12.07.13 16:07
aktiencheck.de EXKLUSIV
Kassel (
www.aktiencheck.de) - Die Aktie des Kali- und Salzherstellers K+S (ISIN
DE000KSAG888 / WKN
KSAG88) gehörte lange Zeit zu den Börsenlieblingen und erfreut sich auch jetzt noch großer Popularität.
Allerdings hat sich der Düngemittel-Produzent gegenüber den Höchstkursen mehr als gedrittelt. Die Fallgeschwindigkeit hat zwar zuletzt etwas nachgelassen, dennoch ist der Abwärtstrend weiter intakt. Im Bereich von 26 Euro winkt zwar eine Widerstandszone, die den tiefen Fall stoppen könnte. Eine Bodenbildung oder gar Trendwende ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber völlig ungewiss.
Der Anleger tut daher gut daran die Entwicklung zunächst einmal aus der Distanz zu beobachten. Solange sich keine klaren Kaufsignale abzeichnen, sollte man von dem Papier die Finger weglassen. Never catch a falling knife. Greife niemals in ein fallendes Messer, sonst holst Du Dir blutige Hände.
Selbst wenn sich im Bereich von 26 Euro eine Bodenbildung abzeichnen sollte, wäre das noch lange kein Grund zu investieren. Oder wollten Sie in einen Zug einsteigen, der zunächst einmal auf einem Wartegleis abgestellt wird, wo keiner weiß, wann die Reise weiter gehen wird.
Der tiefe Fall von K+S wirklich auf den ersten Blick verführerisch. Eine Erholung zurück zu den alten Höchstkursen würden riesige Gewinne versprechen. Doch wer garantiert die Erholung? Findet sie überhaupt statt?
Die aktuelle Nachrichtenlage sich kaum verbessert. Das Kali-Projekt in Kanada-Legacy bereitet weiter sorgen. 600 Mio. Euro zusätzlicher Kosten muss man bereits verkraften. Weitere Kostensteigerungen nicht ausgeschlossen.
Die Kali-Preise sind weiter am Boden. Kurzfristig ist eine Besserung nicht in Sicht. Länder wie Indien haben den Währungskrieg ausgerufen, um ihre Rohstoffe noch billiger anbieten zu können.
Fundamental bleibt K+S sicher gut aufgestellt. Perspektivisch geht es mit dem Aktienkurs auch bestimmt wieder nach oben. Aber wie sagte schon Kostolany: Erst kommen die Schmerzen, dann die Gewinne.
Wer sich schon oft genug die Finger verbrannt hat, wartet daher zunächst klare Kaufsignale für die K+S-Aktie ab. (12.07.2013/ac/e/a)