Das einzige Ziel und auch entsprechend ihre Gestaltung sollte sein, das mörderische die Volkswirtschaften bedrohende Herumzocken zu unterbinden. Um das zu erreichen, könnte man sich mit wesentlich niedrigeren Sätzen begenügen. Und geradezu bekloppt im Quadrat ist es, Kassatransaktionen höher als Derivate, die die Krise ausgelöst und befeuert haben, zu besteuern. Generell sollte gelten: Gleiche niedrige Sätze für alle Transaktionen ohne Ausnahmen.
Besonders dreist ist aber die Verarschung der Kleinanleger und Riestersparer durch die Finanzterroristen, dass den Kleinanlegern und Riestersparern die Finanztransaktionssteuer schade. Dorothea Mohn von der Verbraucherzentrale bringt es hier sehr gut auf den Punkt: "Die Transaktionssteuer kann auch zum Offenbarungseid der Branche werden und den Kunden zeigen, wer ständig umschichtet und an Gebühren reich werden will oder wer mit ruhiger Hand langfristig Vermögen aufbaut." Denn viele Fonds, Riesteranbieter und Versicherer handeln nur deshalb so oft hin und her, weil dadurch die Taschen leer der Anleger werden - und die von Fonds, Riesteranbietern und Versicherer voll (bzw. der Banken und Versicherer, denen diese Produktanbieter gehören und die logischerweise auch die Provisionen für die Käufe und Verkäufe zugeschanzt bekommen). Wenn durch die Transaktionssteuer weniger dem Prinzip "Hin und her macht Taschen (der Anleger) leer" gefrönt wird, werden Riestersparer und Kleinanleger durch eine niedrige Transaktionssteuer nicht ärmer, sondern reicher. Und sicherer werden ihre Anlagen auch noch, wenn den Finanzterroristen "die Arme gebrochen" werden. Im Übrigen sollte aus jeder Jahresabrechnung für Fonds- und Riestersparer ersichtlich sein, wie viel Prozent der jeweils am Ende eines Jahres vorhandenen Anlagesumme die Provisionen für das Herumzocken ausgemacht haben.