vergütet.
Wenn aber bei Automobilfirmen ganze Werke oder Produktionsstätten geschlossen werden, dann kann ich nicht mehr davon sprechen, dass dies eine normale Auslastung wäre. Und genau dies ist doch bei den Solarfirmen der Fall. Insolvenzen hat es auch schon gegeben.
Ulm, hast Du eine Ahnung, wie die "Modulfertigungskapazitäten von 50 bis 55 GW" berechnet sind? Bei Vollast im normalen Betrieb? Oder incl. Sonderschichten? Bei Nachfrage von 25GW haben wir eine Auslastung von ca. 50%. Im Normalbetrieb ist das ja schon heavy. Da kann man die halbe Belegschaft auf die Straße setzen, b.z.w. man hat Abschreibungs-, Instandhaltungs- und Kapitalkosten für die Produktionsgüter ohne entsprechenden Return on Investment.
Wie ich Dich verstehe, meinst Du mit den gesunkenen Risikofaktoren die des Solarmarktes selbst. Wie sieht es mit denen der Gesamtwirtschaft aus? In China scheint die Blase auf dem Häusermarkt langsam zu platzen. Sowas führt tendentiell zu einer Abschwächung der Konjunktur. www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/...t-bricht-ein/5903422.html
Ein Konjunktureinbruch sollte die Nachfrageseite in irgendeiner Form schwächen. Das Geldgedrucke, dass dem Einbruch folgt, stärkt üblicherweise die Angebotsseite.
Welche Auswirkung hätte ein konjunktureller Abschwung auf den (chinesischen) Solarmarkt? Du schreibst, in China wird ein Neuzubau von 5 GW wird für dieses Jahr erwartet. Kannst Du mir sagen, ob das wie in den USA eher Großprojekte sind, oder Aufdachanlagen wie in DE? Verstehe ich das richtig, dass Chinesische Solaris mehr für Großprojekte produzieren? Wäre auch interessant zu wissen, wie flexibel chinesische Investoren bei Geldknappheit aus solchen Projekten aussteigen könnten.
Solange es noch Atomstrom gibt, gibt es keine "Überproduktion" an PV - wie es auch keine Überproduktion an Nahrungsmitteln gibt, solange Menschen auf dieser Erde hungern. Es handelt sich um ein Verteilungsproblem. Verteilung vernünftig zu regeln setzt Intelligenz und guten Willen voraus. An beidem fehlt es in der Politik im Lande. Sonst wäre die Entwicklung von smart grid, Speichersystemen etc. schon weiter. Den schnellen Ausbau von PV setzt zum Sündenbock zu machen zeigt nur eines - mit Verlaub gesagt - : Beschränkheit!
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