Das deutet durchaus auf eine reale Gefahr für den Kali-Preis hin, die nicht alleine auf wenige USD Preisveränderung zurückzuführen sein kann!? Selbst wenn der Markt übertreibt.
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so, je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr festigt sich der gedanke, dass die gefahr des preisverfalls überschaubar ist und der Kursverlust übertrieben
Vor einiger Zeit hatte ich mal geschrieben, dass es beim Kali ein Oligopol gibt. Ein Oligopol, dessen sich die Teilnehmer am Markt (=Hersteller) bewusst sind und daher entsprechend agieren (müssen!). Wenn Wettbewerber A den Preis senkt um 10%, müssen die anderen Wettbewerber B, C, D und F nachziehen. Der Umsatz der Wettbewerber A-F ändert sich i.d.R. dadurch nicht! Folge: Umsatzrückgang um 10% => alle verlieren!
Anderes Modell: Wettbewerber A erhöht seine Produktion um 30%, in der Folge sinkt auch der Preis. Unter dem Strich könnte sich ein (leicht) gesteigerter Umsatz ergeben und ein leicht gesteigerter Gewinn.
Absatz n: 10 Mio to, Preis n: 315 USD/to => Umsatz: 3,150 Mrd USD
Absatz n+1: 13 Mio to, Preis n+1: 300 USD/to =>3,900 Mrd USD
=> nur dann, wenn bei 30% Absatzsteigerung der Preis "nur" um 5% fällt! Wenn jetzt die Konkurrenz ihre Preise auch um 2,5% senken sollte, sind wir beim oben beschriebenen Szenario...Dann hat Wettbewerber A einen Absatz von ~10-10,5 Mio to zu 300 USD/to = 3,000 -3,150 Mrd USD Umsatz.... Was haben die also gewonnen? nix!
Was sollte Uralkali also davon haben? Was evtl. Sinn macht: Der in letzter Zeit real rückläufige Kalipreis hat denen das Geschäft etwas "vermasselt" und die wissen nicht, wie sie die notwendigen Investitionen stemmen sollen, sprich wo kommt der cashflow dafür her? Und durch investitionen in neue Kapazitäten/Förderanlagen steigt auch erst mal deren Förderkosten und zwar massiv, wenn ich es richtig im Kopf haben, machen bei K+S die Abschreibungen fast die Hälfte (?) der Förderkosten aus... Wenn jetzt die ein neuer Wettbewerber in den Markt kommen würde (BHP), würde der Umsatz aller zurückgehen und das könnte Uralkali kaputt machen!!! mE als ersten der agierenden Wettbewerber
=> evtl. sah sich Uralkali zu dieser Kamikaze-Mitteilung gezwungen um potenzielle Bewerber abzuschrecken, was dann bedeuten würde: die stehen mit dem rücken zur wand!!
für das gestrige Desaster. Hier sieht man wieder, dass nichts vom politische Aktionismus zum Schutz der Märkte vor Übertreibungen getan wurde. Das einzige was sich geändert hat: Der Fiskus verdient an solchen Sauereien heute mehr mit als vor ein paar Jahren. Der Dax ist und bleibt eine Hure der Amis, daran wird sich auch nie etwas ändern.
Warum es überall fällt?
"Nature can trick all of the people some of the time and some of the people all of the time. But it can't trick all of the people all of the time."
Wir sind wohl im ersten Fall. Die meisten denken halt noch es gäbe jetzt eine reale Gefahr für den Kalipreis.
Alles schonmal geklärt (ich meine übrigens es wären derzeit 59 Mio Tonnen).
Uralkali macht derzeit 10 Mio Tonnen und sie wollen auf 13 Mio ausweiten. Es gibt von Uralkali derzeit keine großen Projekte neue Vorkommen zu erschließen, nur ein paar kleinere die dann auch erst so 2016 fertig sein könne.
Die aktuell diskutierte Ausweitung um 30% ihrer Produktion können die wohl direkt machen.
Aber wie gesagt, die arbeiten auch mit uraltem Gerät, das wird durch mehr Produktion auch nicht besser. Sehr mysteriös alles.
Die Lagerbestände haben sich ja laut Aussage von Potash wieder stark verringert, das spricht für mehr Nachfrage in näherer Zukunft. Ansonsten ist die Nachfrage nach Kali sehr unelastisch, das Zeug wird halt gebraucht, die Schwankt überhaupt hauptsächlich über Auf- und Abbau von Lagerbeständen. Es gibt auch keinen Grund warum die Nachfrage demnächst explodieren sollte, aber über die oft genannten Faktoren Weltbevölkerung, Boden und Wetter muss sie langfristig steigen.
Ich habe gelesen Uralkali könnt bis 2019 auf 19Mio Tonnen kommen. Sind das schon die riesigen Reserven? Was die Vorkommen in Russland angeht...ok...das ist was anderes (aber die muss man auch erstmal teuer erschließen).
wie kompetent die Analysten sind. Nach 25 % Absacker von "Kaufen" auf auf "Verkaufen" drehen. Lustig....
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