Presse: IKB drohen Aktionärsklagen
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der in Schieflage geratenen IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 806330) drohen Pressenangaben zufolge nach den jüngsten Ereignissen Aktionärsklagen.
"Wir prüfen, ob es zivilrechtliche Klagemöglichkeiten gegen die IKB gibt", sagte ein Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) am Freitag laut dem "Handelsblatt". Die durch einen US-Fonds ausgelöste Krise bei dem im MDAX notierten Kreditinstitut wurde von dem DSW-Sprecher als "schlicht eine Katastrophe" bezeichnet. "Die IKB war eigentlich die letzte Bank in Deutschland, bei der man mit so einer Schieflage gerechnet hat."
Nur wenige Tage vor Bekanntwerden der Probleme des IKB-Fonds "Rhineland Funding" im US-Markt für schwach besicherte Immobiliendarlehen hatte der Vorstand noch die Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigt und erklärt, das Engagement der Bank in den riskanten Geschäften sei gering. Zu Beginn dieser Woche musste die IKB dann eine Gewinnwarnung herausgeben, wobei im Anschluss der Vorstandschef Stefan Ortseifen zurücktrat. Der Aktienkurs der IKB brach daraufhin massiv ein. Als Reaktion auf die Schieflagen haben die staatliche Förderbank KfW und der private Sektor Verpflichtungen der IKB in Milliardenhöhe übernommen.
Bevor die DSW möglicherweise Klage erheben werde, müsse in den Fall erst einmal Licht ins Dunkel gebracht werden, sagte der DSW-Sprecher laut dem Bericht. Zunächst müsse geklärt werden, was der Vorstand von den riskanten Geschäften gewusst habe und ob die Anleger bewusst getäuscht worden seien. "Ein Schnellschuss macht jetzt keinen Sinn", betonte er.
Die Aktie der IKB verliert aktuell 1,87 Prozent auf 12,08 Euro. (03.08.2007/ac/n/d)
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AFP