Der Versandhausriese Quelle ist gerettet - vorerst jedenfalls. Das sind gute Nachrichten auch für den Jenaer Softwareentwickler Intershop, bei dem Quelle in der Kreide steht. An der Börse haben die Anleger bislang nicht auf die Nachrichten reagiert, die Intershop-Aktie dümpelt seit Tagen bei 1,72 Euro.
Die Meldung, dass Quelle nun zumindest sein Weihnachtsgeschäft abwickeln kann, ist in mehrfacher Hinsicht interessant für Intershop. Zum einen haben die Jenaer noch Forderungen gegenüber dem schlingernden Versandhausriesen, die nun beglichen werden dürften. Darüber hinaus ist klar, dass Quelle die Krise nur überleben wird, wenn der Konzern zukünftig seine Aktivitäten noch stärker ins Internet verlagert - das klassische Katalogmodell ist tot.
Interessante Perspektiven
Intershop arbeitet im E-Commerce-Bereich bereits seit Jahren mit Quelle eng zusammen und wäre daher wohl erste Wahl, wollten die Franken ihre Aktivitäten im Internet ausbauen.
Was an der Börse bislang ebenfalls kaum beachtet wurde: Die Ostdeutschen haben trotz der Schieflage von Quelle an ihren Wachstumsprognosen für 2009 festgehalten. Nachdem nun klar ist, dass es bei dem Versandhändler weiter geht, stehen die Chancen gut, dass Intershop seine Prognosen nicht nur erfüllt, sondern sogar besser abschneidet, als bislang erwartet.
DER AKTIONÄR bestätigt seine Kaufempfehlung für Intershop. Das Kursziel beträgt 2,80 Euro, der Stopp sollte bei 1,38 Euro platziert werden.
Hallo, ich bin Elektriker und soll hier die Dosen checken !