Geld an anderer Stelle wichtiger gebraucht wird.
Gut finde ich dabei auch, dass die Geldinstitutionen, welche den Hedgefonds Aktien zum Shorten verliehen haben, nicht dafür auch noch mit Dividende belohnt werden.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender DAX-Kurs | 5,00 | 9,99 | 14,99 | |
| Fallender DAX-Kurs | 5,00 | 10,00 | 15,00 | |
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Hallo Werner,
Es geht doch nicht darum für oder gegen jemanden zu sein. Es geht darum Meinungen auszutauschen und zu versuchen aus diversen unterschiedlichen Meinungen sich ein Bild zu machen, das möglichst nahe an die Realität herankommt. Wenn wir an der Börse investieren, dann setzen wir darauf, dass wir richtig liegen. Der der verkauft genauso wie der der kauft. Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich versuche immer möglichst ehrlich zu sein, weil Vertrauen sich langfristig auszahlt.
Warum war ich optimistisch?
Mein Optimismus für die Guidance leitete sich von dem Q3-Call 2025 ab. Dort wurde suggeriert, dass man bei den Katek Bereichen das Tal der Tränen durchschritten habe, explizit auch der Bereich Green Tec. Das wurde gerade auch für die Katek-Bereiche betont. Basierend auf den Ausführungen war meine Einschätzung, dass S&S um 20% wachsen kann und der Rest mittel einstellig. Nachdem Katek in 2025 dann für einen starken Umsatzrückgang und Restrukturierungskosten stand, hätte es dann in 2026 auch von Katek Seite Rückenwind gegeben.
All diese Annahmen leiteten sich direkt aus den Ausführungen des Managements ab. Die Analysten hatten die gleichen Informationen. Meine Schätzungen waren in Line mit denen der Analysten.
Jetzt kam es aber anders. Anstatt dass der Bereich Green Tech sich sukzessive erholt, fallen Restrukturierungsaufwendungen an und der Bereich wird aufgelöst. Die EBITDA Zahl wurde erreicht, indem weniger Erlöse aus dem Jumptec Verkauf als Sondereffekt deklariert wurde. Das unbereinigte EBITDA sinkt sogar in 2026.
Ich denke nicht, dass das Management im Q3-Call uns anlügen wollte, sondern dass sich in der weiteren Entwicklung das Geschäft eingetrübt hat. Aber: Wenn die Konsensschätzungen im Ergebnis um 20% über dem sind, was man guiden wird, dann muss man Erwartungsmanagement betreiben und die Analysten dazu bringen ihre Schätzungen zu überarbeiten. Was Kontron hingegen macht ist, dass positive News verkündet werden und negative News versucht man so lange wie möglich unter den Teppich zu kehren. Damit bestätigt Kontron genau seine Kritiker. Das kostet Vertrauen und Vertrauen ist eine teure Währung. Das führt dazu, dass man bei allem was nicht offensiv kommuniziert wird zukünftig unterstellen muss, dass das irgend etwas im Argen liegt.
Die Aktie ist jetzt günstig, das Ergebnis 2026 ist auch schwach weil Zukunftsinvestitionen getätigt werden (Mehr F&E, Auflösung Verlustgeschäfte). Kontron hat ein paar heiße Eisen im Feuer und schon alleine mit Blick auf die Bereich Bahn und Defense ist Kontron günstig bewertet. Irgendwann wird der starke Auftragsbestand auch zu Umsatz werden und ich denke auf mittelfristige Sicht macht man mit der Aktie nichts falsch. Auch die Aktienrückkaufprogramme helfen.
Aber dass das Management immer wieder den gleichen Fehler macht spielt in die Hände von Shortsellern, führt zu der fundamentalen Unterbewertung und der starken Volatilität der Aktie. Man könnte manchmal fast vermuten, das Management agiert bewusst so "tollpatschig" um günstig zukaufen zu können. Ich will das nicht schön reden, ich bin auch enttäuscht und ich werde das auch das Management wissen lassen. Die Aktien werde ich aber nicht verkaufen, weil Kontron mittelfristig seinen Weg gehen wird, leider weniger geradlinig wie ich mir das wünschen würde.
Gruß,
Johannes
Gerne fasse ich meine Schlussfolgerungen aus dem FY 25 und Guidance 2026 zusammen:
Dies ist ein Ausschnitt aus der Analyse von Kepler, die für mich in Bezug auf FY 2025 alles perfekt zusammenfasst. Was mich darüber hinaus ärgert/enttäuscht ist die Tatsache, dass für das adj EBITDA 2025 auch neben dem jumpec Ergebnis auch Aufwendungen aus dem "realignment" gebucht wurden (s Seite 2 des GB 2025). Der Umsatz im Q4 lag bei 425 Mio (EBITDA bei rd 72 Mio - nach realignment - sohin eine EBITDA-Marge von 17% - nicht realistisch und ehrlich).
Was 2026 betrifft, so wird dies ein weiteres "transition year", mit harter Sanierung von "Greentec", Problemen bei der Versorgung mit Chips/CPU's, Riesenprobleme offenbar mit Volkwagen/Wallcharger usw. Ich erwarte daher nicht sehr viel in 2026 und was wird 2027 besser (Greentec bleibt für mich tot), Cybersecurity erst am Anfang (noch keine Visibilität, dass sich KOS, AI-shield usw im Markt durchsetzen).
Unterstützung für den Kurs sehe ich durch das ARP, und möglichen Reduktionen der Short-Positionen (hätte hier bis heute bei Kursen unter EUR 20 mehr erwartet - kein gutes Zeichen). Ich bin neugierig, was mit Ennocon passiert, wenn durch das ARP deren 30%-Anteilsgrenze überschritten wird. Denn Mindestkurs den sie zahlen müssten wäre dann EUR 23,48. Danach würde ich meine Position massiv reduzieren bzw auflösen.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender DAX-Kurs | 5,00 | 9,99 | 14,99 | |
| Fallender DAX-Kurs | 5,00 | 10,00 | 15,00 | |
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 21 | 6.784 | S&T/Kontron mit Foxconn (vorm. Quanmax AG) | jocyx | Highländer49 | 12.06.26 15:20 | |
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