Indien und Afrika: Diese Pharma-Aktien könnten jetzt abheben

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Die Flagge Indiens.
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Während alle auf Künstliche Intelligenz setzen, entdecken Fondsmanager eine übersehene Chance. Gesundheitsaktien aus Indien und Afrika könnten vor einem Comeback stehen.
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Der Boom rund um Künstliche Intelligenz zieht immer mehr Kapital an. Dadurch gerät eine langfristig interessante Anlagechance in den Schwellenländern aus dem Blick: der Gesundheitssektor.

Ivo Kovachev, Senior-Fondsmanager, und Dalibor Kovac, Fondsmanager bei J O Hambro, sehen die Branche an einem Wendepunkt. Die Fundamentaldaten hätten sich verbessert. Gleichzeitig seien viele Gesundheitsaktien weiterhin günstig bewertet.

In den vergangenen Jahren belasteten schwache wirtschaftliche Bedingungen und Kapitalabflüsse den Sektor. Nun lassen diese Belastungen nach. Die Fondsmanager bleiben bei KI-Aktien vorsichtig. Einige Marktsegmente zeigten Anzeichen einer möglichen Preisblase. Unternehmen ohne starke fundamentale Wachstumstreiber meiden sie.

Gesundheitssektor als Alternative

Während sich die Biotechnologiebranche in den Vereinigten Staaten besser als der Nasdaq entwickelte, blieb der Gesundheitsindex für Schwellenländer von MSCI deutlich zurück. Allein in den vergangenen zwölf Monaten betrug die relative Underperformance 41 Prozent.

Höhere Zölle der Vereinigten Staaten, regulatorische Unsicherheit und der schwächere US-Dollar belasteten vor allem exportabhängige Pharmaunternehmen. Gleichzeitig floss viel Kapital aus Gesundheitswerten in Technologieaktien. Besonders betroffen waren Unternehmen aus China, Südkorea und Taiwan.

Kovachev und Kovac hatten den Gesundheitssektor deshalb drei Jahre lang untergewichtet. Nun bauen sie ihre Positionen wieder aus. Ihrer Einschätzung nach haben die Belastungen durch Zölle und geopolitische Unsicherheit ihren Höhepunkt überschritten.

Ein wichtiger Wachstumstreiber sind Medikamente aus der Wirkstoffklasse Glucagon-like Peptide-1 (GLP-1) gegen Übergewicht und Diabetes. Der Markt in den Schwellenländern sei groß. Lokale Pharmaunternehmen bringen zunehmend günstigere Alternativen zu westlichen Produkten wie Ozempic und Mounjaro auf den Markt.

Besonders attraktiv erscheinen den Fondsmanagern Hersteller in Indien und Afrika. Dort treffen eine geringe Marktdurchdringung und steigende Nachfrage auf verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

J O Hambro erhöht deshalb selektiv das Engagement im Gesundheitssektor. Pharmahersteller in Indien und Afrika könnten eine attraktive Alternative zu hoch bewerteten Aktien aus dem Bereich Künstliche Intelligenz bieten.



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