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Ob gewisse Leute davon schon eher Wind in der jüngsten Zeit bekommen haben? Würde zumindest die jüngsten nachrichtenlosen deutlichen Rücksetzer etwas miterklären. Mögliche 400 Millionen Euro an Strafe wären schon ein dicker Brocken, der die zuletzt etwas verbesserte bilanzielle Situation wieder deutlich verschlechtern würde. Schwer abzuschätzen was am Ende entschieden wird und wie lange es bis dahin dauern wird. Dürfte jedenfalls den Kurs morgen erst einmal weiter drücken. Wie kann man als Management so blöd bzw. naiv sein sich in so eine Situation zu bringen? Wenn man sich sicher wäre eine weiße Weste zu haben, dann bräuchte man nicht so einer erhöhte Rückstellung zu machen. So riecht das schon deutlich nach Schuld. Sollte diese Strafe wirklich am Ende ausgesprochen werden, dann müßte das Management mit dem eisernen Besen ausgefegt werden wegen aktionärfeindlichem Verhalten.
www.eqs-news.com/de/news/adhoc/...tellung-zu-erhoehen/2087531 "...Delivery Hero SE könnte mit einer Geldbuße am Ende von über 400 Mio. EUR wegen angeblicher wettbewerbswidriger Absprachen zur Aufteilung nationaler Märkte, dem Austausch wirtschaftlich sensibler Informationen und Abwerbeverboten belegt werden. Daher hat der Vorstand der Gesellschaft heute entschieden, dass die Gesellschaft beabsichtigt, eine entsprechende, bereits gebildete Rückstellung in Höhe von EUR 186 Mio. deutlich zu erhöhen,nachdem die Europäische Kommission im Juli 2022 und im November 2023 unangekündigte Durchsuchungen durchgeführt hat. Die Absicht, die Rückstellung zu erhöhen, basiert auf dem jüngsten informellen Austausch mit der Europäischen Kommission und anschließender detaillierter Analyse.."
Vielleicht gibt es ja auch einen gewissen Zusammenhang warum jüngst der CFO so überstürzt rausgewor.... äh... aus eigenen Stücken das Unternehmen Hals über Kopf verlassen hat (mußte) und man vor lauter Hektik nur einen Interims-CFO aufbieten kann. Ein seriöser planvoller Wechsel sähe sicherlich anders aus. War also diese überhektische Aktion schon ein Vorzeichen? Damit hat sich leider wieder gezeigt, daß in 9 von 10 Fällen wo ein CFO überhastet ein Unternehmen verläßt, es nicht lange dauert bis schlechte Nachrichten nachtgereicht werden.
www.n-tv.de/wirtschaft/...-Kartellstrafe-article25069863.html "....Erst vor gut einer Woche hatte Delivery Hero eine abrupte Veränderung in der Finanzleitung des Unternehmens angekündigt. Finanzchef Emmanuel Thomassin werde nach mehr als zehn Jahren bei Delivery Hero mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand ausscheiden und eine neue berufliche Aufgabe außerhalb des Unternehmens übernehmen, teilte der Essenslieferant. Ab dem 1. Juli werde Marie-Anne Popp den CFO-Posten interimistisch übernehmen und direkt an Konzernchef Niklas Östberg berichten. .."
StrohimKopp: #2514 Wer heute morgen auf die schlechten nachrichten dirket zugegriffen hat, kann sich jetzt über ein Kursplus von 10% freuen. In weniger als 3 Stunden.
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Und wer heute gegen 14:30 in der Spitze zu ca. 20,50€ gekauft hätte, der hätte jetzt im Augenblick damit schon wieder 50 Cent pro Aktie verloren. Das Schöne ist ja, daß man solche Dinge bei jeder Aktie hinterher stets bequem sagen kann, wie man hätte Gewinn machen können, da dann der Kursverlauf jedem bekannt ist. Dummerweise hat aber z.B. kein Schlaumeier letzte Woche getönt er wüßte welcher Verlust kommen wird. Da wäre mit Short mehr Gewinn möglich gewesen als heute mit Long. Ja, wer reiner Kurzzeit- Zocker ist und die Aktie bislang gemieden hatte und jetzt schnell nach der kleinen Erholung wieder verkauft, um den nächsten Zock bei der nächsten Aktie zu machen, der hat vielleicht schnellen Gewinn gemacht.
Gekniffen sind nur die zuvor investierten langfristigen Aktionäre, die hier zu deutlich höheren Kursen schon gekauft hatten und jetzt aus Gründen eines vernünftigen Money&Risk Managements nicht emotional blind ihre Postionen immer weiter erhöhen, nur damit der Durchschnitts- EK niedriger erscheint. Denn sonst hätte man dadurch auch ein deutlich höheres Risiko durch eine ungesunde Überhöhung einer Einzelposition bzw. falls die Aktie noch weiter nachgeben sollte, dann wäre jeder Euro Kurs-Rückgang noch gaviernder, wenn man noch mehr Aktien besitzen würde. Das beste Mittel ist immer noch eine breite Streuung des Portfolios, um eventuelle Belastungen durch einen Einzelwert gering zu halten.
Das sind die zehn größten Fehler beim Aktienkauf - https://www.welt.de/finanzen/geldanlage/...ehler-beim-Aktienkauf.html "...Ein Fehler im Zusammenhang mit Verlustbringern im Portfolio ist es Aktien optisch zu verbilligen, sprich Anteilsscheine mit Kursverlusten nachzukaufen. Ziel: Der Anleger will den durchschnittlichen Einstandspreis senken. Ein andere Fehler ist, Verluste auszusitzen. "Die Menschen orientieren sich viel zu sehr an ihren Einstandspreisen. Sie warten ab, und das macht geistig unbeweglich"...Sinnvoller sei eine Stopp-Loss-Strategie nach dem Motto: Wenn der Kurs eine bestimmte Marke unterschreitet, verkaufe ich .."
Hier kann es um über 700 Millionen gehen (400 Mio+x durch die EU plus zusätzlich 300 Mio durch die Spanier) die Delivery Hero zu zahlen hat an Strafe. Das würde zwar die Aktie nicht in den Konkurs treiben, aber es würden dadurch wesentliche Mittel fehlen, die für wichtige andere Dinge/Investionen/Schuldenabau, etc. nötig würden in Zukunft.
Delivery Hero vor höherer Kartellbuße - Aktie verliert - https://www.ariva.de/news/...ero-vor-hherer-kartellbue-aktie-11299843 "....einem EU-Bußgeld von etwa 400 Millionen Euro in Bezug auf diesen Fall sowie einem zusätzlichen spanischen Bußgeld von 300 Millionen Euro in Bezug auf die Praktiken der spanischen Tochter Glovo im Umgang mit Mitfahrern
Schmidti68: .#2519 Fundamental läuft es wohl weiter gut
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Nur was bedeutet schon "weiter gut". Die letzten Jahre hat man auf Konzernebene Monsterverluste gemacht und riesigen negativen Cashflow abgeliefert. Schau mal die letzten beiden Jahre die Kennzahlen an mit Gewinn je Aktie und FCF. => 2022 Verlust je Aktie 11,56 Euro . 2023 Verlust je Aktie 8,51 Euro . In 2022 Free Cashflow minus 941 Mio Euro. In 2023 Free Cashflow minus 403 Mio. Der Buchwert Ende 2023 beträgt nurnoch winzige 6,13 Euro je Aktie.
Wichtig ist bei der Betrachtung solcher Firmen nicht vor lauter Gier in seinem Oberstübchen vorschnell alles auf Leerlauf zu stellen und sich völlig kritiklos einer Blendgranaten-Zahl wie EBITDA, oder noch schlimmer AEBITDA (wer sich daran klammert hat glaube ich endgültig seinen Verstand an der Garderobe abgeben) hinzugeben und zu meinen man bräuchte ab da nicht mehr hinschauen was wirklich Netto unter dem Strich übrigbleibt. Die Narren-Kennzahl EBITDA ist die große Kunst des Beschönigens und des Verschweigens. Deswegen wird es auch besonders gerne von Firmen in den Vordergrund gerückt wo es Netto dann auch ganz schnell düster wird. Ich kann mich da nur Warren Buffett und Charlie Munger anschließen, die ganz klar sagen: Wer dich mit EBITDA versucht einzulullen, der will dich entweder betrügen oder ist ein Narr der sich selber betrügt. Beides kein guten Eigenschaften.
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