Gut 80 Jahre ist es her, seit Cannabis auf der Liste der verbotenen Rauschsubstanzen landete. Damit endete auch eine jahrtausendealte Behandlungstradition für Schmerzen und Epilepsie. Allerdings hatte die Pflanze zu diesem Zeitpunkt schon an Bedeutung verloren, nachdem 1898 Aspirin erfunden worden war. Mittlerweile zeichnet sich allerdings ein Comeback ab.
Nachdem es außer den Niederlanden bisher lediglich in Exotenstaaten wie Nordkorea oder Samoa erlaubt war, kam zum Jahresbeginn der amerikanische Bundesstaat Colorado hinzu. Ähnlich wie in den Niederlanden darf Marihuana in sogenannten Coffeeshops verkauft werden. Bislang war der Verkauf von Marihuana in einigen amerikanischen Bundesstaaten lediglich zu medizinischen Zwecken erlaubt. Das Interesse scheint groß: Die Behörden in Colorado vergaben 348 Verkaufslizenzen. Auch der Bundesstaat Washington soll bald folgen. Dort liegen angeblich 3746 Anträge vor.