Kontroversen der Biotechnoloigie beim Investment

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Passende Knock-Outs auf Mercedes-Benz Group AG

Strategie Hebel
Steigender Mercedes-Benz Group AG-Kurs 5,00 10,01 14,71
Fallender Mercedes-Benz Group AG-Kurs 4,07 9,81 14,71
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VV785J6 , DE000VK1Y5W3 , DE000VK61NA5 , DE000VU115T6 , DE000VJ7HQ08 , DE000VJ9JN56 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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chartgranate:

@hiob

 
11.06.01 13:46
stimmt,aber genau deshalb müsste doch eigentlich bei uns die Qualität und damit verbunden die Kompetenz bzgl.dieser Bereiche optimiert werden um einen Prozess zu beschleunigen,welcher mehr und mehr Arbeitsplätze schaffen kann und durch bessere und schnellere Forschungsergebnisse dann auch zum Einen Produktions-aber zum Anderen auch Verwaltungs-bzws.Organisations- oder sonstigen Bedarf erhöht.Dann schafft diese Branche vielleicht auch mehr Arbeitsplätze auf unterschiedlichen Feldern.Ausserdem finde ich schon das der Profit da gemacht werden soll wo auch die Investitionen getätigt werden.Wer bildet denn für viel Geld die Leute aus die dann nachher ins Ausland gehen?Letztendlich wir mit unseren Steuern  und sonstigen Geldern die wir dem Staat freundlicherweise in Massen zur Verfügung stellen.Dann sollen evtl.Früchte dieser "Saat"auch hier im Land bleiben und nebr der Bereicherung vieler inner halb der Grauzonen agierenden bleibt vielleicht ein bißchen Kapital über,welches zu uns zurückfliesst (Über die Börse),oder neu investiert wird,so daß irgendwann sich dieser ganze Wirtschaftszweig nicht nur von uns direkt finanzieren muss.
Antworten
Hiob:

Re

 
11.06.01 14:26
Sicher hast Du in gewisser Weise Recht, daß mit erfolgreicher Bioforschung auch Arbeitsplätze entstehen, die nicht nur subventioniert sind. Was mich an der gegenwärtigen Standortdebatte allerdings nervt, ist der blinde Optimismus, der hier verbreitet wird. Denn immerhin befindet sich diese Branche noch im Status des Handwerklichen. Die Automatisierung vieler Prozesse steht also noch aus (aber bereits vor der Tür). Da kann es also durchaus noch sein, daß mit Verbesserung der DNA-Chiptechnologie einige Laborarbeitsplätze den Bach runtergehen. Wieviel also in Summe übrigbleibt, was heute keiner zu sagen.

Ein anderes Ärgernis ist die Einseitigkeit der Forschungsförderungspolitik. Bisher hat die Genetik für die Medizin weder im Allgemeinen, und schon gar nicht im Bereich der massenhaft verbreiteten Zivilisationskrankheiten, viel klinisch verwertbares gebracht. Während dort das Geld reingepunmpt wird, fehlt es in den Krankenhäusern an Personal - und zwar nicht, weil es zu wenig Ärzte gibt, es gibt wahrscheinlich eher zu viel -, sondern weil sie nicht bezahlt werden können. Und ich bin mir zumindest nicht sicher, ob wir in der gegenwärtigen Euphorie nicht mit hohem Kostenaufwand zu viele Molekularbiologen produzieren, denen wir nach der Promotion dann Arbeitslosengeld bezahlen müssen.
Antworten
Levke:

Korrektur Hiob und @alle

 
11.06.01 14:28
www.tim-lebt.de/zahlen/index.html

Die Zahl der Abreibungen ist immens nach oben gegangen, wie Du anhand
des obigen Links entnehmen kannst und genau hier liegt eine weitere Problematik.
Im Zweifelsfalle lieber "nochmal versuchen".
Ansonsten Hiob - teile ich Deine Meinung und möchte auch nicht als konsequenter
Verdammer der Biotechnologie gelten; sollte man tatsächlich durch Forschung
Krankheiten wie Krebs usw. ausrotten können.
Nur der Umgang bei der Forschung und das Einsetzen des Wissens sollte kontrollierbar bleiben bzw. werden.
@chartgranate
Ich fühle mich jetzt nicht geoutet, sondern habe vorher eher darüber nachgedacht, ob dieses Forum für eine solche ernste Diskussion geeignet ist.
Umso mehr freue ich mich darüber, daß hier sehr sachlich, vernünftig und gehaltvoll diskuttiert wird.
Ich bin für diese Diskussion vielleicht am Wenigsten geeignet, da Emotionen
schnell den Blick für die Realität verwässern und ich auch nur auf die pränatale
Diagnostik Stellung bezogen habe und auf die Folgen.
Das Positive der Genforschung läßt man dann gerne wegfallen.

@insinder: Ein Freund sagte mal, nachdem ich jammerte wie anstrengend die Tage
und Nächte mit meiner behinderten Tochter sind (im Gegensatz zu unserer
Erstgeborenen "Gesunden"):  "Ihr habt doch selber Schuld, Ihr hättet es ja auch
nicht haben müssen"  Ich schreibe Dir das nur zu Deinem Nachsatz, daß eine
Heilung besser ist als das Meistern der Probleme.
Ich war damals ziemlich sauer über diesen Spruch meines Freundes, obwohl
er mit dem Kern der Aussage Recht hat. Ohne den heutigen Stand der Medizin,
wäre es garnicht möglich gewesen, daß meine Tochter geboren wurde.

Aber welche ID hätte ich dann bei Ariva..))




Antworten
tetsuo:

macht der interessen

 
11.06.01 15:09
Hallo,

ein liebes dankeschön an Levke für seine sehr menschliche Stellungnahme.

Biotechnologie schafft Chancen und Risiken, ich möchte hier mal ganz plakativ
die Kernkraft und Atombombe anticken...

Etwas unfair und einseitig ist die Diskriminierung der kritisch Nachdenkenden
auf folgende Weise:
- wir verlieren den internationalen Anschluss (bei IT und Software
haben wir ihn verschlafen, und niemand fand das schlimm).

- künftige Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel

- die Deutschen neigen eh zum Nörgeln und Kriteln

- denkt an die Chancen, Krankheiten zu heilen..
(dabei investiert kaum noch ein Pharmaunternehmen in Antibiotika, weil das
wenig lukrativ ist, obwohl wir gerade hier dringendsten Handlungsbedarf
haben, und auch klassisch ohen Biotech vorgehen könnten!)

Ich denke nämlich:
wenn wir die Grenzen nicht festsetzen, so werden sie, wo immer notwendig, von
der Industrie im Rahmen des legitimen Profitstrebens zum eigenen Nutzen beliebig
gedehnt und gebogen. Ich glaube nicht an edle Absichten zur Heilung heute
unheilbarer Krankheiten (mit Ausnahme einiger vielleicht naiver Wissenschaftler,
die sich von der Industrie vor den Karren spannen lassen).
Das legitime Primat der Industrie ist Profit, nicht die Weltgesundheit.

Biotech in jeder Facette soll der Pharmaindustrie neue Blockbuster bescheren.
Blockbuster sind deshalb typischerweise Medikamente, die in Massenbereichen
wie Herzkrankheiten, Kreislauf, Krebs, Allergien und Alltagserkrankungen
wirksam werden, evtl. noch nervliche Erkrankungen.
Ob solche Entwicklungen durch die derzeitigen Diskussionen überhaupt
tangiert, d.h. potenziell eingeschränkt werden können, ist noch wenig konkret,

und deshalb für mich auf jeden Fall eher irrelevant.
Ich denke deshalb, dass die Diskussion zuallererst die ethischen Gesichtspunkte
beleuchten sollte, die wirtschaftlichen Interessen sollten, sofern überhaupt
relevant (Blockbuster), in die verbleibenden Freiräume eingepasst werden.

Man sollte über all dem nämlich nicht vergessen, dass Gesetze über Gentechnik
neue Fakten schaffen, besonders auch juristisch, die durchaus eine
(massive) Einschränkung unserer persönlichen und bürgerlichen Freiheiten
bedeuten könnten.
Dazu gehören die Fragen, wer bestimmt nach welchen kriterien was krank, gesund,
normal, versicherbar, riskant, beschäftigbar, lebenswert, erhaltenswert,
übermässig teuer, eine Belastung, etc ist.
Im Augenblick sind solche Wertung noch grösstenteils individueller Natur,
dies könnte sich jedoch im Rahmen einer umfassenden gentechnischen
Informationstechnologie dramatisch ändern (z.B. objektive Kriterien
aufgrund von Gendatenbanken). Versichert dann eine private Krankenkasse
ein vorhersagbar krankes Kind? Dürfen Eltern mit Gendefekten und hoher
risikoklassifizierung zeugen? Etc pp. Der Grausamkeit sind hier
leider auch keine Grenzen nach oben gesetzt. Was bin ich dankbar dass sich
vor 60 Jahren dieser Tehcnologien noch niemand bedienen konnte!!

Dazu komen noch Fragen nach dem Besitz von Genen, sowohl in der Flora und
Fauna als auch in Bezug auf Menschen, auch die Frage nach dem Besitz und
der Auswertung der Geninformationen, die uns jetzt und künftig entnommen
werden. Beisiel Island: umfangreiche personalisierte Blut und Gendatenbanken
machen eine komplette Durchforstung des genetischen Bestandes der isländischen
Bevölkerung möglich, und damit auch der industriellen Nutzung, jedoch ohne
Einflussnahme noch Beteiligung der Bevölkerung.
Wem gehört das Gen eines Baums. Gehört einer Firma, muss dann der indische
Bauer eine Lizenz zahlen?
Alles nicht ganz einfach zu beantworten.

Auf jeden Fall lässt sich eine solche Diskussion nicht gerade auf
verkürzten ein-2 dimensionalen Pfaden durchziehen, wie das ind er Politik,
der Blöd oder einschlägigen Talkshows immer wieder vesucht wurde.

:) tetsuo
Antworten
chartgranate:

@hiob

 
11.06.01 15:17
im Bezug auf die Verteilung der Fördergelder bzw.Gelder des öffentlichen Haushaltes bin ich (zornerfüllt)Deiner Meinung.Es ist nunmal eine traurige Tatsache das schnöde Krankenhäuser bei weitem nicht so politisch Hip sind und man sich auch internatonal nicht so gut mit Ihnen Schmücken kann wie mit einer Biotechhochburg a la München.Über den Zustand unseres Gesundheitssystemes diesbzgl.kann man hierzulande wirklich nur verzweifeln (gleiches gilt ja auch für unser Bildungssystem,aber das wäre dann wieder ein zorniger Thread für sich...).Allerdings würde eine Verknappung der Zuschüsse sicherlich keinerlei positive Veränderung dieses Zustandes nach sich ziehen.Insofern sind das zwei verschiedene Baustellen und müssen daher auch in ihrer emotionalen Betrachtung getrennt werden (wenn auch die Logik hier rebelliert,aber das Geldverteilen oder der allgemeine Umgang mit öffentlichem Geld in diesem Land hat oftmals nichts mit Logik zu tun,ich wohne in Berlin,ich muss das wissen...).
Und gerade um den arbeitslosen Molekularbiologen von morgen zu vermeiden müssen wir ihm einen adäquaten vor allem freien Arbeitsplatz morgen anbieten können.Das geht aber eben nur durch einen weiteren strukturellen Ausbau dieses Wirtschaftszweiges.Die Gefahr ,welche Du schilderst ist allerdings absolut real und begründet,hoffen wir mal das Beste und vor allem daß die politische Wetterlage sich bis dahin nicht wieder dreimal gedreht hat......
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