Ich hab Post. HIT(WPK 605290) ein Hit?


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Dr.UdoBroem.:

Ich hab Post. HIT(WPK 605290) ein Hit?

 
24.04.02 21:21
Kennt jemand Peer Share(share-infos@share-infos.de)?

Hört sich doch ganz interessant an, oder?

Veröffentlichung der Geschäftszahlen am 25. April 2002


Kurzfazit:

Wenn am kommenden Donnerstag (25. April) die Geschäftszahlen der im AmtlichenHandel notierten HIT Trading AG veröffentlicht werden, dürfte sich so mancher Börsenbeobachter  verwundert die Augen reiben. Die in München ansässige HIT Trading AG hat alleine im vergangenen Jahr mehr Geld verdient, als die Börse momentan für das Papier bezahlt! Nach meiner Schätzung wird die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2001 aufgrund eines außerordentlichen
Veräußerungsgewinns einen Jahresüberschuß von ca. 12,5 Mio. Euro oder ca. 29,50 Euro pro Aktie ausweisen. Vor dem Hintergrund der im Vergleich zu den Vorjahren wesentlich veränderten Vermögenslage sehe ich für die Aktie, ausgehend von einem heutigen Kurs von 27 Euro, ein kurzfristiges Kurspotential von ca. 30% bis zu einem Kurs von ca. 36 Euro. Alleine das Eigenkapital der HIT AG würde bei Eintreffen der Prognose ca. 45 Euro pro Aktie betragen. Bei nicht negativer Ertragslage und steigenden Unternehmensgewinnen sollte diese Zahl mittelfristig die Untergrenze für eine faire Bewertung darstellen.

Wenn die Gesellschaft bei Anspringen der Konjunktur den operativen Turnaround bestätigt und zu alten Umsatzgrößen und Margen zurückfindet, sind mittel- bis langfristig auch deutlich höhere Kurse denkbar.


HIT AG: Jahresgewinn 2001 höher als Börsenwert

             Die Gründe für den Kursverfall in den 90er-Jahren

             Um diese Situation und den Kursverfall der HIT-Aktie in den 90er-Jahren zu

             verstehen, müssen wir die Vergangenheit und Geschichte der HIT Trading AG
             erläutern. Das Unternehmen hieß früher HIT Herlitz International Trading AG
             und war die börsennotierte Tochter der Berliner HERLITZ AG, die für den
             Papierhandel zuständig war. Nach der Wende und dem Fall des eisernen Vorhangs
             gehörte HIT zu denjenigen Unternehmen, die schnell unternehmerisch im
             ehemaligen Ostblock und vor allem in Russland aktiv wurden. HIT engagierte
             sich hierbei vor allem als Anteilseigner einer russischen Papierfabrik mit dem
             Namen AO VOLGA. Die Russen gerieten Mitte der 90er-Jahre in wirtschaftliche
             Schwierigkeiten. Der Niedergang zog HIT in einen Sog, der das Unternehmen an
             den Rand der Überlebensfähigkeit zerrte. Das Vermögen von HIT schmolz wie
             Butter in der Sonne. Alleine im Jahre 1997 musste HIT einen Fehlbetrag im
             Konzern von über 85 Mio. DM vermelden. Der Aktienkurs, der im Frühjahr 1996
             noch bei über 320 Euro lag, brach innerhalb der folgenden 3 Jahre um 95% ein.
             Die Beteiligung an der AO VOLGA musste in voller Höhe wertberichtigt werden.
             Nur mit Hilfe der Banken und drastischen Maßnahmen konnte HIT diese schwierige
             Zeit überleben. Im Jahre 1994 beschäftigte HIT 459 Mitarbeiter, im
             Geschäftsjahr 2000 waren es gerade einmal 46. Für umfangreiche
             Forderungsverzichte der Banken wurden Besserungsscheine ausgestellt, die im
             Falle einer Gesundung der HIT vorrangig bedient werden mussten.

             Institutionelle Anleger, die früher in HIT engagiert waren, kehrten der Aktie
             genauso den Rücken wie viele Kleinanleger, denen die Unsicherheit über die
             weitere Entwicklung zu groß erschien. Auch die Besserungsscheine der Banken
             machten wenig Hoffnung, daß für die Aktionäre nennenswerte Gewinne übrig
             blieben.

             HIT verschwand damit praktisch in der Versenkung. Nur so ist es zu erklären,
             daß die Aktie trotz einer eigentlich aufsehenerregenden Entwicklung im
             vergangenen Jahr noch zu den aktuellen Kursen zu haben ist.

             Verkauf der AO VOLGA in 2001 mit hohem Gewinn

             Im Februar 2001 berichtete HIT, daß die Beteiligung an der AO VOLGA, die bei
             HIT nur noch mit 1,- DM in den Büchern stand, 'unter dem Vorbehalt des
             Eintritts bestimmter Voraussetzungen' verkauft wurde. Im April 2001 sind diese
             Vorbehalte entfallen, HIT erklärte, daß sie mit dem außerordentlich hohen
             Veräußerungsgewinn nicht nur alle Besserungsscheine der Banken vollständig
             ablösen würde, sondern darüberhinaus einen Jahresüberschuß von 35 Mio DM (42
             Euro pro Aktie) erwarte. Der Aktienkurs sprang nach dieser Meldung kurz an, um
             aber kurz danach  wieder auf das Kursniveau vor Veröffentlichung des AO
             VOLGA-Verkaufs zurückzukehren als bekannt wurde, daß HIT den Kaufpreis, den
             eine russische Bank der HIT schuldete, bisher nur zu einem kleinen Teil
             erhalten hatte. Insbesondere wurde von Marktteilnehmern die schwer
             einzuschätzende Zahlungsbereitschaft der in Deutschland nur Experten bekannten
             russischen Bank als Argument für die fehlende Kaufbereitschaft angeführt. Die
             HIT-interessierten Anleger hatten in den letzten Jahren einfach zu viele
             negativen Erfahrungen mit russischen Geschäftspartnern der HIT AG gemacht.  

             Im Oktober 2001 meldete HIT wiederum, daß 'der letzte vertragliche Bestandteil
             über den Verkauf der Beteiligung an der russischen Papierfabrik AO VOLGA
             unterzeichnet und damit  das gesamt Vertragswerk abgeschlossen sei. Die HIT AG
             hat die vereinbarte Kaufpreiszahlung von der Alfa  Bank, Moskau, erhalten.'
             Diese etwas unspektakulär klingende Meldung, in der keine Zahlen genannt
             wurden, beseitigte alle Bedenken bezüglich der Kaufpreiszahlung. Die Aktie hat
             auf diese Meldung nur noch unwesentlich reagiert. Seit Veröffentlichung der
             Meldung bewegt sie sich in einer schmalen Range zwischen 23 Euro und 27 Euro.

             Wesentliche Verbesserung der fundamentalen Daten

             Bei der Angabe des Ergebnisses von prognostizierten 29,50 Euro pro Aktie im
             Geschäftsjahr 2001 ist die vollständige Bedienung der Besserungsscheine der
             Banken bereits berücksichtigt. Aus diesen Besserungsscheinen entstehen der HIT
             AG zukünftig keine Belastungen mehr.

             Fundamental betrachtet verbessert sich die Bilanzstruktur der HIT AG durch den
             hohen Gewinn erheblich. Das Eigenkapital wird sich mehr als verdreifachen. Die
             erhöhte Eigenkapitalquote wird der Gesellschaft wesentlich größere Spielräume
             im laufenden Handelsgeschäft einräumen, als dies in den letzten Jahren möglich
             war. Die Rückführung von Verbindlichkeiten hat positive Effekte auf die
             Ertragslage, da die Zinsbelastung rückläufig sein wird.

             Auf der Aktivseite der Bilanz wurden in den letzten Jahren die vorhandenen
             Risiken beseitigt. Der größte Posten in der 2000er-Bilanz  waren bei einer
             Bilanzsumme von 29,2 Mio Euro die Forderungen aus Lieferung und Leistung im
             Umfang von 20,7 Mio Euro, die in Höhe von 19,1 Mio. Euro 'durch
             Hermes-Bürgschaften oder unwiderrufliche bankbestätigte Akkreditive' besichert
             waren.

             Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit war im Geschäftsjahr 2000 in
             der AG mit -0,57 Mio Euro leicht negativ, im Konzern mit +0,48 Mio. Euro
             leicht positiv. Das operative Geschäft stellt den Schlüssel für den
             zukünftigen Erfolg dar und hiermit möchte ich ausdrücklich auf das größte
             Risiko eines HIT-Engagements hinweisen. Sollte die Ertragslage der HIT AG im
             operativen Geschäft nachhaltig keine positiven Impulse bekommen, wird das
             vorhandene Kapital nach und nach aufgezehrt, was sich entsprechend in den
             Aktienkursen niederschlagen dürfte. Es ist damit zu rechnen, daß das
             HIT-Geschäft als weltweiter Papierhändler durch die schlechte Konjunktur und
             die Zurückhaltung großer Konzerne/Verlage in der Bevorratung großer
             Papiermengen im Anschluß an die Anschläge des 11. September 2001 negativ
             beeinflusst wurde. In 2000 wurden noch über 100 Mio. Euro umgesetzt, diese
             Zahl könnte im Jahr 2001 niedriger ausgefallen sein. Gleichzeitig dürfte das
             Geschäft von einem von den Wirtschaftsforschungsinstituten prognostizierten
             Konjunkturaufschwung entsprechend positive Impulse erhalten.

             Nach Aussagen der Gesellschaft wird im operativen Geschäft im laufenden
             Geschäftsjahr aufgrund weiterer Kostensenkungen und der verbesserten
             Kapitalausstattung mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet.

             Steuerlich betrachtet befindet sich HIT in einer komfortablen
             Ausgangssituation. Die Verluste der 90er-Jahre waren so hoch, daß die
             Gesellschaft über erhebliche steuerliche Verlustvorträge verfügt, die mehr als
             120 Euro pro Aktie betragen sollen. Somit werden zukünftige Gewinne der HIT
             auf Jahre hinaus steuerfrei vereinnahmt werden können.

             Das Grundkapital der HIT Trading AG läuft übrigens noch auf der rechnerischen
             Basis der alten 50,- DM - Aktien und ist eingeteilt in 424.000 Aktien. Die
             gesamte Marktkapitalisierung beträgt damit auf der Basis des aktuellen
             Aktienkurses von 27,- Euro ca. 11,5 Mio Euro. Bei einem Umsatz in 2001 von
             geschätzten 75 Mio. Euro (Untergrenze) beträgt das Kurs-Umsatz-Verhältnis KUV
             damit nur 0,15, das KGV liegt unter 1, ist allerdings aufgrund des einmaligen
             Gewinns aus der Veräußerung der AO VOLGA nicht repräsentativ. Der Jahresgewinn
             liegt damit allerdings - und das ist sehr selten - über der
             Marktkapitalisierung der Aktie.

             HERLITZ AG kein Aktionär mehr

             Veränderungen gab es in den letzten 2 Jahren in der Aktionärsstruktur der HIT
             TRADING AG. Die sich seit Jahren in Schwierigkeiten befindliche Berliner
             HERLITZ AG veräußerte zum 18.5.2000 39,7% der HIT-Aktien an eine amerikanische
             Gesellschaft mit dem Namen PAPERSPACE.COM. Es war seit längerer Zeit im
             Gespräch, daß die bei HERLITZ verbliebenen 10% an der HIT AG ebenfalls an
             PAPERSPACE verkauft werden sollten. Nachdem die HERLITZ AG erst jüngst
             Insolvenz angemeldet hat und die verbliebenen Vermögensgegenstände mit
             Sicherheit zur Tilgung der Verbindlichkeiten verwendet werden, wurde auf
             Anfrage bei HERLITZ bestätigt, daß das restliche 10%-Paket an HIT ebenfalls an
             PAPERSPACE verkauft wurde.

             In einer Meldung der HIT AG wurde erläutert, daß die DRESDNER BANK indirekt an
             HIT beteiligt sei. Hintergrund dieser Meldung ist der Umstand, daß die von
             HERLITZ veräußerten HIT-Aktien zu Gunsten der Bank gesperrt waren und auf
             einem Treuhandkonto lagerten. Der Verkauf sollte wirtschaftlich erst in der
             Zukunft abgewickelt werden, so daß formal der Dresdner Bank die Stimmrechte
             zugerechnet wurden. Dieser Sachverhalt ist in der Zwischenzeit entfallen.
             PAPERSPACE hält direkt 49,7% an HIT.

             Ca. 10% der HIT-Aktien dürften sich außerdem im Eigenbesitz befinden. Der
             Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft, Herr Ernst Schennen, erläuterte bereits
             auf letzten Hauptversammlung im Juni 2001, daß er 'das extrem günstige
             Kursniveau auch zum Rückkauf eigener Aktien nutzen' wolle. Da die im
             Eigenbestand der HIT AG gehaltenen Aktien auf der HV kein Stimmrecht haben,
             kontrolliert die PAPERSPACE trotz der knapp unter 50% liegenden
             Beteiligungshöhe die Mehrheit der stimmberechtigten Aktien.

             Dividendenzahlung angekündigt

             Die HIT TRADING AG hat vor dem Hintergrund des sehr guten Ergebnisses in 2001
             die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung angekündigt. Der Großteil des Gewinns
             des Vorjahres dürfte zwar vorrangig für bisher zurückgestellte, dringend
             notwendige Investitionen verwendet bzw. für das operative Geschäft eingesetzt
             werden. Die Zahlung einer Anfangsdividende ist jedoch für den Kapitalmarkt ein
             Zeichen, daß die Gesellschaft die Probleme der 90er-Jahre endgültig hinter
             sich gelassen hat.

             Kurzfristiges Kurspotential

             Vor dem Hintergrund der stark veränderten Vermögenslage aufgrund des sehr
             hohen Gewinns in 2001 und einem prognostizierten ausgeglichenen Ergebnis 2002
             halte ich die Höhe des ausgewiesenen Eigenkapitals von geschätzten 45 Euro pro
             Aktie für die mittelfristige Untergrenze eines 'fairen' Aktienkurses. Aus
             Gründen der Unsicherheit über das laufende operative Geschäft nehme ich aus
             Vorsichtsgründen nochmals einen Abschlag von 20% vor und komme so auf einen
             Kurs von 36 Euro. Ausgehend vom heutigen Kurs von 27 Euro ergibt sich damit
             ein kurzfristiges Kurspotential von ca. 30%.

             Bei nachhaltig negativer Ertragslage im operativen Geschäft der HIT AG
             bestehen zweifelsfrei Risiken für die Aktionäre. Das aktuelle
             Rückschlagpotential erscheint aber aus heutiger Sicht vor dem Hintergrund der
             guten Vermögenslage der HIT begrenzt. Sollte sich die Ertragslage der HIT AG
             stabilisieren, in 2002 zumindest ein ausgeglichenes und in den Folgejahren
             steigende Ergebnisse erzielt werden können, dürfte das vorhandene Eigenkapital
             der HIT AG von ca. 45 Euro pro Aktie das mittelfristige Kursziel darstellen.
             Gemessen am heutigen Kurs wäre das immerhin ein Kurspotential von ca. 65%.
             Wenn die Gesellschaft bei Anspringen der Konjunktur den operativen Turnaround
             bestätigt und zu alten Umsatzgrößen und Margen zurückfindet, sind mittel- bis
             langfristig auch deutlich höhere Kurse denkbar.

             Interessenten der HIT-Aktie sollten die Marktenge des Papiers nicht aus den
             Augen verlieren. Von den 424.000 ausstehenden Aktien sind nur ca. 170.000
             (=40%) im Streubesitz. Der Handel, der in der Vergangenheit nur selten über
             1.000 Aktien täglich lag, verteilt sich über mehrere Börsenplätze. Die
             umsatzstärksten Börsenplätze sind Frankfurt, München und Düsseldorf. Oftmals
             lohnt sich ein Vergleich der Kurse, da zwischen den Börsenplätzen zum Teil
             Kursunterschiede von mehreren Prozentpunkten liegen.

             Viel Erfolg bei Ihren Börsengeschäften wünscht Ihnen

             Peer Share

             P.S. Bitte beachten Sie den Risikohinweis auf der Internetseite der
             SHARE-INFOS unter http://www.share-infos.de

             HIT TRADING AG (WPK 605290); letzter Kurs 27 Euro; Amtlicher Handel;
             Umsatzstärkste Börsenplätze Frankfurt, München, Düsseldorf

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25.04.02 10:03
Heute noch kein Umsatz... In Frankfurt Kurs 31/33.

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