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Hypoport - Kurschancen mit dem Finanzvertrieb 2.0


Thema
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Hypoport SE 72,45 € -5,17% Perf. seit Threadbeginn:   +753,36%
 
Scansoft:

Shortseller

4
03.01.17 10:00
Falls die Anleger in Europa nach der US Wahl auf eine schnelle Zinswende gesetzt haben, so sieht es eher an einer Fehlspekulation aus.

http://www.ariva.de/euro_bund_future

Entsprechend bullish reagieren in letzter Zeit auch schon wieder die Immo Werte. Hatten ja schon diskutiert, dass das Zinsthema für Hypoport eh strukturell nicht relevant ist, aber psychologisch wohl schon.

Ich als Shortseller würde meine Position an der 200 TL Linie bei aktuell fallenden Langfristzinsen jetzt aus Sicherheitsgründen eindecken.
The vision to see, the courage to buy and the patience to hold
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Pitt_G:

Chart Hypoport

 
03.01.17 10:01
Liebe HYP Gemeinde, ich wünsche euch allen nur das Beste für 2017. Möge alles nach euren Vorstellungen verlaufen. Bleibt gesund!

Charttechnisch sieht's gar nicht mal so schlecht aus. Auch wenn die 200 TL noch einen kleinen Widerstand darstellen sollte, heitert sich das Bild im MACD auf Wochenbasis weiter auf. Außerdem gibt es kaum nenneswerte Widerstände ab der 200 TL und ein schneller Durchmarsch bis ca. 85 € könnte durchaus möglich sein.

Auf ein gutes Jahr. Möge der Leo oft gepostet und viel geprostet! :-D  

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AngelaF.:

ARP

2
03.01.17 10:20
Wenn die Q4-Zahlen sehr gut ausfallen sollten, dann würde es sich anbieten mit Veröffentlichung der Zahlen ein ARP mit Höchstkurs 90Euro anzukündigen.

Mal sehen ob dann BR in die Gänge kommt.  ;)

Hypoport kündigt ein ARP an, und lässt es von BR durchführen.  :-))

Habe mir gerade nochmal das Shortengagement von BR damals bei GFT in Erinnerung gerufen.

Das damalige Verhalten von BR bei GFT, auf den Hypoportkurs übertragen, würde bedeuten dass BR bei ca. 95 Euro mit dem Eindecken beginnt. Vielleicht ist BR ja nur Short gegangen um (BR hat ja lt. diesem Thread auch Hypoportanteile) kurz vor der 100er Marke mit dem Eindecken zu starten, um so den Kurs über die 100er-Mauer zu hieven.

BR007 - Leerverkäufer under cover sozusagen. ;-)


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Börsenmonst.:

Die heutigen Bundesbankzahlen mit

3
03.01.17 10:51
20,2 Mrd. Wohnbaukredite im November sind auf jeden Fall erfreulich nach dem eher schwachen Oktober. Könnte tatsächlich noch ein gutes Q4 werden.
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allavista:

@Scansoft, ja klar vieles ist möglich

3
03.01.17 10:51
Letztendlich ist diese Finanzstärke und starker Cashflow, getrieben durch das nicht kapitalintensive Geschäftsmodell incl. Nettocash, daß was solche Unternehmen enorm antreibt.

Weil es einfach einen enormen zusätzlichen Schub auslöst, wenn man den Cash nutzt und ggf. mit Fremdkapital zusätzlich arbeitet und zu guter letzt eben neue Geschäftszweige aufbaut, die weiteres starkes Wachstum ermöglichen.

In unserem Fall, ergänzen sich die Geschäftsfelder, so das sie sich gegenseitig antreiben, duch entstehende Synergien (Vertrieb, Kundennutzen, gemeinsame Plattformnutzung etc.).
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11fred11:

nächsten Nachrichten

2
03.01.17 11:24
Ich denke, sehr kurzfristig (noch im Januar) wird es immer mehr konkreter werdende Hinweise und Zahlen für ein sehr gutes 4. Q geben. Die ersten sind ja schon da.
Das wird sicherlich den Kurs beflügeln - wurde er ja wegen hauptsächlich Zinsängsten auf 60 runter verkauft (also hauptsächlich nur alte Geschäftsfelder betreffend). Sollte er dann in den nächsten paar Monaten gleich wieder in alte Höhen steigen, glaube ich allerdings auch wieder an einen Abverkauf.
Erst wenn die ersten positiven Hinweise auf die neuen Geschäftsfelder gegeben werden, wird es auch über 100 gehen.
Frühestens rechne ich zu HV Anfang Mai damit - vielleicht auch erst Ende des Jahres.
Viele schauen auf Hypoport. Viele auch noch skeptisch, ob es wirklich klappt mit Insuretech und Immobewertung.
Immer mehr (wie auch die Google-Studie) behaupten, dass durch Digitalisierung der Versicherungen sehr viel Geld zu sparen und damit zu verdienen ist. Deswegen kann ich zwar jeden Skeptiker verstehen, der dies hier noch nicht in den Zahlen sichtbar wird, genauso habe ich selten so viel Vertrauen, dass Hypoport und damit RS dort überzeugen werden.
Daher werde ich auch noch nicht bei 95 verkaufen.

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Juliette:

Equinet

5
03.01.17 11:25
Ist ja schön, aber woher hat der Analyst die Infos zum 4. Quartal?:

"...Wie erwartet, seien die Zahlen zum Neugeschäft mit Hypotheken-Darlehen im vierten Quartal stark ausgefallen..."

http://www.ariva.de/news/...st-hypoport-auf-buy-ziel-100-euro-5994775
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Scansoft:

@allavista

 
03.01.17 13:07
RS hat ja in einem CC gesagt, dass er nur neue Geschäftsfelder sucht, mit denen man die bestehende Infrastruktur leveragen kann. Insofern ist Hypservice die ideale Ergänzung.
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Mäusevermeh.:

Nachbarthread verwaist

 
03.01.17 13:15
Der letzte Beitrag im Nachbarthread datiert vom 23.12.2016.
Hat jemand eine Idee was da los ist ?
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2teSpitze:

Die haben bestimmt auf den

 
03.01.17 13:26
letzten Drücker ihre Aktien verkauft, um Kohle für Weihnachtsgeschenke zu haben.
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Risikoklasse:

CoBank / Hypoport

3
03.01.17 14:43

aus der heutigen FAZ:

"Die von Neukunden gewonnenen Einlagen sollen hier neben dem seit Jahren boomenden Baufinanzierungsgeschäft auch stärker in Ratenkredite fließen. Bisher betrieb die Commerzbank dieses dank überdurchschnittlich hoher Kreditzinsen sehr lukrative Konsumentenfinanzierungsgeschäft zusammen mit BNP Paribas, weil die Commerzbank dafür über keinen geeigneten digitalen Kreditvergabeprozess verfügte. Inzwischen aber scheint man so weit zu sein, das Ratenkreditgeschäft auf die eigenen Bücher nehmen zu können."

Schön wäre es natürlich, wenn die CoBank sich entscheiden könnte für den "digitalen Kreditvergabeprozess" auf ein Produkt aus dem Hause Slabke zu setzen. Entsprechende Kontakte bestehen ja bereits.

Auch meinerseits wünsche ich allen Mitstreitern ein in jeder Hinsicht angenehmes Neues Jahr.

Antworten
AngelaF.:

200er

7
03.01.17 16:06
200er Linie genommen.

Jetzt steht man am oberen Bollingerband. Sollte auch dies überwunden werden, könnte das für zusätzlichen Schub sorgen.

Denn dann macht ein Festhalten an einer Shortposition, nicht wirklich noch einen Sinn.
Antworten
Boarder66:

Künstliche Intelligenz, bei Versicherungen

 
03.01.17 20:58
scheint es schon los zu gehen:
IBMs Watson: Japanische Versicherung ersetzt Mitarbeiter durch KI

heise online 03.01.2017 14:16 Uhr Martin Holland

Um Personalkosten zu sparen will eine japanische Versicherung mehrere Dutzend Mitarbeiter durch eine Künstliche Intelligenz ersetzen. Das deutet an, welche Auswirkungen die immer besser werdenden KI-Systeme auf den Arbeitsmarkt haben könnten.

Das japanische Versicherungsunternehmen Fukoku Mutual Life Insurance will fast 30 Prozent seiner Mitarbeiter in der Abteilung Schadensbemessung durch eine Künstliche Intelligenz ersetzen. Das berichtet die japanische Tageszeitung Mainichi. Demnach soll die auf IBMs Watson-System beruhende KI bis Ende März eingeführt werden. Im Zuge dessen sollen insgesamt 34 der wohl 131 Mitarbeiter die Abteilung verlassen. Die KI werde dann ärztliche und andere Dokumente auswerten, um fällige Zahlungen zu berechnen. Außerdem sei das System in der Lage, Sonderklauseln einzubeziehen, die sich auf die Höhe der Zahlungen auswirken könnten.

Hoffnung auf Einsparungen
Insgesamt geht die Versicherung dem Bericht zufolge davon aus, dass die Einrichtung der KI 200 Millionen (rund 1,6 Millionen Euro) Yen und der Betrieb danach jährlich 15 Millionen Yen (rund 120.000 Euro) kosten wird. Dem stünden Einsparungen bei den Personalkosten in Höhe von jährlich 140 Millionen Yen (rund 1,1 Millionen Euro) gegenüber.

Fukoku Mutual Life Insurance sei auch nicht der einzige Versicherer, der eine KI einsetze: Bei Dai-ichi Life Insurance seien aber keine Personaleinsparungen bekannt geworden und Japan Post Insurance wolle erst im März mit einem Testlauf beginnen. Bei Nippon Life Insurance wiederum berechne eine KI bereits den jeweils besten Versicherungsplan für Kunden, die Ergebnisse würden den menschlichen Mitarbeitern aber nur als Vorlage gegeben.

Quelle:
www.heise.de/newsticker/meldung/...iter-durch-KI-3586963.html

Grüße
Boarder
Antworten
TirolerBub:

@Risikoklasse

 
03.01.17 22:17
Toller Artikel zum Umbruch der Commerzbank hinsichtlich Digitalisierung der Bankprozesse.

Etwas verwundert hat mich die Aussage, dass bis dato die Commerzbank über "keinen geeigneten digitalen Kreditvergabeprozess" verfüge. Immerhin gab es Anfang des Jahres die Pressemitteilung von Hypoport, dass die Commerzbank auch im Ratenkreditgeschäft auf Europace setzt (siehe www.presseportal.de/pm/68527/3263551). Daher hatte ich vermutet, dass der komplette Kreditvergabeprozess Commerzbank bis hin zur Abwicklung digital abgebildet ist. Durch den Einsatz von Europace in diesem Geschäftsbereich gehe ich davon aus, dass Europace bzw. Hypoport auch bei der Umsetzung des vollständigen Prozesses die Finger im Spiel hat.
Antworten
Scansoft:

Jetzt bräuchte es noch in

 
04.01.17 11:47
den kommenden Monaten 1-2 Übernahmen im InsureTech Bereich, damit es für der Markt visibel wird, wie weit hier die neue Plattform schon entwickelt wurde. Neben einem hoffentlich in diesem Jahr wieder wachsenden Baufimarkt für mich immer noch der Haupttrigger in diesem Jahr.
The vision to see, the courage to buy and the patience to hold
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Volker2014:

Meist kommt nach so

 
04.01.17 11:57
einem kleinen absacken ein guter Trendanstieg. Bin gespannt ob und um wie viel.
Zudem ist der Rückkauf durch d.h. HP kann wieder positive News bringen ohne sich den Kurs selbst zu erhöhen.
Antworten
simplify:

Übernahmen

 
04.01.17 12:03
Ja das ist ein Trigger für steigende Kurse.
Antworten
Risikoklasse:

Kooperation Hypoport/CoBank Ratenkredite

3
04.01.17 17:45

Ich möchte auf diesen Punkt erneut zurückkommen (#15936 & #15939), da ich von einer deutlich kurssteigernden Wirkung ausgehe, sobald / sofern unsere Vermutungen eine Bestätigung finden. Eine Pressemitteilung der HP zur rechten Zeit würde ich dann für angemessen halten.

Wird meine Einschätzung geteilt oder als reines Wunschdenken abgetan ? Was meinen unsere Chefstrategen ?

Antworten
Risikoklasse:

Blockchain: Verpassen wir eine Disruption?

6
04.01.17 18:47

Mir persönlich erscheint dies eine Technologie zu sein, die langfristiag eine Gefahr für das Geschäftsmodell der HP darstellen könnte.

MITTWOCH, 04. JANUAR 2017
FINANZMARKT aus der FAZ

Blockchain: Verpassen wir eine Disruption?

von Volker Brühl

Nahezu alle Branchen beschäftigen sich mit den Herausforderungen durch die Digitalisierung. Dies gilt auch und gerade für die Finanzbranche. Etliche Großbanken investieren dreistellige Millionenbeträge in die Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur. Interne Prozesse müssen verschlankt, Kundenschnittstellen digitalisiert und in eine Multikanalstrategie eingebettet werden. Nur so kann man den jungen Fintechs Paroli bieten, die mit kostengünstigen und innovativen Alternativen etablierte Geschäftskonzepte unter Druck setzen. Doch reicht das?

Seit einiger Zeit rückt mit der Blockchain-Technologie eine neue Entwicklung immer stärker in den Vordergrund, von der disruptive Effekte in zahlreichen Industrien ausgehen können. Die Blockchain-Technologie wurde ursprünglich als Plattform für die Einführung von sogenannten „virtuellen Währungen“ entwickelt. Bei Bitcoins oder anderen Kryptowährungen handelt es sich nicht um Geld, sondern um Verrechnungseinheiten, die aufgrund privatrechtlicher Vereinbarungen als Zahlungsmittel in multilateralen Verrechnungskreisen eingesetzt werden können. Zahlungen können bei Kryptowährungen anonymisiert direkt zwischen Sendern und Empfängern abgewickelt werden, ohne dass es einer Bank bedarf.

Dabei ist die Blockchain nur eine Variante der „Distributed Ledger-Technologie“. Grundsätzlich versteht man darunter verteilte Kontoführungssysteme, bei denen digitale Daten über mehrere Standorte gemeinsam genutzt und kontinuierlich synchronisiert werden. Transaktionen können mit Hilfe kryptographischer Verfahren fälschungssicher in verteilten Rechnernetzwerken abgebildet werden. Es entsteht ein verteiltes Transaktionsregister, das eine lückenlose, unveränderliche Historie von Eigentums- und Übertragungsbeziehungen enthält. Werden die Transaktionen in miteinander verbundenen Blöcken abgebildet, spricht man von einer Blockchain.

Mit Hilfe der Distributed Ledger-Technologie können vollkommen neue Abwicklungsplattformen für Transaktionen entstehen. Die Folge sind disruptive Veränderungen in transaktionsbasierten Branchen wie der Finanzbranche. Finanzinstitute werden sich neu erfinden müssen, da durch nahtlose Prozesse viele Arbeitsschritte entfallen werden.

Gerade der Zahlungsverkehr ist prädestiniert für die Anwendung dieser Technologie. Bislang benötigen selbst webbasierte Zahlungsverkehrssysteme wie PayPal noch Banken oder Kreditkartenunternehmen als Dienstleister. Durch den Einsatz von „Distributed Ledgers“ können künftig auch Zahlungen in klassischen Währungen grenzüberschreitend in Echtzeit direkt zwischen den Vertragsparteien durchgeführt werden, ohne dass es weiterer Intermediäre bedarf. Banken müssen ihre Rolle im Zahlungsverkehr komplett neu definieren, um nicht redundant zu werden.

Die Technologie kann bei den Wertpapierdienstleistungen vor allem die Nachhandelsaktivitäten revolutionieren, zu denen insbesondere Clearing und Settlement gehören. In der Eurozone wurden bereits erhebliche Effizienzgewinne mit der Einführung des Target 2-Securities (T2S) erzielt, das eine zentrale Wertpapierabwicklung in Zentralbankgeld ermöglicht. Wesentlich komplizierter bleiben grenzüberschreitende Wertpapierabwicklungen, wenn mindestens ein Transaktionspartner außerhalb der Eurozone sitzt. Dann vervielfachen sich die Schnittstellen und damit die Abwicklungszeiten zwischen den beteiligten Banken, Brokern und Zentralverwahrern.

Wenn es gelingt, Wertpapiertransaktionen in einer verteilten Datenbank mit Hilfe kryptographischer Verfahren fälschungssicher zu übertragen, können die heute zeitintensiven Prozesse so weit verschmelzen, dass Handel und Abwicklung nahezu in Echtzeit erfolgen können. Dies kann das heutige Geschäftsmodell der Börsen und das Verwahrgeschäft der Banken fundamental in Frage stellen.

Smart Contracts stellen die digitale Abbildung vertraglicher Vereinbarungen dar. Diese ermöglichen die automatische Auslösung von Aktivitäten, wenn diese an den Eintritt bestimmter vertraglicher Bedingungen geknüpft sind. Dies kann Zins- und Tilgungszahlungen ebenso betreffen wie Kaufpreisnachlässe, Gutschriften oder die automatische Anpassung von Versicherungsprämien in Abhängigkeit von der Schadenshistorie. Im Kapitalmarktgeschäft zeichnen sich erste Anwendungen im Bereich Handelsfinanzierung, syndizierte Kredite und im Emissionsgeschäft ab. Hier bieten sich für Innovatoren Chancen, bestehende Marktstrukturen zu ihren Gunsten aufzubrechen.

In der Finanzbranche bilden sich derzeit Konsortien heraus wie das 2015 in New York gegründete Konsortium R3, dem derzeit mehr als 50 Finanzinstitute angehören und das sich zum Ziel gesetzt hat, den weltweiten Standard im Transaction Banking zu setzen. Ähnliche Ziele verfolgt das Unternehmen Digital Asset Holdings, ebenfalls mit Sitz in New York, an dem sich die Deutsche Börse beteiligt hat. Die Zukunftstechnologie für die Branche entsteht also einmal mehr in den Vereinigten Staaten.

Aber die neue Technologie wird nicht nur die Finanzbranche der Zukunft prägen. Denn deren Prinzipien lassen sich auch auf materielle Transaktionsobjekte wie beispielsweise Immobilien und Maschinen oder immaterielle Vermögensgegenstände wie geistige Eigentumsrechte übertragen. Sofern diese Vermögensgegenstände etwa über Sensoren, RFID-Systeme, einen QR-Code oder eine IP-Adresse elektronisch erfasst werden, können Übertragungsvorgänge digital zum Beispiel in einer Blockchain abgebildet und nachverfolgt werden.

Distributed Ledgers können sich also zum zentralen Nervensystem vieler Transaktionsplattformen entwickeln. Wer hier die Nase vorn hat, kann sich zum „Google“ des industriellen Internets entwickeln. Mit Ethereum, Ripple Labs, Provenance oder Enigma haben sich schon einige Kandidaten positioniert. Was passiert in Deutschland? Auch hier gibt es durchaus interessante neue Unternehmen wie Slock.it. Aber bislang sieht es so aus, als ob der Standort Deutschland trotz bester technologischer Voraussetzungen auch auf dem Gebiet der Distributed Ledgers künftig eher als gern gesehener Kunde und weniger als Innovationsführer in Erscheinung treten wird.

Wie oft wird die Frage gestellt, warum Google, Facebook, Twitter oder Amazon in den Vereinigten Staaten gegründet worden sind und nicht in Deutschland oder in einem anderen europäischen Land. Am technischen Wissen liegt es ganz sicher nicht, auch nicht am Unternehmergeist junger Menschen. Was fehlt, ist der Mut rechtzeitig auf neue Trends zu setzen und viel Kapital für die Forschung und Entwicklung zu investieren. Da es hierzulande immer noch an privatem Risikokapital fehlt, sollte die öffentliche Forschungsförderung einspringen. Noch ist es nicht zu spät, im Bereich des industriellen Internets eine weltweit führende Position zu erreichen.

Professor Dr. Volker Brühl ist Geschäftsführer des Center for Financial Studies an der Goethe-Universität in Frankfurt.

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hzenger:

Hypoport

5
04.01.17 19:01
@Risikoklasse: Sehr interessanter Artikel zu Blockchain. Ich denke es ist recht wahrscheinlich, dass Banken den Zahlungsverkehr und andere Transaktionen früher oder später über Blockchain abwickeln könnten. Nicht umsonst investieren sowohl Handelsplattformen wie Börsen als auch Investmentbanken momentan massiv in die Entwicklung dieser Technologie.

Ich würde die Technologie aber nicht als Ersatz für Europace u.ä. sehen, sondern eher als hilfreichen Input. Es macht sicher Sinn für Hypoport, diese Entwicklungen eng zu verfolgen und zu überlegen, ob/wie man das irgendwann für das eigene Geschäftsmodell nutzen kann. Aber in meinen Augen ist nicht ganz klar, was Blockchain am Inhalt von Europace selbst ersetzen könnte (außer der Zahlungsinstruktion)?
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Hardstylister2:

Blockchain

4
05.01.17 07:48
In der Theorie ließe sich wohl die gesamte Transaktion beim Immokauf per blockchain basierter Kommunikation abwickeln inklusive Finanzierung, Zahlung und Eigentumsumschreibung im elektronischem Grundbuch.

Das deutsche Behördenwesen wird das aber kaum zulassen bevor es sich nicht in diversen anderen Bereichen und Ländern als dem jetzigen Grundbuchwesen deutlich überlegen gezeigt hat und selbst dann bin ich noch nicht sicher.

Und last but not least hat Hypoport die Entwicklung sicher auch im Blick.  
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Scansoft:

Ob eine neue Technologie

5
05.01.17 08:08
gefährlich ist oder nicht, kommt letztlich auf die Unternehmenskultur an. Innovative Unternehmenskulturen können so etwas sehr schnell adaptieren andere scheitern daran. Als noch recht junges Unternehmen glaube ich, dass Hypoport zu den ersteren gehört. Vielleicht beruht Europace4 ja dann schon auf der Blockchain Technologie. Muss man beobachten.

Für Investoren in Technologieunternehmen ist die Beobachtung dieser Entwicklungen im Übrigen eine Kernaufgabe. Kostolanys Schlaftablette kann sich hier als tödlich erweisen, da die Disruptionen in sehr kurzen Abständen erfolgen können. Bestes Beispiel ist immer noch Nokia. Hier schützte auch Größe nicht vor dem Untergang. Weitere werden mit Sicherheit folgen.
The vision to see, the courage to buy and the patience to hold
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Zeitdieb:

Blockchain

4
05.01.17 09:32
Blockchain ist eine Technologie zur Abwicklung von Transaktionen aller Art, die Stärke von Europace hingegen sehe ich in der Anbahnung und dem Abschluss von Transaktionen. Insofern sehe ich die Blockchain-Technologie nicht als Konkurrenz sondern ggf. als effizientes System für die einer Transaktion nachgelagerten Prozesse.
Antworten
hzenger:

Hypoport

3
05.01.17 10:00
@Zeitdieb: Genau darauf wollte ich hinaus. Natürlich kann man sich vorstellen, dass zukünftig jede Form von Besitz und Schuld (ob Geld oder Sachwert) auf Blockchain-Basis übertragen wird. Allerdings liegt der Service von Europace momentan ja nicht darin, Geldeinheiten zu definieren, ein real-time Immobilienregister zu führen oder Schuldverhältnisse zu verwalten. Dafür gibt es die existierenden Zahlungsverkehrssysteme und staatlichen Register.

Jetzt ist natürlich theoretisch denkbar, dass einige dieser Prozesse durch Technologien auf Blockchain-Basis ersetzt werden. Aber auch dann braucht das Matching von Kreditnehmer und -geber eine Plattform, die die beiden zusammenführt. Kreditnehmer wollen die besten Angebote sehen und Kreditgeber wollen die Charakteristika des Kreditnehmers bewerten (zum Beispiel im Hinblick auf die Werthaltigkeit der Sicherheit). Und auch dann gibt es einen großen Haufen Papierkram abzuwickeln. Kurz: auch dann werden die Kernkompetenzen von Europace gefragt sein.

Wahrscheinlich trifft es Scansoft am besten, dass Hypoport da einfach am Ball bleiben muss um nicht Nokia zu werden. Wenn Interhyp seine Plattform Blockchain-kompatibel macht, Europace aber nicht, dann könnte Hypoport natürlich irgendwann alt aussehen, wenn die Technologie kommt. Aber wie gesagt: ich denke nicht, dass die Technologie die Kernkompetenzen von Europace selbst ersetzt. Sie ist mehr eine hilfreiche Struktur, auf der man Produkte wie Europace aufbauen kann.
Antworten
matze91:

Blockchain?.

 
05.01.17 11:59

Ich schließe mich da der Meinung von User Zeitdieb an.
m.M.n. wird das Verfahren im Finanzwesen doch besonders relevant bei der Abwicklung von Zahlungsverkehr, Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel. Bei Hypoport werden doch keine Geldströme bewegt sondern es werden bei EUROPACE Darlehen vermittelt (keine Geldströme –außer die Prov.) Das Vergleichsportal EURPACE u.a. braucht es doch noch weiterhin. Insoweit könnte BLOCKCHAIN eher bei Wirecard eine Rolle spielen, wenn die einen Entwicklungstrend verschlafen würden  (was ich gar nicht glaube!)
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