angehrt, aber klar ist man noch im Abwärtstrend.
Solange man das letzte tiefere Hoch des Abwärtstrend und die 200 TageLinie nicht überwindet, ist man im Abwärtstrend. Oder wie definierst du den Abwärtstrend?
Die Frage ist jetzt halt, ob die fundamentale Unterbewertung zu groß geworden ist, erst recht nachdem der Vorstand offensichtlich beim Webcast vor 2-3 Wochen stark überzeugen konnte was die Zukunftsperspektiven betrifft. Wer das mit Ja beantwortet, der wird es nur noch für eine Frage der Zeit halten, bis der Bereich 23-24 € überwunden wird und damit der Abwärtstrend gebrochen ist und dann zumindest mal eine Bodenbildung einen Abschluss finden kann. Für einen mittelfristigen Aufwärtstrend braucht es dann natürlich noch etwas mehr, also mindestens ein weiteres höheres Hoch nach einem Rücksetzer.
Für am wahrscheinlichsten halte ich unter berücksichtigung aller Aspekte (Makroökonomie, Finanzmarkt, Unternehmensbewertung, Psychologie und Chartanalyse), dass man sich jetzt erstmal ein paar Wochen zwischen 20 und 23 € einpendelt. Dann später über 23-24 € ausbricht, vielleicht relativ zügig auf 27-28 € steigt, um dann nach einem Rücksetzer (Retset 23-24 €) irgendwann gegen Jahresende über das bei 27-28 € gebildete Zwischenhoch auszubrechen und damit einen neuen Aufwärtstrend einzuleiten. Aber dieser ganze Prozeß könnte locker 9-12 Monate dauern. In drei Jahren sollte Hellofresh jedenfalls seine Marktstellung weiter ausgebaut haben, dann auch wieder stärker als die aktuellen 5-10% wachsen und das bei vor allem höheren Margen. Und dann schaun wa mal, was der Finanzmarkt dann für eine Bewertung hergibt. Realistische 10 Mrd Umsatz bei 8-10% AEbitda-Marge in 2025 sollten in halbwegs normalem Börsenumfeld ein KUV von 0,8 zulassen und damit ein Kursziel von 46-48 € auf Sicht von zwei Jahren. Sollte der Finanzmarkt Hellofresh dann sogar endlich mal als unumstrittenen Marktführer mit hoher Datenkompetenz wahrnehmen, der neue Produkte auf seiner Plattform implementieren kann, dann kann so eine Aktie auch deutlich höher bewertet werden. Aber dafür ist im aktuellen Umfeld halt die Zuversicht nicht groß genug. Das bietet ja dann oft diese antizyklischen Chancen.
the harder we fight the higher the wall