Von Sven Clausen, München
Infineon reduziert die Investitionen in die eigene Fertigung auf ein Mindestmaß. Konzernchef Ulrich Schumacher will auch das Leistungsprinzip mit Macht verschärfen.
Wie aus einem Vorstandspapier hervorgeht, das der Financial Times Deutschland vorliegt, plant der Halbleiterhersteller für das gerade begonnene Geschäftsjahr Investitionen in Sachanlagen über 981 Mio. Euro. Damit folgt der Konzern früheren Vorgaben von Vorstandschef Ulrich Schumacher. Der 44-Jährige will Europas zweitgrößten Chipkonzern hinter Marktführer STMicroelectronics von einem Halbleiterhersteller zu einem Anbieter von Lösungen umpolen. Dazu will er weniger Geld für die eigene Produktion und mehr für Software und Beratung ausgeben. Das laufende Geschäftsjahr geht bis Ende September 2003.
Im Geschäftsjahr 2000/2001 waren noch 2,2 Mrd. Euro in Fabriken geflossen, im gerade abgelaufenen trotz der Branchenkrise immerhin noch rund 650 Mio. Euro.
Unternehmenskultur umkrempeln
Für den Wandel zum Lösungsanbieter bastelt Schumacher fast drei Jahre nach der Trennung vom Mutterkonzern Siemens an einer neuen Unternehmenskultur. Wie es im Konzern heißt, verschärft er mit Macht das Leistungsprinzip. Jeder Vorgesetzte soll künftig pro Jahr fünf Prozent seiner Beschäftigten identifizieren, die er für besonders leistungsschwach hält.
Ist keine Besserung in Sicht, wird die Trennung per Aufhebungsvertrag angestrebt. "Unser Erfolg hängt davon ab, wie leistungsorientiert wir arbeiten. Daher müssen wir schauen, wie leistungsschwächere Mitarbeiter auf das Niveau der anderen kommen können", sagte eine Sprecherin, ohne weitere Details zu nennen. In US-Unternehmen sind solche Auslesemethoden nicht unüblich.
Konzernchef Schumacher will Infineon bis 2007 zum zweitprofitabelsten Halbleiterhersteller der Welt machen. Derzeit liegen die Münchner zum Teil recht deutlich hinter Unternehmen wie Intel, Samsung, Texas Instruments oder STMicroelectronics.
Im gerade begonnenen Geschäftsjahr könnte erneut ein Minus anfallen: In einer konservativen Prognose geht der Vorstand von einem operativen Verlust vor Zinsen und Steuern von deutlich mehr als 200 Mio. Euro bei einem Umsatz von rund 7 Mrd. Euro aus. Dagegen rechnen zahlreiche Analysten mit einem Gewinn.
Infineon reduziert die Investitionen in die eigene Fertigung auf ein Mindestmaß. Konzernchef Ulrich Schumacher will auch das Leistungsprinzip mit Macht verschärfen.
Wie aus einem Vorstandspapier hervorgeht, das der Financial Times Deutschland vorliegt, plant der Halbleiterhersteller für das gerade begonnene Geschäftsjahr Investitionen in Sachanlagen über 981 Mio. Euro. Damit folgt der Konzern früheren Vorgaben von Vorstandschef Ulrich Schumacher. Der 44-Jährige will Europas zweitgrößten Chipkonzern hinter Marktführer STMicroelectronics von einem Halbleiterhersteller zu einem Anbieter von Lösungen umpolen. Dazu will er weniger Geld für die eigene Produktion und mehr für Software und Beratung ausgeben. Das laufende Geschäftsjahr geht bis Ende September 2003.
Im Geschäftsjahr 2000/2001 waren noch 2,2 Mrd. Euro in Fabriken geflossen, im gerade abgelaufenen trotz der Branchenkrise immerhin noch rund 650 Mio. Euro.
Unternehmenskultur umkrempeln
Für den Wandel zum Lösungsanbieter bastelt Schumacher fast drei Jahre nach der Trennung vom Mutterkonzern Siemens an einer neuen Unternehmenskultur. Wie es im Konzern heißt, verschärft er mit Macht das Leistungsprinzip. Jeder Vorgesetzte soll künftig pro Jahr fünf Prozent seiner Beschäftigten identifizieren, die er für besonders leistungsschwach hält.
Ist keine Besserung in Sicht, wird die Trennung per Aufhebungsvertrag angestrebt. "Unser Erfolg hängt davon ab, wie leistungsorientiert wir arbeiten. Daher müssen wir schauen, wie leistungsschwächere Mitarbeiter auf das Niveau der anderen kommen können", sagte eine Sprecherin, ohne weitere Details zu nennen. In US-Unternehmen sind solche Auslesemethoden nicht unüblich.
Konzernchef Schumacher will Infineon bis 2007 zum zweitprofitabelsten Halbleiterhersteller der Welt machen. Derzeit liegen die Münchner zum Teil recht deutlich hinter Unternehmen wie Intel, Samsung, Texas Instruments oder STMicroelectronics.
Im gerade begonnenen Geschäftsjahr könnte erneut ein Minus anfallen: In einer konservativen Prognose geht der Vorstand von einem operativen Verlust vor Zinsen und Steuern von deutlich mehr als 200 Mio. Euro bei einem Umsatz von rund 7 Mrd. Euro aus. Dagegen rechnen zahlreiche Analysten mit einem Gewinn.