Sehr interessanter Beitrag!
„Otto Lohse“ schreibt sich aber so: „Otto Lose“. Hier erfährt man Einzelheiten über seine Trennung von K+S:
www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...hen-zahlungen-15540870.html
Ich vermute schon lange, dass die zahlreichen Änderungen in der Organisation von K+S, die teilweise mit der Ablehnung des Angebots von PCS 2015 zusammenhängen, zwei Auswirkungen haben:
1. Wie Hugo1973 schreibt, gehen wichtige Kompetenzen verloren.
2. Das Personal-Karussel ist kostspielig (Abfindungen).
Im Falle von Lose kann man im Faz-Artikel lesen, dass er 3,1 Millionen Euro für 11 Monate bei K+S erhalten hat. Auch Andreas Radmacher wurde großzügig abgefunden:
heft.manager-magazin.de/MM/2018/5/156901104/index.html
Selbstverständlich leidet die Profitabilität von K+S unter diesen Mehrkosten.
Neuerdings wird über 2 operative Einheiten berichtet: „Europa+“ und „Americas“.
Americas enthält Morton Salt (das nordamerikanische Salzgeschäft von K+S), K+S WINDSOR Salt (das kanadische Salzgeschäft von K+S) und SPL (das südamerikanische Salzgeschäft von K+S). Der Rest, sowohl Kali als auch Salz (ESCO), ist in der Einheit Europa+. Jede Einheit bearbeitet alle Kundensegmenten (Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden).
Also: Amerikanisches Salzgeschäft einerseits, Kali und europäisches Salz andererseits.
Kann mir jemand erklären, warum man das Geschäft so aufteilt?
Es geht offensichtlich nicht um Produktionsstandorte (Americas produziert Salz in Kanada, in den U.S.A. und in Südamerika, Europa+ produziert Kali und Salz in Europa und Kanada.)
Es geht auch nicht darum, ganz verschiedene Bereiche (Kali einerseits, Salz andererseits) zu trennen (um z.B. die Leistung leichter messen zu können oder einen Börsengang vorzubereiten).
Vielleicht geht es einfach darum, ganz verschiedene Vertriebsorganisationen, die durch Zukäufe entstanden sind (Morton Salt, Windsor Salt und SPL), aufrecht zu erhalten – etwa weil man sie zukünftig integrieren will?
Meine Befürchtung: Jede Umorganisation kostet. Jede Umorganisation macht es dem Investor schwieriger, bestimmte Entwicklungen zu diagnostizieren (Nebel?). Schließlich, wie Hugo1973 schreibt, kann eine Umorganisation häufig sehr demotivierend wirken.