Kosumklima erreicht Höhepunkt !News-Überblick


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Kosumklima erreicht Höhepunkt !News-Überblick

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29.08.06 08:20
News-Überblick
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News - 29.08.06 08:15
ROUDNUP/GfK: Konsumstimmung erreicht Höhepunkt - Konsumwachstum 2006 stärker

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat im Spätsommer offenbar ihren Höhepunkt erreicht. Der Index für das Konsumklima signalisiere für September einen Wert von 8,6 Punkten nach revidiert 8,5 (Erstschätzung 8,6) Punkten im Vormonat, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag in Nürnberg mit. Von AFX befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt 8,5 Punkte erwartet. Während die Anschaffungsneigung nach fünf Anstiegen in Folge wieder sank, stagnierten die Einkommenserwartungen auf niedrigem Niveau und bei den Konjunkturerwartungen ließ der Optimismus nach.

'Der Aufschwung ist an den Kassen der Geschäfte angekommen', sagte GfK-Chef Klaus Wübbenhorst der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Der private Konsum werde damit erstmals seit Jahren wieder einen spürbar positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten. Angesichts des erreichten Niveaus der Konsumstimmung erhöhten die Forscher ihre Prognose für das Wachstum des privaten Konsums 2006 in Deutschland auf 0,7 (bisher 0,5) Prozent.

MEHRWERTSTEUERERHÖHUNG WIRD KONSUM NICHT TOTAL ZUM STILLSTAND BRIGEN

'Alle Bevölkerungsschichten haben aktiv zu einem höheren Umsatz bei Gütern des täglichen Bedarfs beigetragen', sagte Wübbenhorst. 'Die breite Basis stimmt zuversichtlich.' Das Konsumrad sei in Schwung gekommen. 'Je stärker die Eigendynamik, desto größer ist die Hoffnung, dass die Erhöhung der Mehrwertsteuer nicht gleich wieder starke Bremsspuren hinterlässt', sagte Wübbenhorst. Angesichts der erreichten Dynamik dürfte die geplante Mehrwertsteuererhöhung den Konsum nicht total zum Stillstand bringen. Die Mehrwertsteuer soll Anfang 2007 um drei Prozentpunkte auf dann 19 Prozent steigen.

Die Anschaffungsneigung bleibe trotz eines Rückgangs um 1,4 Punkte auf 56,1 Punkte weiter in Rekordnähe und sei damit im August 'äußerst positiv'. Der Indikator habe nach dem Rekordstand im Juli mit einem Abstand zum Vorjahreswert von über 60 Punkten den zweithöchsten Wert erreicht. Triebfeder bleibe die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung. Ob sich die gute Konsumneigung auch vollständig in Käufe umsetze, bleibe vor dem Hintergrund der schwachen Entwicklung der Masseneinkommen aber fraglich.

Die Konjunkturerwartungen sanken hingegen im August um gut vier Punkte auf 11,4 Punkte. Dies seien aber immer noch 23 Punkte mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Der Optimismus bröckle. Doch auch mit dem dritten Rückgang in Folge wäre es verfrüht, von einem kurz bevorstehenden Konjunkturabschwung zu sprechen. Die Konjunktur dürfte sich in den kommenden Monaten aber weniger schwungvoll entwickeln. Die Einkommenserwartungen stagnierten im August bei minus 3,8 Punkten. Die positiven Arbeitsmarktdaten schlugen bisher noch nicht auf die Einkommensstimmung durch.

ENDE DER LOHNZURÜCKHALTUNG 'ZWEISCHNEIDIGES SCHWERT'

Eine spürbare Belebung auf dem Arbeitsmarkt dürfte den Forschern zufolge in den nächsten Monaten aber positive Impulse auf die Einkommensentwicklung geben. Gleichzeitig seien aber im kommenden Jahr zusätzliche Belastungen zu erwarten. Die derzeitige Zurückhaltung sei vor diesem Hintergrund durchaus plausibel. Für eine weitere Stabilisierung des Konsumklimas sei es notwendig, die Massenkaufkraft der privaten Haushalte zu stärken. Dies sei vor allem mit einer nachhaltigen Verbesserung der Beschäftigungssituation zu erreichen.

Ein generelles Ende der Lohnzurückhaltung zur Steigerung der Kaufkraft hält Wübbenhorst hingegen für ein 'zweischneidiges Schwert'. Einerseits schlügen Lohnsteigerungen zwar zumindest zum Teil positiv auf den Konsum durch, doch gleichzeitig wirkten sie im Hinblick auf Einstellungen und die Arbeitsplatzsicherheit bei den Unternehmen als Kostenfaktor eher negativ. Der GfK-Chef plädierte vor diesem Hintergrund für flexiblere Lösungen: 'Durch eine Beteiligung am Unternehmenserfolg und in begrenztem Maße an den Risiken könnte auch die Kostenstruktur atmen.' Es seien Konzepte gefragt, die grundsätzlich die Arbeitsplatzsicherheit erhöhten./jha/sbi

Quelle: dpa-AFX
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