Ja zur Transaktionssteuer, aber


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Libuda:

Ja zur Transaktionssteuer, aber

 
24.02.13 16:27
sachlich ausgereift sind die vorliegenden Entwürfe sicher nicht, wie EU-Finanzkommissar Semeta behauptet. Unsinnig ist vor allem schon die Begründung, die Finanzbranche dadurch an den Kosten der Finanzkrise zu beteiligen und möglichst hohe Einnahmen zu erzielen. Das muss man auf andere Art und Weise tun, denn die Eier legende Wollmilchsau ist die Finanztransaktionssteuer sicher nicht.

Das einzige Ziel und auch entsprechend ihre Gestaltung sollte sein, das mörderische die Volkswirtschaften bedrohende Herumzocken zu unterbinden. Um das zu erreichen, könnte man sich mit wesentlich niedrigeren Sätzen begenügen. Und geradezu bekloppt im Quadrat ist es, Kassatransaktionen höher als Derivate, die die Krise ausgelöst und befeuert haben, zu besteuern. Generell sollte gelten: Gleiche niedrige Sätze für alle Transaktionen ohne Ausnahmen.

Besonders dreist ist aber die Verarschung der Kleinanleger und Riestersparer durch die Finanzterroristen, dass den Kleinanlegern und Riestersparern die Finanztransaktionssteuer schade. Dorothea Mohn von der Verbraucherzentrale bringt es hier sehr gut auf den Punkt: "Die Transaktionssteuer kann auch zum Offenbarungseid der Branche werden und den Kunden zeigen, wer ständig umschichtet und an Gebühren reich werden will oder wer mit ruhiger Hand langfristig Vermögen aufbaut." Denn viele Fonds, Riesteranbieter und Versicherer handeln nur deshalb so oft hin und her, weil dadurch die Taschen leer der Anleger werden - und die von Fonds, Riesteranbietern und Versicherer voll (bzw. der Banken und Versicherer, denen diese Produktanbieter gehören und die logischerweise auch die Provisionen für die Käufe und Verkäufe zugeschanzt bekommen). Wenn durch die Transaktionssteuer weniger dem Prinzip "Hin und her macht Taschen (der Anleger) leer" gefrönt wird, werden Riestersparer und Kleinanleger durch eine niedrige Transaktionssteuer nicht ärmer, sondern reicher. Und sicherer werden ihre Anlagen auch noch, wenn den Finanzterroristen "die Arme gebrochen" werden. Im Übrigen sollte aus jeder Jahresabrechnung für Fonds- und Riestersparer ersichtlich sein, wie viel Prozent der jeweils am Ende eines Jahres vorhandenen Anlagesumme die Provisionen für das Herumzocken ausgemacht haben.
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Libuda:

Union-Investment-Mensch Reinke lügt

 
25.02.13 10:21

"Zur geplanten Einführung einer Finanztransaktionssteuer in elf der 27 EU-Staaten sagte Reinke: „Die Finanztransaktionssteuer wird die Falschen treffen – nicht die Verursacher der Krise, sondern die Kleinsparer. " Wenn das Zocken erschwert wird, trifft es die Zocker und vemutlich trifft auf Reinke und seine Truppe zu, was ich weiter oben geschrieben habe, weil das auch verkappte sind:

"Besonders dreist ist aber die Verarschung der Kleinanleger und Riestersparer durch die Finanzterroristen, dass den Kleinanlegern und Riestersparern die Finanztransaktionssteuer schade. Dorothea Mohn von der Verbraucherzentrale bringt es hier sehr gut auf den Punkt: "Die Transaktionssteuer kann auch zum Offenbarungseid der Branche werden und den Kunden zeigen, wer ständig umschichtet und an Gebühren reich werden will oder wer mit ruhiger Hand langfristig Vermögen aufbaut." Denn viele Fonds, Riesteranbieter und Versicherer handeln nur deshalb so oft hin und her, weil dadurch die Taschen leer der Anleger werden - und die von Fonds, Riesteranbietern und Versicherer voll (bzw. der Banken und Versicherer, denen diese Produktanbieter gehören und die logischerweise auch die Provisionen für die Käufe und Verkäufe zugeschanzt bekommen). Wenn durch die Transaktionssteuer weniger dem Prinzip "Hin und her macht Taschen (der Anleger) leer" gefrönt wird, werden Riestersparer und Kleinanleger durch eine niedrige Transaktionssteuer nicht ärmer, sondern reicher. Und sicherer werden ihre Anlagen auch noch, wenn den Finanzterroristen "die Arme gebrochen" werden. Im Übrigen sollte aus jeder Jahresabrechnung für Fonds- und Riestersparer ersichtlich sein, wie viel Prozent der jeweils am Ende eines Jahres vorhandenen Anlagesumme die Provisionen für das Herumzocken ausgemacht haben. "

Von mir aus kann er niedriger Sätze fordern, z.B. eine Fünftelung auf 0,02%, aber nicht der Nicheinführung, denn die schadet dem Kleinsparer, weil ihm sonst die Finanzterroristen sein Vermögen fortzocken.

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Libuda:

Quelle für die Reinke-Aussagen in #2

 
25.02.13 10:23
www.fondsweb.de/fondsnews/...orrekturen-bei-Regierungsvorhaben
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Libuda:

Jede Entmachtung der Finanzterroristen lässt

 
26.02.13 22:47
die Aktienkurse steigen, weil die Welt dann sicherer wird:

Mehr Sicherheit bedeutet niedrigere Risikoprämien. Niedriger Risikoprämien bedeuten wiederum niedriger Diskontierungszinsfuße für zukünftige Erträge von Aktien und höhere Barwerte zukünftiger Zahlungen. Und die Summe der Barwerte aller zukünftigen Zahlungen ist nichts anderes als der momentane Kurse einer Aktie.

Worüber sich allerdings Käufer und Verkäufer einer Aktie nicht einig sind, sind vor allem zwei Dinge: Die Höhe der zukünftigen Zahlungen und die Diskontierungszinsfüße der zukünftigen Zahlungen.

Fakt ist aber: Jeder "tote" Finanzterrorist ist ein gute Finanzterrorist, weil dadurch das Risiko gemindert wird, die Diskontierungsfüße ebenfalls, was wiederum zu steigenden Aktienkursen führt. Aber für diese Erkenntnis ist der Union-Schwachkopf zu blöde oder er hofft immer noch, einmal richtiger Finanzterrorist bei den obersten Finanzterroristen zu werden.
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