es gehört in der virtuellen Internetwelt ja schon inzwischen zur Normalität, dass die überschaubare Anzahl von Usern, die sich um eine differenzierte Darstellung bemühen, von Leuten, die den ganzen Tag im Internet ihr Unwesen treiben, wüst beschimpft werden. Und so verwundert es leider nicht, dass user wie ttmichael, der Laie, Diskussionskultur, um eingie zu nennen, hier ja teils regelrecht niedergemacht werden, obwohl- oder gerade weil- sie mit den postings die Realität von KS treffen und der tägliche KS-Kurs das jeden Tag aufs neue bestätigt. Und wenn dann auch noch geschrieben wird, dass sie sich mit ihrer Kritik wiederholen und dass ausgerechnet von den uswern kommt, die hier alles im Minutentakt vollmüllen, dann ist das schon paradox.
Mindestens ebenso absurd ist es, wenn hier User, die es auf jeden fall besser wissen, von fairen Preisen von 61 E schreiben. Also da ist man wirklich fassungslos. Nicht, dass Kurse in der Höhe nicht möglich wären, wenn eine Vielzahl von ungewissen Parametern eintreffen. Genauso gut kann man auch 0,61 E schreiben, muss man nur die Parameter in die andere Richtung einstellen.
Ich will hier niemanden erschrecken, obwohl es schon erschreckend ist, wenn eine der beiden grössten Ratingagenturen der Welt, S&P, die Bonität von KS quasi auf Ramschqualität setzt, Ausblick !!! negativ.
Was viele vermutlich gar nicht wissen, Ratingagenturen haben rein gar nichts mit Aktienanalysten zu tun, das sind zwei völlig unterschiedliche Welten. KS bezahlt die Agentur dafür, dass sie die Gesellschaft raten und die Ratingagenturen haben einen viel intimeren Einblick in die Geschäftsrealtität der Gesellschaft als das bei Aktienanalysten der FAll ist. Die Ratings sind mithin stark objektiviert und mithin gibt es bei den grossen drei der Branche in aller Regel bei den Ratings auch nur minimale Abweichungen im Urteil. Meine eigene Erfahrung mit Ratingagenturen ist, dass gerade bei den Industriegesellschaften die Ratings doch ein sehr gutes Urteil über die Bonität einer Gesellschaft beinhalten.
Deswegen- und ich bin auch tradingorientierter Aktionär von KS- kann ich mich nur wundern, wie hier viele die Realität ausblenden und jede kritische Stimme konsequent fertig gemacht wird.
Damit kriegt ein kritischer Aktionär er vermutlich bei der nächsten HV kein eigenes Tischchen mit Fähnchen, aber immerhin meinen Applaus.
Viele andere engagierte user haben letztlich aus diesem Grund hier längst ihren Abschied genommen.Eines habe ich ander Börse gelernt, kritische Stimmen sind immer besser als euphorische, denn an Kritik kann man eigene Anlageentscheidungen überprüfen, an Euphorie nie.
Eine weitere hier gerne gepflegte Legende ist ja, dass die HFs an den extremen Kursverlusten schuld sind. Das ist schon deswegen grotest, weil KS ja seit Jahren den DAX, jetzt den MDAX massiv underperformt, also auch schon vor den Shortattacken der HFs.Letztlich sind die HFs immer nur da short, wo es auch Gründe zum shorten gibt.
Und obwohl das KGV nun nicht gerde alles aussagt, aber - nehmen wir mal diese Ratio- dann ist die KS auf Basis der 2016 Gewinnerwartungen sogar sehr, sehr teuer. Inzwischen kämpft man ja schon gegen Verluste, und ob 2017 so viel besser wird, muss man auch erst mal belegen. Ic habe mir die Aussagen des Managements im Rahmen der letzten Quartalsergebnisse- grottenschlecht- mal oberflächlich angeschaut. Denn letztlich hat sich auch das Management erstaunlich - aber realtistisch- zurückgehalten. Eine grosse Verbesserung auf Sicht der nächten Monaten ist wohl mithin ausgeschlossen. Und das bedeutet dann wohl auch für den Aktienanleger, dass die Aktie aktuell kaum viel mehr wert ist, als der Markt dafür bezahlt.
Was in Jahren sein wird, weiss niemand. Und deswegen sollte es man nach meiner Meinung auch nicth faire Bewertungen zum besten geben, die auf reine Hoffnungen und Vermutungen gründen. Kein Unternehmer, der pleite geht oder in grösste Turbulenzen gerät, hat das zu einem früheren Zeitpunkt erahnt. Die Welt ändert sich schnell, als ich jung war, war eine der grössten deutschen Aktiengesellschaften , die AEG, sowas wie Siemens heute. gone with the wind. Oder im high tech - Bereich Nixdorf, damals sowas wie heute SAP, gone with the wind- Metallgesellschaft und und und.
Ich sehe KS aktuell noch nicht in einer wirklich brisanten Krise, es könnte aber eine werden, wenn die Kalipreise länger so niedrig bleiben oder noch weiter fallen. Und eines hat KS ja nun überhaupt nicht, die Macht, die Preise eigenständig zu beeinflussen. Dafür ist man viel zu klein und unbedeutend.
Dann wäre noch der Hinweis von user reitz, dass auf Dauer die Kalirpeise deutlich steigen müssen !, weil ansonsten der Betrieb der Minen nicht bestritten werden kann.
Nicht dass der Hinweis falsch wäre, oder als unbeachtlich abgetan werden sollte, im Gegenteil. Aber es ist eben nur die halbe Wahrheit.
Und wenn man mal über den Tellerrand blickt, also ich habe auch viele andere Werte, die ich mir anschaue, dann kann man einiges lernen, wenn man sich zB mal die Entwicklung des Ölpreises anschaut. Als älteres Semester bin ich der Gewissheit erwachsen worden, dass irgendwann mal Öl fast unbezahlbar sein würde, da Öl ja ein endliches Gut auf der Welt ist, und zudem die Nachfrage danach stetig steigen würde.
Nun es kam ja nun ganz anders, obwohl Öl ja auc heute nicht gerade im Garten nachwächst. Der Verfall der Ölpreise ist für viele Volkswirtschaften und auch für viele Ölfördderer, Zulieferer etc natürlich eine Katastrophe. Würde es unter den <ölförderern, die ja alle unter den niedrigen Preisen leiden, so etwas wie einen Konsens geben, dass höhere Ölpreise letztlich allen nutzen würden, dann hätten wir deutlich höhere ölpreise. Allerdings können sie sich nicht einigen, nicht jetzt, und vermutlich auch nicht in der näheren Zukunft. Das Problem ist, und damit kommen wir auch auf die Kalipreise zu sprechen. Es gibt Anbieter, die sich privatrechtlich aufgestellt und völlig von den Marktgegebenheiten abhängig, und dann gibt es Anbieter, die in ersterLinie immer politisch motiviert sind und mithin auch ganz andere Vorgaben haben als ein kaptitalistisch denkenden börsennotiertes westliches Unternehmen.
Und das ist dann auch die Crux bei KS. Die haben es mit Unternehmen, grösseren Unternehmen im übrigen zu tun, die auch dauerhaft mit Verlusten leben können, weil sie quasi staatliche Aufgben wahrnehmen müssen oder sollen, schwache Ergebnisse toleriert werden und ggf ausgeglichen.
Das macht bei KS aber niemand. Da schlagen Verluste durch, da ist man im Heimatmarkt ja sogar tendenziell benachteiligt als Bergbauunternehmen in einer grünen Politikrealtität.
Deswegen würde ich davor warnen, sich die >Zukunft bedenkenlos rosa auszumalen. Und das macht der Markt ja auch nicht, und erst recht nicht die Ratingagenturen.
Alles in allem ist die Aktie aktuell wohl recht fair bewertet und als Aktionär kann man auch nur bedingt in die zukunft schauen, und wie oben geschrieben, user wie ttMichael, der Laie, machen das mit Sicherheit differenzierter als user, die seit Jahren die tolle Leistung von KS bewundern, während der Kurs letztlich nur eine Richtung kannte- nach unten.
Uns mal ganz ehrlich würde sich aktuell irgendein Unternehmen finden, dass für die KS-Aktie 30 Euro bieten würde, 99 Porzent der Aktonäre würden heute hurra schreien.
Übrigens, und damit komme ich noch mal auf Öl zu sprechen. Einer der Ölwerte, die ich ganz interessant finde, hat praktisch den selben Buchwert wie KS. Und obwohl der Wert dieses Jahr vermutlich mehr Dividenden ausschüttet und auch einen höheren EPS als KS erwirtschaften wird, steht die Aktie bei 12 Euro. Tiefstkurs 7,XX Euro. Sicher, kann man nicht 1 zu 1 vergleichen, aber zeigt, dass KS aktuell alles andere als ein Schnäppchen ist, eher eine Spekulation, dass die Kalipreise relativ zügig anziehen sollten.