Kilo Goldmines im Joint Venture mit dem Branchenriesen Randgold Resources
10:37 07.12.12
Goldexploration in der Demokratischen Republik Kongo
Der kanadische Goldexplorer Kilo Goldmines (WKN A0X8JV) widmet sich
hauptsächlich der Erkundung seiner Somituri-Liegenschaft in der
Demokratischen Republik Kongo, auf der man bereits eine Ressource von
rund 1,9 Mio. Unzen Gold nachgewiesen hat. Doch Kilo besitzt noch andere
Ländereien, auf denen Gold zu finden sein dürfte. Für eine davon konnte
man nun eine Joint Venture-Vereinbarung mit dem Branchenriesen Randgold
abschließen.
Wie gestern Abend bekannt wurde, will Randgold Resources (WKN
A0B5ZS),
ein Konzern, der über eine Marktkapitalisierung von mehr als 7 Mrd. Euro
verfügt, Kilos Explorationslizenz KWR Iron Sprl auf Goldvorkommen
untersuchen. Das Großunternehmen wird dabei die gesamten
Explorationsaufwendungen tragen.
Dafür erhält Randgold einen Anteil von 51% an dem Projekt, sobald eine
vorläufige Machbarkeitsstudie zu KWR Iron vorgelegt wird. Die restlichen
49% verbleiben bei Kilo. Randgolds Anteil an dem Projekt steigt dann auf
65% sobald der Konzern eine bankfähige Machbarkeitsstudie vorlegt - und
Kilo Goldmines nach Erstellung der vorläufigen Studie keinen Beitrag zu
den weiteren Arbeiten leistet.
Sollte Kilos Eigenkapital bis auf 10% oder weniger verwässert werden,
wird dieses in eine 1,5%-ige Abgabenzahlung umgewandelt. Darüber hinaus
behält das Unternehmen von CEO Alex van Hoeken die Explorationsrechte an
allen Mineralen außer eben Gold.
In der Vereinbarung ist vorgesehen, dass Randgold die vorläufige
Machbarkeitsstudie innerhalb von fünf Jahren erstellt. Die endgültige
Machbarkeitsstudie soll dann ein Jahr später folgen, außer Kilo und
Randgold einigen sich zuvor auf einen längeren Zeitraum.
Dass Kilos CEO van Hoeken die neue Partnerschaft sehr positiv beurteilt,
ist verständlich. Er verspricht sich von der Zusammenarbeit mit dem Big
Player Randgold auch Vorteile bei der weiteren Erkundung und Entwicklung
von Kilos Hauptprojekt Somituri.
Doch auch Randgold-Chef Mark Bristow zeigt sich sehr erfreut über die
nun getroffene Vereinbarung. Bristow betrachtet das Projektportfolio von
Kilo Goldmines als sehr viel versprechend und als ein ausgezeichnetes
Ziel für das anhaltende Wachstum von Randgold. Die Geologie auf KWR
Iron, so Bristow, sei den großen Weltklasse-Lagerstätten in Tansania und
der vor Kurzem von Randgold entwickelten Lagerstätte Kibali sehr ähnlich
und man sei immer auf der Suche nach weiteren solchen Funden. Da auf dem
Joint Venture-Gebiet bereits Explorationsinfrastruktur bestehe, führte
Bristow weiter aus, gewinne sein Team bei der Erkundung von KWR Iron
wertvolle Zeit.
Besonders aufhorchen lässt zudem eine weitere Aussage des Randgold-CEOs:
Bristow erklärt nämlich, dass dieses Joint Venture nur der erste Schritt
zum Aufbau einer langfristig angelegten Zusammenarbeit mit Kilo
Goldmines sei. Das klingt viel versprechend, den Kilo dürfte so in
Zukunft vom Know-how und den Ressourcen des Goldkonzerns Randgold
profitieren können.
Das Randgold-Joint Venture tröstet somit ein wenig darüber hinweg, dass
ein anderer großer Partner sich von KWR Iron zurückzieht. Der
Bergbaugigant Rio Tinto (WKN
852147) nämlich, der auf dem Lizenzgebiet
nach Eisenerz gesucht hatte, will diese Arbeiten nicht fortsetzen. Die
Daten und Sachanlagen aus dieser Zusammenarbeit werden derzeit
inventarisiert und sollen an Kilo Goldmines übergeben werden.
Ein weiterer Punkt - Teil der Joint Venture-Vereinbarung mit Randgold -
ist, dass Kilo den bisherigen Partner, die mit 25% beteiligte Suez
Holdings Ltd. ausbezahlt. Suez besitzt gemäß dem aktuellen
Kilo-Suez-JV-Abkommen eine freie Beteiligung durch die Produktion von
Nicht-Eisenrohstoffen auf den KWR-Lizenzen. Kilo wird Suez nun über
einen Zeitraum von sechs Jahren (ohne anfängliche Baranzahlung) eine
Barzahlung in Höhe von insgesamt 635.000 USD leisten und 356.000 Aktien
an den ehemaligen Partner ausgeben. Dieses Buy-out" erfolgt
gleichzeitig für Suezs Goldanteile an den KWR-Lizenzen sowie für Suezs
Beteiligung an einer Tochtergesellschaft von Kilo Goldmines mit Sitz in
der DRK namens KGL ERW Sprl, die die Lizenz PR 2274 besitzt. Durch diese
Transaktion wird Randgold dann der einzige Partner von Kilo sein.
http://www.ariva.de/news/kolumnen/...iesen-Randgold-Resources-4371516 "Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen."
Greeny