Zuerstmal: Interessante Diskussionen/Beiträge hier in den letzten Tagen! Danke dafür!
@Doc: Autokauf ist hier m.M.n im Grundsatz absolut vergleichbar wie alles bei dem die Ware Risiken aufweist. Beim Autokauf öffnet man in der Regel die Motorhaube und das Scheckheft, erst dann gibt es ein verbindliches Angebot (bei den vernünftigen Menschen zumindest).
Bei Firmen gibt es nur drei Unterschiede:
- Die Summe ist höher,
- die Interessen/Beteiligten vielfältiger und
- die Verträge somit umfangreicher.
Bei K+S gibt es noch einen weiteren Unterschied: Warum sollte jemand ein Angebot an jemanden richten der gar nicht der Eigentümer ist? K+S gehört den Aktionären, PCS wollte vom K+S Vorstand lediglich eine Empfehlung weil er den Aktionären vorsteht.....(aber das wäre jetzt Haarspalterei, mit ist klar, daß man zuerst das Angebot/Vorschlag an den Vorstand als Treuhänder richtet).
Das "Angebot" habe ich für angemessen gehalten und das Vorgehen (welches mir bekannt war) ebenfalls. Ich bin völlig bei dir, Potash konnte nicht davon ausgehen, dass man mit dem Preis offene Türen einrennt.
Ich für meinen Teil kann aber nachvollziehen, dass Potash erwartet/gehofft hatte, dass man sich zumindest an den Verhandlungstisch bewegt und sich bewusst ist, dass K+S ein paar Risiken hat und "das Haus" (Legacy) halt nun mal noch nicht fertig ist und deshalb so auch nicht bewertet werden kann (wird es ja scheinbar auch vom Rest der Anlegerschaft nicht, siehe fiktive Bewertungslücke vs. realem Kurs)
Was aber auch interessant ist: Viele spekulierten, dass PCS nie wirklich im Sinn hatte K+S zu übernehmen und die auch finanziell nicht in der Lage seien.
Jetzt beim Kurs und den Marktkonditionen mag das anders sein, aber in der ersten Jahreshälfte kann ich mir überhaupt nicht vorstellen bzw. erklären welchen anderen Grund es geben könnte, dass man den Kurs eines Mitbewerbers in die Höhe treibt, den eigenen und die Reputation belastet und gleichzeitig Millionen für Anwälte und Berater ausgibt. Es sei denn Potash hat Spekulanten geholfen bei K+S auszusteigen oder sonstige Insidergeschäfte abzuwickeln - was ich definitiv nicht glaube. Millionen nur für einen ersten Vorschlag und glauben dass er erfolgreich ist. Das wäre ja mega dilettantisch.
Wie oben schon gesagt, hätten sich die market conditions nicht so verändert wäre das Spiel weiter gegangen, davon bin ich überzeugt. Ob PCS sich nun sammelt und neu formiert ist wirklich Spekulation - ja, die Zeiten wären günstig damit hast du Recht.
Im Nachhinein ein richtiger Beitrag: www.finanzen.net/nachricht/aktien/...er-41-Euro-plus-x-4447683
Ich glaube schon oder sagen wir ich hoffe es, denn die Banken brauchen Anlagemöglichkeiten und ich vermute mal, dass diejenigen Aktionäre welche keine Übernahmen wollen das PCS Boot schon verlassen haben. Falls PCS einen erneuten Vorstoß macht und dann freundlich nicht zum Ziel kommt, wäre es nach dieser Erfahrung auch dilettantisch es dann nicht feindlich zu versuchen. Aus diesem Grund wird man aufpassen, dass das freundliche Angebot nicht gleich so hoch ist.
Bei der DG geht es wohl weiniger um die aktuellen Produktionskosten, diese kann man Anhand der AG-bedingten, offen gelegten Finanzen ausreichend näheren. interessant wären hier eher die Teile welche nicht offen gelegt werden müssen: Finanzlage/-Struktur Legacy, Verträge welche Ressourcen und Mittel binden uvm.
PS. Mir erschließen sich die ganzen Minderheitsbeteiligung von PCS (habe die Graphik gerade gesucht, finde sie aber aktuell nicht) nicht wirklich, habe mich damit aber auch nicht befasst. Es sind aber Werte die man zur Übernahme nutzen könnte.