Kampf um Erdöl hat gerade erst begonnen


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AlanG.:

Kampf um Erdöl hat gerade erst begonnen

 
25.05.04 09:54
Das Blut der Welt - Der Kampf um das Erdöl hat gerade erst begonnen



Öl wird immer teurer, die Preisexplosion belastet Konjunktur und Börsen. Schuld sind Irak-Krieg, Terrorangst und Spekulanten. Der Schmierstoff des weltweiten Wachstumsmotors geht noch nicht zur Neige, aber der Energiehunger wächst. Umso schärfer wird der Kampf um die letzten Reserven, umso wichtiger wird die politische Stabilität in großen Förderländern wie Saudi-Arabien.

Die ganze Welt vertraut fast blind darauf, dass die Krisenregion am Golf den globalen Bedarf am schwarzen Gold auch in Zukunft decken kann. Doch jetzt griffen Fundamentalisten in Saudi-Arabien zum ersten Mal eine Ölfirma an. Islamisten wie Reformer wollen das dortige Königshaus stürzen. Die Tankstelle der Welt zeigt sich verwundbar. Rückt das Ende der Ölzeit näher?

Im XXP-Studio diskutiert Moderator Matthias Ziemann mit SPIEGEL-Redakteur Alexander Jung, dem Vorstandschef der Deutsche BP Wilhelm Bonse-Geuking und dem Geschäftsführer des Deutschland-Ablegers des US-Analysehauses Raymond James über das schwarze Gold als Quelle des Krieges.

Sendetermin: Montag, 24. Mai, 22.50 Uhr, XXP
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Alabama:

Bitte nicht schon wieder.

 
25.05.04 10:19
Erdöl ist die mit Abstand günstigste Energieform und wird es noch lange bleiben. Hier wird mal wieder der Preis an der Tankstelle als Maßstab genommen. Wenn die Lage wirklich ernst wäre, würden alternative Energieformen die Oberhand gewinnen. Der Kostenvorteil beim Erdöl ist jedoch noch viel zu gewaltig.

Krieg um Erdöl zu führen ist teurer als die Einführung von Alternativen. Deswegen macht es auch keiner. Die Umsetzung benötigt jedoch Zeit, weshalb z.B. die USA in der Region militärisch präsent sind, um diesen Zeitbedarf zu sichern.

Ein Spielfeld der Analysten, Jounalisten und Spekulanten, die mit psychologischem Gefasel ihren Schnitt machen wollen.
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sue.vi:

na, ich weiss nicht..

 
25.05.04 11:41


'krieg um erdoel' ist irgendwie eine plumpe formulierung, etwa so plump wie 'food for oil' war, denn - ist die welt ein tausch-basar, oder soll man gar jetzt wieder an den heiligen gral denken??? beide 'modelle' erscheinen ueberholt, ja fast wie aus der steinzeit..

natuerlich spielen die faktoren "zeit" = "kostenvorteil" und "technologie", die "zeit spart", eine entscheidende rolle; je mehr man ueber "zeitsparende" technologien verfuegt, desto eher ist man im vorteil, weil schneller! und spezialisierter!.. aber das ist ja wiederum auch nichts 'neues' ..


dem bereits erwaehnten 'psychologischem gefasel' messe ich - da scheinen wir einer meinung zu sein - nur geringe bedeutung bei.
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AlanG.:

na dann schau dir vielleicht mal ne ander Doku an

 
25.05.04 11:48
Auftrag ausgeführt

Di, 25.05.04, 20.15 Uhr
Mi, 26.05.04, 07.30 und 14.00 Uhr

Der Präsident, das Öl, die Amigos
Auch ein Jahr nach dem Einmarsch amerikanischer Truppen in den Irak ist die Diskussion in den USA über Motive und Rechtfertigung des Krieges in vollem Gange. Autor Helmut Grosse  hat Belege für Geschäfte in Millionenhöhe, die sich die "Amigos" des Weißen Hauses beim Wiederaufbau im Irak zuschanzen.

"Kein Zufall, dass amerikanische Truppen in den Irak einmarschieren. In das Land mit den zweitgrößten Erdöl-Reserven der Welt." Für den Energie-Experten Jeffrey Sachs, Wirtschaftsprofessor an der Columbia Universität Washington, gibt es keinen Zweifel: Nicht die Einführung der Demokratie im Irak, sondern Kontrolle über das Öl, war das entscheidende Motiv für den letzten Golfkrieg.

Geheimdokumente - jetzt freigegeben - liefern dafür den Beweis. Die "National Security Directive 54" schreibt Klartext: "Zugang zum Öl des Persischen Golfes ist für die nationale Sicherheit der USA von entscheidender Bedeutung. Falls erforderlich werden wir die Interessen auch mit militärischer Gewalt verteidigen." So sichert die "Executive Order" von Präsident Bush den US-Unternehmen, die in irakisches Öl investieren, Öl fördern oder importieren wollen, Freistellung von jeder möglichen Strafverfolgung zu sowie gewaltige Steuernachlässe bzw. Investitionshilfen. "Ein Blanko-Scheck für die Ausbeutung des Irak", kommentiert Jurist Tom Devine. Und der renommierte Publizist Robert Bryce meint sarkastisch: "Die Verquickung von Politik und Geschäft, von militärischen und von ölorientierten Interessen, hat unter George W. Bush einen neuen Höhepunkt erreicht."

Filmautor Helmut Grosse resümiert: Entscheidend für den Irak-Krieg war die Sicherung der amerikanischen Öl-Interessen und nicht die nie gefundenen Massenvernichtungswaffen.

Dokumentation von Helmut Grosse (2004)
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Maverix:

in den nächsten paar jahren

 
25.05.04 11:52
wird der bedarf an erdöl die aktuellen fördermengen übersteigen.
die fördermengen können kaum mehr erhöht werden, da die förderung bereits auf vollast fährt.
asien, hauptsächlich china, wird in zunehmendem masse das schwarze gold brauchen um das gigantische wirtschaftswachstum unterstützen zu können.
kaum auszumalen, was passieren wird, wenn über 1 milliarde chinesen autos fahren und klimaanlagen betreiben wollen.

die ressource öl wird immer schneller knapp und damit der rohstoff immer kostbarer.

es klingt vielleicht etwas schwarz gemalt, aber kriege um öl werden heute schon geführt und auch in der zukunft vermehrt geführt werden.

Kampf um Erdöl hat gerade erst begonnen 1513893
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AlanG.:

die "Shell Pest" weitet sich aus !

 
25.05.04 11:59


Shell korrigiert erneut Ölreserven
Während die G7-Minister ein Aufdrehen der Ölhähne forderten, wird das Öl beim Shell-Konzern immer knapper. Der niederländisch-britische Multi hat zum vierten Mal in Folge in diesem Jahr seine Ölreserven nach unten korrigiert. Am Freitag legt Shell seine Jahresbilanz vor. Börse ARD  
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Alabama:

Ich kann hier selbstverständlich nur meine Sicht

 
25.05.04 13:16
der Dinge schildern, ohne ein Anrecht auf alleinige Wahrheit zu haben.

1. Der Irakkrieg war die direkte Folge des 11.9.. Die Taliban in Afghanistan (hier besteht ein direkter Zusammenhang) zu entmachten erfüllte nicht die Anforderungen der Vergeltung. Saddam Hussein (hier besteht kein direkter Zusammenhang) entsprach den Vergeltungswünschen der amerikanischen Bevölkerung. Das ganze drumherum an Spekulationen sind nur Gedanken unbeteiligter Dritter. Selbstverständlich versuchen in dieser Lage auch Leute ihre politischen, religiösen und wirtschaftlichen Interessen zu nutzen.

2. Die Alternativen zum Erdöl sind in den Kernbereichen längst entwickelt. Was fehlt ist die Infrastruktur. Hier besteht zu einem Zeitbedarf für die Bereitstellung und zum anderen sind diese alle von der Kostenseite nicht konkurrenzfähig. In Spezialbereichen gibt es sicherlich noch Entwicklungsbedarf

3. Der Ölpreis und die Fördermenge wird durch ein Kartell bestimmt. Wenn hier freier Wettbewerb bestehen würde, wäre der immer noch günstige Preis für Erdöl (im Vergleich) noch um einiges günstiger.

4. Die Erdölkrise in den 70er Jahren wäre doch ein legitimer Grund gewesen, die Erdölreserven militärisch zu sichern. Hier wurde den Erdölabnehmern die Pistole direkt auf die Brust gesetzt. Genau das Gegenteil ist geschehen. Die Suche nach Alternativen begann. Vermehrter Bau von Kernkraftwerken und z.B. Nachtspeicherheizungen, welche sich nach Abschwächung der Krise nicht mehr rechneten. Es hat sich aber gezeigt, das es geht und Alternativen bestehen. Ein überstürtztes Handeln hat sich im nachhinein als falsch erwiesen.

5. Die Krise hat jedoch gezeigt, wie verwundbar die Industriestaaten sind, wenn ihnen kurzfristig der Hahn abgedreht wird. Um z.B. radikalen Islamisten diese Möglichkeit zu nehmen sind die USA dort unten militärisch präsent. Gleichwohl zahlt die westliche Welt den höheren Preis um sich damit die Solidarität der Herrschenden zu sichern. Unter Bedingungen wie sie im Irak herrschen, ist es selbst für eine Supermacht wie die USA schwer eine Erdölproduktion aufrecht zu halten.

6. Auch ich glaube, dass die USA nachdem sie im Irak stehen, nun ihre Hände auf dem Öl halten werden, ein Grund für den Krieg waren sie jedoch nicht.
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