Überraschend deutlich stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex im Januar.
Dienstag, 26. Februar 2002
Erholung in Sicht
ifo-Geschäftsklimaindex gestiegen
Die Lage der deutschen Wirtschaft hat sich weiter verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für Westdeutschland stieg im Februar überraschend deutlich auf 88,7 Punkte. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Anstieg auf 87,3 Zähler gerechnet. Im Januar war noch ein Wert von 86,2 erzielt worden. Da der Index für die Geschäftsbeurteilung von 78,0 im Januar auf 76,8 geschrumpft ist, kann jedoch keine endgültige Entwarnung gegeben werden. Nach Worten von ifo-Präsident Hans-Werner Sinn wird mit diesem Index die Erwartung für die wirtschaftliche Lage in den nächsten sechs Monaten erhoben. Diese Einschätzung habe sich im Berichtsmonat verschlechtert, so Sinn im Interview mit n-tv.
Das Ifo-Institut empfiehlt nach Worten seines Präsidenten eine weitere Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB). Die Zinspolitik der EZB sei bislang zu restriktiv gewesen, so Sinn weiter. Die Bank habe noch Spielräume für eine Zinsentscheidung.
Ein Experte der Commerzbank erklärte zu der wirtschaftlichen Entwicklung , dass diese dem üblichen Muster folgt. „Erst drehen die Erwartungen und dann die Lage. Vielleicht sehen wir einen Anstieg der Geschäftsbeurteilungen schon im kommenden Monat.“ Positiv fallen wiederum die Einschätzungen der Geschäftserwartungen ins Gewicht. Diese stiegen von 94,8 auf 101,0 Punkte. In Ostdeutschland stieg der Geschäftsklimaindex von 98,3 auf 100,4 Punkte Die Geschäftsbeurteilung schrumpfte leicht von 117,0 auf 116,5 Punkte, während die Erwartungen von 81,0 auf 84,4 Zähler zulegen konnten.