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Linzbach hat meinen Vertrauenvorschuss noch nicht aufgebraucht, aber verolren hat er mit der jüngsten Kapitalmarktaktion auch bei mir. Was Kaliebe betrifft gebe ich Dir zu 100% recht. Es passt halt irgendwie nicht zusammen erst das Lied der soliden Finanzierung zu singen um dann eine Wandelanleihe mit einem Zinskupon von über 8% auszugeben und (im Falle des Aktientauschs) noch durch die Hintertür auch noch eine Kapitalerhöhung von knapp 10% vorzunehmen. Natürlich unter Ausschluss der Bestandsaktionäre. So macht man sich keine Freunde unter den Anteilseignern, das sollte mal jemand prüfen, ob es überhaupt von dem Mandat der letzten HV gedeckt ist oder es sich vielleicht um eine schleichende Enteignung durch Anteilsverwässerung handelt. Ich werde mein Abstimmungsverhalten auf der HV besonders hinsichtlich der Entlastung des Finanzvorstandes kritisch überdenken.
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Sozialdaten auf dem neusten Stand sind aber irrelevant falls es um Abfindungsprogramme oder Frühverrentungen geht. Das klingt für mich klar nach einem Sozialplan und den braucht man eigentlich nur für betriebsbedingte Kündigungen. Haben wohl die, welche die ersten Abfindungsprogramme genommen haben, die richtige Entscheidung getroffen.
Wie sich das auf den Aktienkurs auswirken wird? Keine Ahnung, wird aber eine interessante Börsenlehrstunde hier.
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung
Sag ich ja, die Lehrstunde findet hier statt. Für die Mitarbeiter ist das sicher eine bittere Pille. Allerdings muss man dazu auch sagen, dass es nach den letzten Jahren auch niemanden mehr kalt erwischen sollte. Das war absehbar, so bitter es für den Einzelnen ist.
Gehört aber ehrlichgesagt zum Alltag, jeden Tag gehen kleine Firmen, Handwerksunternehmen etc. in die Insolvenz oder entlassen Mitarbeiter betriebsbedingt. Bei den kleinen Firmen greift ja nicht mal das Kündigungsschutzgesetz, da gibts dann noch nichtmal nen Sozialplan, raus fliegen alle, deren Nase dem Chef nicht passt. So gesehen trifft es die HDM-Mitarbeiter im Vergleich (!) nicht besonders hart, der einzige Unterschied ist, dass es hier eine Nummer größer, also für viele gleichzeitig kommt. Für das Einzelschicksal ist es aber herzlich egal ob man seinen Arbeitsplatz bei einem kleinen Handwerksbetrieb verliert oder zeitgleich mit mehreren Jundert oder Tausend anderen Kollegen.
Ich denke aber schon eine Weile, dass die Firma noch drastischer schrumpfen wird. Wenn dadurch Profitabilität in Reichweite kommt, wäre es für uns Investoren aber auch für die verbliebenen Mitarbeiter eine gute Sache. Und sicher besser als eine Insolvenz, denn dann sind unsere Kohle und die Jobs komplett weg.
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung
Was lese ich gerade auf der Unternehmenshomepage: Morgan Stanley überschreitet die Meldeschwelle von 5% Aktienanteil am 03.07.2013. Da bin ich mal gespannt, wann die Analystenkaufempfehlung dieser Bank rausgefeuert wird. Bei den Banken will ich meinen Vorrednern bzw. -postern auch gar nicht widersprechen. Aber sich darüber aufregen bringt niemanden weiter, also: "Don't fight the system, use it!"
Ein paar Worte noch zu den Arbeitsmarktchancen älterer Mitarbeiter (50+): Diese haben es natürlich schwerer als junge, ebenso gut qualifizierte (!) Mitarbeiter. Wer 50 ist und die letzten 30 Jahre zum Sammeln vielfältiger Erfahrungen sowie für Aus- und Weiterbildung genutzt hat, der hat sogar gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Schwierig wird es vor allem für diejenigen, die sich nach der Lehre in derselben Firma zur Ruhe gesetzt haben, in der Annahme sie würden hier bis zur Rente ohne große Veränderungen durchkommen. Kann man aber auch nicht erst seit gestern und nicht nur bei HDM wissen, dass diese Zeiten schon lange vorbei sind. Eine gewisse Schockstarre ist menschlich, aber daraus müssen sich die Betroffenen selbst befreien. Nur Eigeninitiative rettet aus diesem Dilemma, da hilft weder der Betriebsrat, noch der aktuelle Arbeitgeber.
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung
Lieber Schmodo, wenn Du immer so "sachlich" argumentierst, wundert es mich nicht, dass Du Dir Sorgen um eine (neue) Arbeitsstelle machst. Was Deine Teamfähigkeit betrifft halte ich diese Sorgen sogar für sehr berechtigt. Bevor man sich das eingesteht ist es aber natürlich einfacher auf andere zu schimpfen und sie zu beleidigen.
Was die Ausbeutung durch Leiharbeit betrifft sehe ich dies auch als ein großes Problem, welches aber gesellschaftlich-politisch gelöst werden muss. Bei HDM die Überkapazitäten weiter aufrecht erhalten ändert daran auch nichts.
Auch halte ich mich nicht für unangreifbar, hab auch nie behauptet dass mir die Leute egal sind. Aber was ich von anderen fordere, habe ich jahrelang selbst geleistet, nämlich Flexibilität und Bereitschaft selbst in die eigene Zukunft zu investieren (Geld, Zeit und Arbeit) bevor man nach anderen ruft. Bei mir manifestierte sich da beispielsweise in häufigerem Arbeits- und Wohnortwechseln incl. Auslandsaufenthalten. Dazu zwingt einen niemand, aber umgekehrt besteht auch kein Anspruch darauf, dass die früher mal gegebenen Bedingungen wie Gehalt, Arbeitsplatz, etc. von der Gesellschaft oder Politik oder Management weiter vorgehalten werden.
Wie gesabt, im Grunde reduziert es sich auf die Frage, wie man mit langjährig bekannten Gegebenheiten und Erwartungen umgeht. Dasselbe gilt für die Aktie. Wer die heute kauft und einen soliden Maschinenbauer dahinter erwartet, der darf sich nicht beschweren wenn er sich irrt. Ein gutes Investment könnte das hier aber trotzdem werden.
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung
Und wieder die nächste Insolvenz und das definitive aus bei mir um die Ecke. Diesmal ein Verpackungsdrucker.
Maschinenpark: Heidelberger, KBA, Bobst
Schade um die guten Facharbeiter.
Bin auch kein Fan von Wasserköpfen, ich meinte nur, dass sich allein aus irgendeinem Verhältnis von Arbeitern zu Angestellten das nicht ableiten lässt. Es ist eher branchen- und marktspezifisch sehr unterschiedlich. Beim Schmarotzertum bin ich (!) nicht richtig verstanden worden, das habe ich nämlich niemandem unterstellt.
Und örtliche Flexitilität ist auch für jüngere Mitarbeiter ein Problem. Die bekommen ja auch irgendwann Familie und haben eben nicht mehr die Eltern etc. am Ort und werden unterstützt. Und ich denke auch, dass gute Facharbeiter im Rhein-Neckar-Raum sehr wohl Chancen haben was anderes zu finden. Wenn man denn bereit ist, sich auf Veränderungen einzulassen.
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