Deutschland schwappen“
Von Richard Haimann
Die Krise bringt manche Besitzer von Eigenheimen, die Kredite bedienen müssen, in Schwierigkeiten. Auch das Platzen von lokalen Preisblasen in Großstädten könnte dafür sorgen, dass Kapitalanleger Probleme bekommen. Es drohen Zwangsversteigerungen.
Jetzt sieht Argetra-Chef Mohr erneut dunkle Wolken aufziehen. „Bald wird eine große Welle von Zwangsverwertungen über Deutschland schwappen.“ Die Corona-Krise werde dazu führen, dass „viele Haus- und Wohnungsbesitzer ihre Finanzierungen nicht mehr tragen können“. Restaurantbetreiber, deren Gaststätten durch die von der Regierung verordnete Schließung keinen Umsatz mehr bringen, würden bald ebenso wenig in der Lage sein, ihre Hypothekendarlehen zu bedienen, wie Boutiquebesitzerinnen, die die teuer eingekauften Frühlingskollektionen in ihren Geschäften nicht losschlagen können.
„Hinzu kommen viele Beschäftigte, die auf Kurzarbeit sind, aber bald arbeitslos werden“, sagt Mohr. „Insbesondere in der Automobilwirtschaft droht ein massiver Stellenabbau.“ Diese Unternehmen müssten nicht nur mit den Folgen der Pandemie ringen, sondern auch mit der Umstellung auf die Elektromobilität. „Dadurch werden viele Arbeitsplätze obsolet“, sagt Mohr.
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