Kritik an Daimler-Boß Schrempp: Trennung von Chrysler gefordert
Bei der Hauptversammlung des Automobilkonzerns gingen die Wogen hoch.
BERLIN (dpa). DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp stand bei der mit Spannung erwarteten Hauptversammlung des Autokonzerns unter heftigem Beschuß. Von "amerikanischer Krankheit" (Chrysler) und Furcht vor der "asiatischen Grippe" (Mitsubishi) war da die Rede. Aktionäre warfen Schrempp die falsche Strategie vor und forderten die Trennung von Chrysler.
Schrempp verteidigte seine Strategie und bekräftigte sein Ziel, das deutsch-amerikanische Unternehmen weltweit zur Nummer 1 der Automobilindustrie zu machen. Zugleich bat er die knapp 10.000 angereisten Aktionäre um mehr Geduld bei der Umsetzung der Pläne. Als Beweis für die Richtigkeit seiner Strategie verwies Schrempp darauf, daß die angeschlagene Chrysler-Group im ersten Quartal 2002 erstmals seit anderthalb Jahren wieder ein leicht positives Ergebnis erreichte. In diesem Jahr werde Chrysler in die Gewinnzone zurückkehren. Auch für den Gesamtkonzern sprach Schrempp von einem positiven Jahresauftakt. Die wichtigste Marke Mercedes-Benz hat im ersten Quartal mit 264.100 Pkw um 2000 Autos weniger abgesetzt als im Vorjahresquartal.
Während der Konzernboss für die zurückhaltende und um Verständnis werbende Rede nach einer Dreiviertelstunde nur wenig Beifall erntete - Beobachter meinten, er sei in diesem Jahr kräftig auf die "Euphoriebremse" getreten - erhielt Aktionärsschützer Jörg Pluta für seine scharfe, aber weitgehend sachliche Kritik am Schrempp-Kurs große Zustimmung. Pluta nahm vor allem die vorzeitige Vertragsverlängerung von Schrempp bis 2005 aufs Korn.
Dieser bekräftigte hingegen seine Ergebnisprognose: Heuer werde ein operativer Gewinn erreicht, der "deutlich mehr als das Doppelte des Vorjahres" betragen werde. "Diese Aussage steht."
Bei der Hauptversammlung des Automobilkonzerns gingen die Wogen hoch.
BERLIN (dpa). DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp stand bei der mit Spannung erwarteten Hauptversammlung des Autokonzerns unter heftigem Beschuß. Von "amerikanischer Krankheit" (Chrysler) und Furcht vor der "asiatischen Grippe" (Mitsubishi) war da die Rede. Aktionäre warfen Schrempp die falsche Strategie vor und forderten die Trennung von Chrysler.
Schrempp verteidigte seine Strategie und bekräftigte sein Ziel, das deutsch-amerikanische Unternehmen weltweit zur Nummer 1 der Automobilindustrie zu machen. Zugleich bat er die knapp 10.000 angereisten Aktionäre um mehr Geduld bei der Umsetzung der Pläne. Als Beweis für die Richtigkeit seiner Strategie verwies Schrempp darauf, daß die angeschlagene Chrysler-Group im ersten Quartal 2002 erstmals seit anderthalb Jahren wieder ein leicht positives Ergebnis erreichte. In diesem Jahr werde Chrysler in die Gewinnzone zurückkehren. Auch für den Gesamtkonzern sprach Schrempp von einem positiven Jahresauftakt. Die wichtigste Marke Mercedes-Benz hat im ersten Quartal mit 264.100 Pkw um 2000 Autos weniger abgesetzt als im Vorjahresquartal.
Während der Konzernboss für die zurückhaltende und um Verständnis werbende Rede nach einer Dreiviertelstunde nur wenig Beifall erntete - Beobachter meinten, er sei in diesem Jahr kräftig auf die "Euphoriebremse" getreten - erhielt Aktionärsschützer Jörg Pluta für seine scharfe, aber weitgehend sachliche Kritik am Schrempp-Kurs große Zustimmung. Pluta nahm vor allem die vorzeitige Vertragsverlängerung von Schrempp bis 2005 aufs Korn.
Dieser bekräftigte hingegen seine Ergebnisprognose: Heuer werde ein operativer Gewinn erreicht, der "deutlich mehr als das Doppelte des Vorjahres" betragen werde. "Diese Aussage steht."