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KIRCHER: Wirtschaftlich heißt das, alle Sparten sind profitabel. Wir haben uns eine solche Cash-Position erarbeitet, dass wir über Akquisitionen nachdenken können. Wir können schwierige Zeiten ganz anders durchtauchen, können an unseren langfristigen Forschungszielen festhalten. Die Weltinnovation aus Villach, der 300-Millimeter-Dünnwafer, wird unsere Profitabilität steigern. Diese Chips erhöhen auch die Energieeffizienz. Solche großen Innovationen bringt man nur mit finanzieller Stärke und einer klaren Strategie ins Leben.
Was darf man sich darunter vorstellen, wenn Chips energieeffizienter werden? KIRCHER: Die Chips sorgen dafür, dass von der Stromerzeugung bis zum Endgerät die Verlustleistung minimiert wird, also vor allem keine Abwärme entsteht. Stromeinsatz wird durch Elektronik optimiert. Ein kleines Beispiel: Ladegeräte werden künftig schon im Stecker integriert sein.
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KIRCHER: Allein durch den flächendeckenden Einsatz der neuesten verfügbaren Mikroelektronik glauben wir an mögliche Einsparungen beim Stromverbrauch von 30 bis 40 Prozent. Spannend ist die Frage, warum wir in Europa zwar mit Technologien, aber nicht in der Anwendung führend sind.
Und warum ist das so? KIRCHER: Das hat mit mangelnder Veränderungskultur zu tun. Andere Weltregionen leben von Veränderung. Die Dimension Geschwindigkeit wird bei uns gewaltig unterschätzt. Wir müssen uns schnell radikal finanziellen Spielraum für Zukunftsthemen schaffen. Bei uns behindern sich noch immer die Verwaltungseinheiten gegenseitig, was sich in den Parteistrukturen fortsetzt. Wir brauchen klare Schnitte und eine Vision für die Zeit danach, sonst werden die Menschen nicht folgen.