Ich kappier nicht, warum so viele das nicht begreifen wollen:
DER STAAT SIND WIR! WIR ALLE!
Wir alle, jeder einzelne von uns profitiert von der Infrastruktur, die uns dieser Staat zur Verfügung stellt und natürlich ist das nicht kostenlos!
Ich halte jeden Versuch, die Staatsverschuldung in schlechten Zeiten noch mehr zu erhöhen für absolut kurzsichtig: Wir, und damit meine ich wir alle, müssen das ja auch wieder zurück zahlen.
Kein Unternehmen kann sich eine solche Verschuldung leisten. Und keine Unternehmen würde das tun (außer vielleicht EM TV ;-)
Zugegeben, die Deutschland AG mbH kann keine Bürger "entlassen" wie das Unternehmen in schlechten Zeiten zu tun pflegen, und natürlich sind die "Assets" der Republik nicht zu verachten.
Aber eine stetig wachsende Verschuldung führt zwangsläufig zur Zahlungsunfähigkeit und was dann?
In anderen Ländern hat sich der "Staat" vergleichsweise weit zurück gezogen (USA), unsere sozialen Ansprüche aber lassen das nicht zu. Das ist zum Teil gut, ein bestimmtes Maß an Sozialhilfe muss sein und ist auch nach Art. 1 des Grundgesetzes unumgänglich Staatsverpflichtung. Dennoch wird es Zeit zu akzeptieren, dass wir in bestimmten Bereichen uns von alten Denkstrukturen frei machen müssen. Niedriglohnjobs, Ladenschlußzeiten und Kündigungsschutz könnten einer Ausweitung der Beschäftigung im Wege stehen etc. pp.
Den meisten von uns ist doch heute schon klar, dass wir nicht mit einer vollen Rente rechnen können, wenn wir selbst nichts tun.
Genau so ist das mit der Staatsverschuldung. Was wir heute zuviel ausgeben, werden unsere Kinder und Enkel als Vielfaches zurück zu zahlen haben.
Wir reden eine Rezession herbei nach dem Motto: Es droht eine Rezession, ich warte erst mal (mit Einkäufen, Investitionen, Einstellungen) ab und schon haben wir sie auch. Und statt aber die Zähne zusammen zu Beißen, soll der Staat helfen.
Der Staat aber sind wir!
Wir haben eigentlich nur wirklichen Einfluß auf eine Person und zwar uns selbst (und um ehrlich zu sein, das ist schon nicht immer leicht).
Ich will anregen, in die andere Richtung zu denken: Was können wir für bzw. in diese(r) Situation tun?
Und ich bin überzeugt: wer heute in schlechten Zeiten positiv denkt und handelt wird in den guten Zeiten bestens aufgestellt sein.
Und auch davon bin ich überzeugt: bessere Zeiten werden kommen.
Darauf ein Toast,
Glasnost