Qimonda: Bundeswirtschaftsminister bringt EU-Finanzsspritzen ins Spiel
Rettet Geld aus Europa Qimonda?
(dpa) Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat europäische Hilfen für den insolventen Speicherchip-Hersteller Qimonda ins Gespräch gebracht. Dafür müsse man zunächst der Frage nachgehen: "Handelt es sich hier um ein Unternehmen auch von europäischer Relevanz?", sagte Guttenberg am Donnerstag am Rande eines EU-Ministertreffens in Brüssel. "Das bedarf einer guten Überprüfung, weil sich daran auch bemisst, ob es möglicherweise auch auf europäische Hilfen zurückgreifen kann."
Eine EU-Unterstützung komme infrage, wenn Qimonda "seine wesentlichen Konkurrenten außerhalb der Grenzen von Europa hat", sagte der Bundeswirtschaftsminister. Dies ist eine Voraussetzung, um beispielsweise entlassene Beschäftigte bei insolventen Firmen mit Geld aus dem europäischen Globalisierungsfonds bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz zu helfen. Guttenberg ging auf die Form europäischer Hilfen nicht näher ein.
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Am Rande des Ministerrats wolle er nach Möglichkeit mit seinem portugiesischen Kollegen Manuel Pinho über den Fall Qimonda sprechen, sagte Guttenberg. Wirtschaftsminister Pinho hatte Deutschland nach portugiesischen Medienberichten am Mittwoch vorgeworfen, nicht genug zur Rettung des Chip-Herstellers zu tun. Qimonda betreibt in Portugal eine Fabrik mit 2.000 Beschäftigten, die einen hohen Anteil an Portugals Exporten erwirtschaftet.
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