Krebsforscher machen der Biotech-Branche Mut
Von Siegfried Hofmann, Handelsblatt
Mit verhaltener Zuversicht sind Biotech-Investoren und Analysten von der diesjährigen Konferenz der American Society for Clinical Oncology (ASCO) zurückgekehrt. Grundlegend neue Impulse konnte das weltweit wichtigste Meeting der Krebsforscher zwar nicht vermitteln.
HB FRANKFURT/M. Fachleute bewerten die in New Orleans präsentierten Studien indessen als Bestätigung dafür, dass sich die Biotech-Branche insgesamt auf solidem Fundament bewegt und ihre Versprechen nach und nach einlösen kann. „Die Resultate sind insgesamt positiv ausgefallen und zeigen, dass eine Reihe neuer Produkte ein relativ breites Einsatzspektrum haben werden“, so Michael Sjöström, Biotech-Fondsmanager beim Schweizer Bankhaus Pictet. Experten bei Lehman Brothers sprechen dagegen von insgesamt eher „unspektakulären Ergebnissen“.
Mit günstigen Daten konnten insbesondere Imclone und Merck KGaA für ihren Wirkstoff Erbitux sowie das Trio Roche, Genentech und OSI für ihre Neuentwicklungen Avastin und Tarceva aufwarten. Auch einige Produkte, die sich in früheren Testphasen befinden, werden überwiegend positiv beurteilt, darunter zum Beispiel ein potenzielles Nierenkrebsmittel von Onyx und Bayer.
Anders als im vergangenen Jahr beschränkte sich der ASCO-Effekt in diesem Jahr allerdings weitgehend auf die unmittelbar involvierten Biotechwerte. Und einige Highflyer wie Genentech oder OSI, die im Vorfeld der Konferenz bereits stark zulegten, mussten seither einen Teil der Gewinne wieder abgeben.
Branchenkenner sehen in diesem schnellen Wechselspiel ein Indiz dafür, dass der Markt gewisse Übertreibungen zügiger korrigiert als in der Vergangenheit und damit auch eine gewisse Normalität in die Biotechwelt zurückgekehrt ist. Das heißt: Die Erholungsphase nach dem starken Einbruch der Biotech-Aktien in den Jahren 2001 und 2002 gilt als weitgehend abgeschlossen. Die aktuellen Bewertungen bieten daher aus Sicht von Analysten zumindest kurzfristig nur begrenzten Spielraum für weitere Kurssteigerungen. „Derzeit sind nicht viele Hinweise darauf zu erkennen, dass es stark nach oben geht“, schätzt etwa Stefan Meyer, Biotechexperte beim Münchner Fondsberater Medical Strategy.
Für eine weitere Seitwärtsbewegung der Kurse spricht unter anderem der Verlauf wichtiger Indizes wie etwa des Nasdaq Biotech Index, der seit Monaten vergeblich mit der Marke von 800 kämpft. Da die nächsten größeren Fachkonferenzen erst wieder im Herbst anstehen, dürfte der für Biotechfirmen so wichtige „News-flow“ zunächst etwas versiegen. Zudem richtet sich in jüngerer Zeit das Augenmerk mancher Investoren wieder etwas stärker auf mögliche Unwägbarkeiten. Analysten von Morgan Stanley etwa warnten davor, dass sich angesichts zahlreicher Neuentwicklungen der Wettbewerb zwischen verschiedenen Biotechprodukten im Krebsbereich intensivieren könnte. Und namhafte US-Krebsexperten gaben gaben jüngst zu bedenken, dass auch das amerikanische Gesundheitswesen letztlich nur in begrenztem Umfange Medikamente verkraften könne, die mehr als 20 000 Dollar pro Patient kosten (wie zum Beispiel Avastin oder Erbitux).
Andererseits zeichnen sich vor allem die reiferen US-Biotechfirmen unverändert durch relativ starkes Wachstum aus. Pictet-Manager Sjöström etwa geht davon aus, dass diese Unternehmen weiterhin Umsatz- und Gewinnsteigerungen von jährlich 20 Prozent erzielen können, was sich mittelfristig auch in der Bewertung niederschlagen dürfte. Einige Werte wie Amgen oder Gilead, denen die Börse in jüngerer Zeit eher mit Skepsis begegnete, hält er vor diesem Hintergrund inzwischen für unterbewertet.
Ansatzpunkte für Investoren könnten sich ferner aus einem regionalen Bewertungsgefälle ergeben. So betrachten zumindest einige Analysten deutsche und europäische Biotechwerte als relativ niedrig bewertet in Relation zu den US-Firmen. Aus Sicht der DZ Bank werden zum Beispiel auch bei deutschen Unternehmen wie GPC, Qiagen oder Morphosys die jüngsten Erfolge von der Kursentwicklung noch nicht voll reflektiert. Dessen ungeachtet, so DZ-Bank-Analyst Thomas Höger, rechne man auch hier zu Lande vorerst nur mit einer moderaten Aufwärtsbewegung.
HANDELSBLATT, Montag, 14. Juni 2004, 13:37 Uhr
Gerade die enormen Kosten sollten den Blick auf Alternativen lenken. Hier bietet die in Jena ansässige Biolitec eine Möglichkeit der Behandlung die Efolg verspricht und konstengünstig ist.
Für die Photodynamische Therapie produziert die biolitec Pharma den von der EDG zugelassenen Photosensitiser Foscan® für die Behandlung von Tumoren im Kopf-und Halsbereich.
Die Homepage bietet alle notwendigen Infos:
www.biolitec.de/german/biolitec/start.asp
MFG
Von Siegfried Hofmann, Handelsblatt
Mit verhaltener Zuversicht sind Biotech-Investoren und Analysten von der diesjährigen Konferenz der American Society for Clinical Oncology (ASCO) zurückgekehrt. Grundlegend neue Impulse konnte das weltweit wichtigste Meeting der Krebsforscher zwar nicht vermitteln.
HB FRANKFURT/M. Fachleute bewerten die in New Orleans präsentierten Studien indessen als Bestätigung dafür, dass sich die Biotech-Branche insgesamt auf solidem Fundament bewegt und ihre Versprechen nach und nach einlösen kann. „Die Resultate sind insgesamt positiv ausgefallen und zeigen, dass eine Reihe neuer Produkte ein relativ breites Einsatzspektrum haben werden“, so Michael Sjöström, Biotech-Fondsmanager beim Schweizer Bankhaus Pictet. Experten bei Lehman Brothers sprechen dagegen von insgesamt eher „unspektakulären Ergebnissen“.
Mit günstigen Daten konnten insbesondere Imclone und Merck KGaA für ihren Wirkstoff Erbitux sowie das Trio Roche, Genentech und OSI für ihre Neuentwicklungen Avastin und Tarceva aufwarten. Auch einige Produkte, die sich in früheren Testphasen befinden, werden überwiegend positiv beurteilt, darunter zum Beispiel ein potenzielles Nierenkrebsmittel von Onyx und Bayer.
Anders als im vergangenen Jahr beschränkte sich der ASCO-Effekt in diesem Jahr allerdings weitgehend auf die unmittelbar involvierten Biotechwerte. Und einige Highflyer wie Genentech oder OSI, die im Vorfeld der Konferenz bereits stark zulegten, mussten seither einen Teil der Gewinne wieder abgeben.
Branchenkenner sehen in diesem schnellen Wechselspiel ein Indiz dafür, dass der Markt gewisse Übertreibungen zügiger korrigiert als in der Vergangenheit und damit auch eine gewisse Normalität in die Biotechwelt zurückgekehrt ist. Das heißt: Die Erholungsphase nach dem starken Einbruch der Biotech-Aktien in den Jahren 2001 und 2002 gilt als weitgehend abgeschlossen. Die aktuellen Bewertungen bieten daher aus Sicht von Analysten zumindest kurzfristig nur begrenzten Spielraum für weitere Kurssteigerungen. „Derzeit sind nicht viele Hinweise darauf zu erkennen, dass es stark nach oben geht“, schätzt etwa Stefan Meyer, Biotechexperte beim Münchner Fondsberater Medical Strategy.
Für eine weitere Seitwärtsbewegung der Kurse spricht unter anderem der Verlauf wichtiger Indizes wie etwa des Nasdaq Biotech Index, der seit Monaten vergeblich mit der Marke von 800 kämpft. Da die nächsten größeren Fachkonferenzen erst wieder im Herbst anstehen, dürfte der für Biotechfirmen so wichtige „News-flow“ zunächst etwas versiegen. Zudem richtet sich in jüngerer Zeit das Augenmerk mancher Investoren wieder etwas stärker auf mögliche Unwägbarkeiten. Analysten von Morgan Stanley etwa warnten davor, dass sich angesichts zahlreicher Neuentwicklungen der Wettbewerb zwischen verschiedenen Biotechprodukten im Krebsbereich intensivieren könnte. Und namhafte US-Krebsexperten gaben gaben jüngst zu bedenken, dass auch das amerikanische Gesundheitswesen letztlich nur in begrenztem Umfange Medikamente verkraften könne, die mehr als 20 000 Dollar pro Patient kosten (wie zum Beispiel Avastin oder Erbitux).
Andererseits zeichnen sich vor allem die reiferen US-Biotechfirmen unverändert durch relativ starkes Wachstum aus. Pictet-Manager Sjöström etwa geht davon aus, dass diese Unternehmen weiterhin Umsatz- und Gewinnsteigerungen von jährlich 20 Prozent erzielen können, was sich mittelfristig auch in der Bewertung niederschlagen dürfte. Einige Werte wie Amgen oder Gilead, denen die Börse in jüngerer Zeit eher mit Skepsis begegnete, hält er vor diesem Hintergrund inzwischen für unterbewertet.
Ansatzpunkte für Investoren könnten sich ferner aus einem regionalen Bewertungsgefälle ergeben. So betrachten zumindest einige Analysten deutsche und europäische Biotechwerte als relativ niedrig bewertet in Relation zu den US-Firmen. Aus Sicht der DZ Bank werden zum Beispiel auch bei deutschen Unternehmen wie GPC, Qiagen oder Morphosys die jüngsten Erfolge von der Kursentwicklung noch nicht voll reflektiert. Dessen ungeachtet, so DZ-Bank-Analyst Thomas Höger, rechne man auch hier zu Lande vorerst nur mit einer moderaten Aufwärtsbewegung.
HANDELSBLATT, Montag, 14. Juni 2004, 13:37 Uhr
Gerade die enormen Kosten sollten den Blick auf Alternativen lenken. Hier bietet die in Jena ansässige Biolitec eine Möglichkeit der Behandlung die Efolg verspricht und konstengünstig ist.
Für die Photodynamische Therapie produziert die biolitec Pharma den von der EDG zugelassenen Photosensitiser Foscan® für die Behandlung von Tumoren im Kopf-und Halsbereich.
Die Homepage bietet alle notwendigen Infos:
www.biolitec.de/german/biolitec/start.asp
MFG